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Winter in RENTSGARD

Meterhoch türmt sich der Schnee vor den Langhäusern, die Fjorde sind bedeckt von Eis und während die Drachenboote an Land auf den Frühling warten, bleibt nicht viel zu tun, außer zu trinken und von vergangenen Zeiten zu erzählen.

Doch selbst zu dieser Zeit gibt es in Westfachgrund Neuigkeiten. Ein Wanderer ist unterwegs, aus dem Norden ist er gekommen, über die Waldstraße die zu dieser Jahreszeit nur von wenigen benutzt wird.

Wer ihn auf einen Becher an seinen Tisch einladen mag, bekommt allerlei krude Geschichten zu hören.

Nicht nur weiß er Geschichten vom großen Eber oder dem Einhorn aus Delerna zu berichten, auch von anderen Tieren, wie einem großen Kraken, welcher die Schiffe der Menschen in ihr nasses Reich zieht.

Und so findet er stets ein Dach über seinem Kopf und sei es nur, damit den Kindern nicht langweilig wird, während die Eisschollen krachend gegen das Ufer brechen und der eisige Nordwind seine weiße Last über das Land trägt.

Anonymes Gekritzel

Die beiden Stimmen reden wieder, tief in meinem Kopf. Niemand hört sie …… außer mir

Eine Stimme, tief und brummend will das ich nach Norden ziehe. Manchmal wenn ich schlafe, sehe ich undeutliche Bilder eines verfallenen Bauwerks, es kommt mir merkwürdig bekannt vor. Dort ist etwas, nur was

Die andere Stimme hingegen, kratzend und schrill in meinem Kopf schreit nach Rache:

Diese unnütze Frau hat uns verraten. Sie hat uns unser Opfer vorenthalten, die Brüder gehörten aufgeknüpft, auf das sie schön im Wind baumeln und das ganze Dorf gleich daneben am Baum.

Kniebeugen auf Nordmann Art

Die Sonne schickte ihre ersten Strahlen durch den Morgennebel der sich wie ein Leichentuch über das Land gelegt hatte. Jonte stand auf seinem Posten am Tor und spürte wie die Feuchtigkeit und die morgendliche Kälte sich in seine Knochen fraß. Ein Hornstoß riß ihn gleich einem Blitzschlag aus seinem Dämmerzustand. Ein weiteres Horn stimmte ein und noch eines. Jonte traute seinen Augen nicht, als er sah was sich dort aus dem Nebel schälte.

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Groenvelden nach der Roten Keuche

Groenvelden erholte sich langsam von der roten Keuche und der Plünderung durch Rensgard. Auch wenn diese es nicht als Plünderung sahen, sondern als „Bekämpfung der Seuche“. Eine interessante Umschreibung für das Abschlachten unserer Alten und Kranken. Jede Familie im Dorf hatte Angehörige verloren. Die Trümmer der zerstörten Häuser wurden beseitigt und der Boden mit Salz und Kupfer vergiftet. Diese Orte sollten für immer an das Schicksal erinnern, welches dem Dorfe widerfahren war. Zu guter Letzt wurde für die verstorbenen Familien ein Runenstein auf dem Dorfplatz errichtet mit der Absicht, niemals zu vergessen, niemals zu vergeben.

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