3 Gedanken zu „So war das bei der Landnahme in den Mittellanden“

  1. Reisebericht der Druidin Onyx:

    Das Runenzeichen, welches die Druidin Onyx und ihre kluge Schülerin Ricarda in einem der verlassenen Gebäude fanden, deutete bereits darauf hin, dass an diesem Ort auch Druiden
    gelebt haben müssen. Welch wichtige Mitteilungen und Weissagungen in den Zeichen, für die Zukunft von „Neu Trum“ verborgen lagen, wurde Onyx sofort klar und sie lenkte die
    Gesellschaft, mit der Hilfe ihrer gelehrigen Schülerin Ricarda, geschickt und mit gutem Gefühl durch die nächsten Wochen und Monate, den Prophezeiungen entgegen. Alle Zeichen deuteten auf eine goldene Zukunft hin, selbst in diesen, von düsteren Zeiten umspielten landen.
    Das Runenzeichen setzte sich aus, folgenden Runen zusammen.
    Algiz; Rune des Schutzes, drei Birken gewachsen aus einem einzigen Stamm „TRUM“,
    lngwaz; Rune der Fruchtbarkeit, Schöpfungskraft, Neuanfang, Feuer des Lebens. Zukunft, Hoffnung, noch einmal von vorne anfangen und
    lsa; Rune der inneren Stimme, die uns unsere ganze Aufmerksamkeit nach innen richten lässt. Was wir dort vernehmen, ist das, was uns eigentlich antreibt, diese Welt
    mitzugestalten, und zwar genau so, dass es unserer Persönlichkeit entspricht – und nicht den
    Vorgaben der Gesellschaft.
    Es war also an der Zeit, die eigenen Bedürfnisse wieder wahrzunehmen und dementsprechend zu handeln.
    Sei es als Schiffsbauer unsinkbarer Schiffe und Bote, und Erbauer eines mittelgroßen Hafens an einer goldenen Küste, um es möglichst vielen Reisenden und Heimatsuchenden zu
    ermöglichen, sich ebenfalls in diesem schönen Landstrich nieder zu lassen; Errichter eines Obst und Fischereiimperiums, zur Versorgung der Gemeinschaft mit köstlichen Speisen; drei
    Gründerrinnen eines Ortes, an dem die gestresste und frustrierte Damenwelt Freude daran empfinden dürfe, ihre Teppiche, von gut ausgestatteten Teppichklopfern, gründlich,
    ausklopfen zu lassen oder als Waldläufer, der stets auf der Hut ist und begleitet, von drei Raben der Druidinnen, das Umland erkundet um bei drohenden Gefahren rechtzeitig zu
    warnen.
    Für die geistige Welt sollte eine Kirche erbaut werden, in dessen Schutzmauern Glaube und Hoffnung ausgesendet würden. Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, begaben sich zwei Druidinnen auf den Weg, ein Waldstück zu finden, das zum „Heiligen Hain“ ernannt werden könne, den es absolut zu Schützen bedürfe. Besonders, vor dem Schiffsbauer
    unsinkbarer Schiffe und Bote.
    Der Ratsinspektor, der in kleinen Kreisen Uli genannt wurde und ein viel beschäftigter Mann war, verließ die „Goldene Küste“ wieder, nachdem er sich um die Ortsnamensfindung,
    Erschließung und Aufteilung der Ländereien, Erstellung eines Wappens, Dokumentation unterschiedlichster Gründungsdokumente usw. usw., wie bereits beschrieben, ist er ein viel beschäftigter Mann, der nie schläft, gekümmert hatte.

  2. Bericht von Sighvardh Brendboe, Karl von Rentsgard, Bauer von unsinkbaren Booten:
    Es war schon dunkel als das große Schiff von der Küste der Mittellande ankam. Mit kleinen Boote wurden wir an Land gesetzt. Der Ratsinspektor entsandte zwei Späher die ein verlassenes Dorf an der Küste fanden. Dort zogen wir ein und richteten es notdürftig für die erste Nacht her. In der folgenden Zeit befestigten wir den Ort mit einer Palisade, richteten einen Bannermast mit dem Trum Banner auf, sammelten Feuerholz in der Nähe, und platzierten das Wappenbanner unserer Heimat auf dem Dorfplatz.
    Als erstes wurde ein Name für den Ort gesucht. Leider scheiterte mein Vorschlag und es wurde Drei Birken gewählt. Bei der Wahl des Wappens für diesen Ort scheiterte wieder mein Vorschlag. Die an den Flügeln gepierßten Tauben. Stattdessen wurden es drei Birkenblätter auf goldenem Grund über einer Blauen See.
    Ich konnte einige der Anwesenden mit meinem guten Band zum Herstellen von stabilen Seilstücken durch flechten animieren und kümmerte mich um die Herstellung von Brennholz.
    Als es dann schließlich an die Landvergabe durch den Expeditionskommandanten ging konnte ich den Hafenbereich vor dem Dorf sichern. Ich versprach einen Landungssteg zu bauen und dann einen Hafen. Die anderen Mitreisenden hatten zum Teils gute Ideen, was Sie in dem neuen Land anstellen wollten und bekamen ein Stück Land für Ihre Ideen.
    Zuletzt ist zu erwähnen das das Land zwar in großen Teilen verlassen ist aber eine Händlerin und zwei Piraten doch unser Dorf fanden. Bei der Händlerin erstand ich einen Langbogen und die Piraten warfen wir nach einigen Problemen in ein Gefängnishaus. Ich kam mit dem Expeditionskommandanten überein das es für die beiden am besten wären wenn sie mit mir in Ketten nach Rentsgart fahren würden und dort im Stand eines Sklaven die Arbeiten des Hauses Brendboe unterstützen würden.
    Alles in allen ein recht rentabler Ausflug, auf dem ich das meiste Kuper bei Würfeln aus den Taschen der anderen Zog und im Kräuterladen einer jungen Druidin wieder ausgab. Vater wird stolz sein.

  3. Folgende Schrift gab ich, Cuno Holzhauer, in die schreibfähigen Hände meiner Schwester Wisteria.
    Die Gischt der Rauen See peitschte mir ins Gesicht, als der Ruf „Land in Sicht!“ über das Schiff hallte. Nach einer langen Überfahrt erreichten wir endlich Neu Trum, die neuen Lande an der goldschimmernden Küste des einst von Solania besetzten Gebietes. Sighvardh erzählte während der Überfahrt Geschichten über Dämonen und Portale, welche die Solania einst vertrieben haben sollen.
    Mit Beibooten wurden wir an Land gebracht. Gemeinsam mit Expeditionskommandant Ulfried Wieden, Herrn Bötcher vom Handelshaus Böttcher, Sighvardh, Ginni, Eberhard, Wisteria, Rik, Onyx, Ricarda und den übrigen Mitgliedern der Expedition betraten wir das neue Land. Hinter der Küste entdeckte ich einen Pfad durch den Wald, welcher uns schließlich zu einem verlassenen Dorf führte, umgeben von Birken, Eichen und Äschen. Gemeinsam mit Rik erkundete ich den Ort. Die Häuser waren verfallen und die Natur hatte sich vieles zurückgeholt, doch das Dorf bot uns Schutz und eine gute Grundlage für unser Lager.
    Ulfried erklärte rasch, dass wir uns dort niederlassen würden und ernannte mich kurzerhand zum Lagerkommandanten, während Ginni das Amt des Lagerweibels erhielt. Gemeinsam machten wir das Dorf wieder bewohnbar. Auf dem alten Dorfplatz errichteten wir das große Gemeinschaftssegel, Herr Bötcher baute seinen Handelsaußenposten auf und jeder suchte sich eine Unterkunft. Rik begnügte sich mit einem alten Zelt, während Wisteria und ich ein verlassenes Haus fanden. Die Druiden Onyx und ihre Schülerin Ricarda errichteten ihr Druidenzelt am Waldrand. Ginni und Eberhard errichteten ihren Blauen Salon, dort sollte auch eine Küche entstehen.
    Schon bald zeigte sich, dass die Wälder um uns herum nicht ganz so verlassen waren, wie wir zunächst dachten. Nachts huschten seltsame Schatten zwischen den Bäumen hindurch, und auch zwei sonderbare Piratendamen sorgten später für reichlich Unruhe im Lager, bis wir sie schließlich in das alte Gefängnishaus sperrten. Dennoch verging die Zeit meist friedlich. Wir errichteten eine Palisade, sammelten Feuerholz und saßen abends gemeinsam am Feuer, während aus dem Wald die Rufe der Waldhähnchen erklangen.
    Am Ende entschieden wir uns beinahe einstimmig für einen Namen des neuen Dorfes: „Drei Birken“. Auch ein Wappen wurde bestimmt, drei Birkenblätter, dazu die goldene Küste und das Meer. Sighvardh zeigte sich allerdings schwer enttäuscht, dass sein Vorschlag einer gepiercten Taube keine Zustimmung fand.

    Eines Tages erreichte außerdem eine Händlerin unser Lager. Sie führte allerlei seltsame und interessante Waren mit sich und erzählte, sie sei durch ein Portal in diese Lande gereist. Sofort erinnerte ich mich an die Geschichten, die Sighvardh mir auf der Überfahrt erzählt hatte, und ich wurde sichtlich nervös. Die anderen beruhigten mich jedoch rasch. Die Händlerin brachte einige ihrer Waren unter die Leute im Lager, ehe sie schon bald wieder ihrer Wege zog.
    Mit der Zeit nahm das Dorf immer mehr Gestalt an. Das Trum Banner wurde errichtet und symbolisierte fortan unsere Ankunft in den neuen Landen. Herr Bötcher plante neue Wehranlagen, Rik sicherte sich Land für eine Obstplantage und Sighvardh wollte an der Küste einen Hafen bauen, um dort seine „unsinkbaren“ Boote zu fertigen. Wisteria, Onyx und Ginni planten einen Ort der Einkehr, dessen Sinn ich zwar nicht vollständig verstand, in welchem mir aber stets ein Schlafplatz zugesichert wurde.
    Auch ich fand schließlich meinen Platz. Der Expeditionskommandant bot mir das Amt des Büttels von Drei Birken an, mitsamt einem Sold von 5 Kupfer pro Tag. Dafür nahm ich sogar in Kauf, künftig Lesen und Schreiben zu lernen, um der Schriftarbeit gewachsen zu sein.
    So fand die Expedition nach mehreren Wochen ihr Ende. Einige von uns blieben zurück, um weiter am Aufbau von Drei Birken zu arbeiten, während bald neue Schiffe Vorräte, Baumaterialien und weitere Siedler bringen würden.
    Und so begann aus alten Ruinen, zwischen Birken, Lagerfeuern und den Geschichten der ersten Siedler, etwas Neues zu wachsen. Vielleicht wird man sich eines Tages nicht mehr an unsere Mühen erinnern, wohl aber an den Namen „Drei Birken“, der fortan in den neuen Landen unter dem Trum Banner Bestand haben soll.

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