Dies ist ein Online Intime Spiel in der Akademie zu Thortmanne.
Wer mitmachen möchte, schreibt sich dazu und färbt seinen Charakter und Namen ein.
Mitspieler bisher:
Ludwig Barthelmus Schrage
….(Björn, Akademieleitung)
Ulfried Wieden
….(Chris, Ratsinspektor)
Anka
….(Ann C, Wirtin des ehemaligen Feefferstreuers)
Horatio Zwirbel
….(Peter, Chefverwalter der Akademie)
Katharina Schneits
….(Eva, Geisterforschung, Schülerin der Akademie)
Gaukelsteyn
….(René, Verwaltungsangestellter der Akademie)
Professor Johanna Fink
….(Ann C, Lehrerin für Bewegungsmagie)
oder andere die gerade in der Akademie verweilen
———————————————-
Die Geschichte beginnt…..
(10.02.2026 bis 23.06.2026)
Wir schreiben das 43. Ratsjahr Trum.
Noch in Reisekleidung, voller Staub und außer Atem, wegen der tausenden Treppenstufen, die sie den Turm hinaufgeilt war, klopft Anka energisch gegen die schwere Tür des Büros vom Dekan der Akademie. „Professor Schrage? Herr Schrage! Ich MUSS mit Euch sprechen! Ich habe Neuigkeiten und Fragen und Bitten und alles mögliche! Herr Dekan!“ – Hoffentlich ist er im Büro, sonst muss Anka wieder die ganze Akademie nach diesem Mann durchsuchen. Und sie weiß, das fände er gar nicht gut. – Sie im übrigen auch nicht. Schließlich hatte sie zutun, die Mittagszeit war nicht mehr weit und die Studenten hatten Hunger und Durst. Und vorher muss sie unbedingt und ganz dringend alles loswerden, was in ihrem Kopf herumschwirrt.
Schon beim ersten Klopfen gibt das zierliche kleine Glasgefäß in der Hand des Herrn Schrage ein knirschendes Geräusch von sich, zerbricht und die rotgelbe Flüssigkeit in seinem inneren fließt auf den Schreibtisch des Herrn Scharge, wo sie ein unter wahrnehmbarer Entwicklung von Gestank ein Loch in die Holzplatte frisst. Gedanken in seinem Kopf: Ahh. Wenn das nicht unser Anka ist. Sie schein wieder da zu sein. Wo es doch so schön ruhig war.
Der Blick von Professor Schrage wandert zur Tür. Ein leichtes Würgen steigt in seiner Kehle hoch. Dann kommt schon herein.
Erleichtert vernimmt Anka die Stimme aus dem Inneren und öffnet die Tür. Zuerst steckt sie ihren Kopf durch den Spalt. Als sie sieht, wie der Dekan an seinem Schreibtisch steht, stößt sie die Tür ganz auf und rauscht mit großen Schritten hinein. Kühle Luft aus dem Treppenhaus begleitet sie, als sie vor dem Tisch stehen bleibt und sich kurz mit einem strahlenden Lächeln verneigt. Dann holt sie tief Luft. „Herr Schrage! Wie schön –“ Sie stockt und verzieht das Gesicht. Sie sieht ihn kurz an, bevor sie mit großen Schritten zum Fenster geht und die Läden weit aufreißt. Dort atmet sie die frische Luft und dreht sich um. „Also wirklich. Ich frage mich immer wieder, wie Ihr in diesem kleinen Raum -… hier sollte wirklich mal gelüftet werden. Und Sonnenlicht fehlt doch auch!“ sagt Anka streng. „Das ist wirklich nicht gesund. Ihr macht Euch noch die Augen kaputt.“ Sie zieht eine Karotte aus ihrer Tasche an der Seite, in der sie stets die wichtigsten Dinge mitführt: Karotten, Schnäpschen und Feenstaub. „Esst die bitte!“ und reicht sie dem Mann über den Tisch.
Die Augen weiten sich während sich vollzieht was passieren musste. Das Sonnenlicht entzündet die rotgelbe Flüssigkeit auf dem Schreibtisch des Herrn Schrage und setzt diesen mit einem leisen Plop in Brand. Beide Anwesenden weichen einen Schritt zurück und aus der ausgestreckten Hand des Schulleiters entfährt ein Eisstrahl der die gesamte Tischoberfläche innerhalb von einem Augenblick mit einer Eisschicht überzieht. Es wird kalt im Raum. Der Schulleiter blickt nun genau auf Anka. Ohne zu lächeln:
(mittellaut) Meine liebe Anka.
(leise) Schön, dass Ihr wieder hier seid.
(flüsternd, gedrückt) Dieser kleine, dunkle Raum bot die perfekten Umstände um mit einer Substanz zu arbeiten, die aus der ehemaligen Baronie Rosengarten, die zur Zeit unter dem Einfluss eines mächtigen Eiszauberers liegt, (lauter werdend) unter lebensbedrohlichen Umständen hierher gelangte, um mehr über diesen Feind von ganz Trum herauszufinden.
(mittellaut) Nun es scheint in eurer Natur zu liegen
(leise) immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. (mittellaut) Also fasst euch nun bitte kurz.
(schreiend) Was wollt Ihr?
Der Schulleiter blickt immer noch auf Anka. Ein kleiner Blitz wandert durch sein linkes Auge.
Ankas Mund bildet ein stummes „Huch“ , während ihr Blick zwischen dem eisüberzogenen Schreibtisch und dem Gesicht des Dekans hin – und herwandert. Sie zuckt zusammen, als er sie so lautstark nach ihrem Begehr fragt. „Ich, äh…“ stottert sie und schaut auf ihre staubigen Schuhe, während sie die eiskalte Karotte in den Händen knetet. Das war kein guter Anfang, um Professor Schrage für ihre Vorschläge zu gewinnen…
Dann holt sie tief Luft, strafft ihre Schultern, schaut den erzürnten Mann vor sich freundlich an und lächelt.
„Herr Schrage, ich muss Ihnen etwas erzählen!“ beginnt sie langsam und ruhig, während kleine Atemwölkchen vor ihr entstehen. „Zuerst entschuldige ich mich dafür, dass ich durch mein übereifriges Erscheinen Euer Experiment zunichte gemacht habe. Bitte verzeiht mir. Ich werde mich sofort auf den Weg machen, Euch eine neue Probe aus Rosengarten zu besorgen, sofern Ihr es wünscht.„, (und jeder, der Anka kennt weiss, dass es ihr damit durchaus ernst ist.)
„Ich war vor Kurzem in der Taverne > Zur sprechenden Truhe < . Habt Ihr davon schon einmal gehört? Diese Taverne ist überall und nirgends. Man ist einfach plötzlich dort – wie bei einem Portal. Darin ist eine Truhe, die spricht und singt. Sie ist das Herz dieses Hauses und erlaubt oder verbietet Handlungen und Dinge. Verlorene Sachen sind auch manchmal dort. Ich fand dort meine Tasche wieder. Ihr seid doch interessiert an absonderlichen und außergewöhnlich magischen Vorkommnissen. Deshalb dachte ich, Ihr wolltet das gern wissen.“ , abwartend schaut Anka in das Gesicht des Dekans, das langsam wieder eine normale Farbe annimmt.
Eine Augenbraue des Schulleiters rutsch tatsächlich interessiert nach oben. Sollte er Anka ins Eis nach Rosengarten schicken? Immerhin sind ein Schüler und drei Helfer dort zurückgeblieben als die Flüssigkeit besorgt wurde. Aber nein. Das Gespräch mit dem Ratsinspektor nach Ankas ableben wollte er nicht führen. Also:
Was sagt Ihr da?
Eine Truhe die sprechen kann in einer Taverne die es nicht gibt?
Wenn ich nicht der wäre der ich bin, würde ich euch einen Tunichtgut nennen der mich hinter Licht zu führen gedenkt. Aber das bin ich nicht.
Hmmm. Wir sollten eine Expedition entsenden um diese Truhe zu erkunden. Wisst Ihr wann und wie dieses Haus erreicht werden kann?
Herr Schrage lässt die Anspannung aus sich entweichen und plumpst in den Sessel hinter seinem Schreibtisch. In Gedanken schaut er zu wie das geschmolzene Eis von seinem Schreibtisch tropft. Herr Zwirbel wird nicht glücklich sein. Schon wieder muss ein neuer Tisch her.