Die Primi der Ceridischen Kirche

Die Liste der Primi der Ceridischen Kirche

12 n.d.E. bis 22 n.d.E. Vastus I
22 n.d.E. bis 28 n.d.E. Vastus Aurelius I
28 n.d.E. bis 30 n.d.E. Vastus II
30 n.d.E. bis 36 n.d.E. Linus Honorius I
36 n.d.E Vastus III, der 3 Monate Primus
36 n.d.E. bis 39 n.d.E. Arcavius I
39 n.d.E. bis 42 n.d.E. Taurinius I
42 n.d.E bis 46 n.d.E. Vastus Aurelius II
46 n.d.E bis 50 n.d.E. Linus Honorius II
50 n.d.E bis 53 n.d.E Vastus IV
53 n.d.E. bis 55 n.d.E. Gessius I, der Reformer
55 n.d.E. bis 61 n.d.E. Arcavius II
61 n.d.E. bis 66 n.d.E. Vastus V
66 n.d.E. bis 71 n.d.E. Gessius II
71 n.d.E. bis 74 n.d.E. Linus Honorius III
74 n.d.E. bis 77 n.d.E. Vastus VI
77 n.d.E. bis 90 n.d.E. Benedikt Canesius
seit 90 n.d.E. Pacellus

Kirchengeschichte

Die darauffolgenden 2 Jahre nach jenem denkwürdigen Tag der Erleuchtung waren eine Zeit der Wanderschaft. Die Entstehungszeit der heiligen Texte des Hilarius, das Luxarium, welches aus den Büchern „colloquium cum dei“, „iudicium dei“ und „voluntas dei“ besteht, wurde von den Jüngern des Hilarius niedergeschrieben.
Im Jahre 4 nach der Erleuchtung siedelte sich Hilarius mit seinen Jüngern in der Nähe von Escandra in einem heruntergekommenen Gutshof nahe dem Dorf Gunara an. Zwei Jahre später jedoch wurde Hilarius krank und verstarb nach einem langen Kampf gegen die unbekannte Krankheit. Das darauffolgende Jahr war eine Zeit der Trauer, der Ratlosigkeit und des Streites, ging es doch auch um die Auslegung der heiligen Texte und um die Nachfolge des Hilarius. Lucius, ein Jünger des Hilarius, scharrte einige Getreue um sich und zog in den Norden in die Baronie Dunkelstein und gründete dort das erste Kloster, den Orden der Bannkreuzer. Pretorius, ein anderer Jünger, zog mit seinen Anhängern gen Süden nach Buchenfels in Ostarien und legte dort das Gelübte der Armut ab. Sie nannten sich fortan Pretoriusaner und suchten ihr Heil in der Besitzlosigkeit und Nächstenliebe. Der ehrgeizige Jünger Cruelius blieb in Gunara und gründete den Orden der Hilariusiten. Im Jahre 12 n.d.E. (nach der Erleuchtung), nach Jahren des Schismas und Streites beschlossen die Ordensoberen ein gemeinsames Oberhaupt zu wählen, welches die Gemeinschaft der Ceriden leiten sollte. Da man sich nicht auf einen der Ordensoberen einigen konnte, erwählte man den alten Eremiten Vastus zum Patriarchen aller Ceriden und zum Primus von Heligonia.
Die darauffolgenden 4 Jahre waren eine Zeit des Gedeihens und des Wohlstandes. Die Zeit der Landschenkungen begann. König Aximistilius II, auch der Gütige genannt, gab dem Superior des Ordens der Hilariusiten, Cruelius, die Mark Gunara mit dem dazugehörigen Dorf als Lehen. Die die Baronie Dunkelstein des Herzogtums Ostarien wurde dem jungen Superior Lucius als unabhängiges Lehen gegeben.
Unaufhaltsam festigte sich die Gemeinschaft der Ceriden und wurde größer und größer.
Im Jahre 77 n.d.E. entsprang aus dem Orden der Bannkreuzer ein vierter Orden, der Orden der Templer zu Ankur.

Die Entstehung der Religion

Einstmals lebte in Heligonia ein einfacher Schriftgelehrter genannt Mentirius. Ohne Unterlaß bereiste er unter mannigfaltigen Gefahren zahlreiche ferne Länder. Etwa um das Jahr 62 vor Aximistilius III. begab es sich, dass er nach langer Abwesenheit wieder in sein Heimatland zurückkehrte. Als er den Jolborn in einem Fährboot überquerte, türmten sich plötzlich die Wassermassen auf und drohten die Fähre zu verschlingen und zogen sie schließlich in ihr nasses Grab. Trotz Aufbietung all seiner Kräfte wurde er immer tiefer in das dunkle Naß hinabgezogen.
Da sah er in der tiefen Schwärze ein Licht, und eine Stimme sprach zu ihm: „Sei ohne Furcht, denn du bist der, den ich erwählt habe, dein Geist wird sich verschmelzen mit dem meinen und dieser wird wandeln unter den Menschen und künden von meinem Sein.“ Wie von unsichtbarer Hand wurde er aus dem tiefen Schlund der Verdammnis errettet. Am Ufer sank er darnieder und dankte seinem unbekannten Retter.

Sein weiterer Weg wurde begleitet von tiefer innerer Schwermut und Einkehr. Eines Tages kam er zu einem mächtigen Felsen nahe Escandra, der sich wie ein Zeigefinger drohend gen Himmel reckte. Da hörte er wiederum eine Stimme die sprach: “Nun höre meine Worte: ziehe gen Osten und verkünde den Menschen meinen Willen.“ Da sank er ehrfurchtsvoll darnieder und streckte die Arme gen Himmel und sprach: “Wie ist dein Name oh Gebieter?“ „Ich bin der Eine, der herrscht über Himmel und Erde und nichts war vor mir und nichts wird nach mir kommen.“ Da senkte der Schriftgelehrte sein Haupt, sein Blick fiel auf seinen Schatten und er sah das Kreuz, das sein Körper bildete. Da sprach die Stimme: “Dies soll mein Zeichen sein: das Kreuz.“ Da erhob er sich und sprach mit Demut: “Ja, nun weiß ich, dass Gott denen gerne gibt, die ihn bitten. Ja, mein Gott wird mir geben, wenn ich um nichts Unrechtes bitte. Oh Herr, bekleide mich mit dem Gewand der Gerechtigkeit. Oh Herr, öffne mir deinen Weg und ich will auf dich bauen bis in alle Ewigkeit.“ Da plötzlich umgab den Schriftgelehrten ein gleißendes Licht und der Geist des Gottes drang in ihn ein. Fortan nannte er sich Hilarius. Der Tag, an dem dies geschah, wurde Tag der Erleuchtung geheißen. So zog er gen Osten und predigte die Worte seines Gottes und viele Jünger schlossen sich ihm an.

Ceridentum

OT-Info: Wichtig bitte lesen!!

Auf den folgenden Seiten wird das gedankliche Eigentum des Helicon-Teams mit dessen Einverständnis veröffentlicht. Ich bitte davon abzusehen, Texte oder Teile der Texte ohne Erlaubnis des Helicon-Teams zu veröffentlichen. Besonderer Dank geht an die Verfasser Stefan Rampp, Marc und Inès Hermann.

Es ist offensichtlich, daß das Ceridentum ein entfremdetes Christentum ist. Dies ist keine Schwachstelle in irgendeinem Vertuschungsversuch, sondern volle Absicht. Man soll bemerken, daß es das Christentum als Ahnen hat, jedoch soll es jederzeit mit phantastischen Elementen daran erinnern, daß es eben dies ist – Phantastik und Teil eines Spieles. Es wurde von uns zu Zwecken des Spieles übernommen und soll nichts anderes sein, keine Anleitung zu sektenartigem Glauben, keine Beleidigung der realen Religion. Es ist unsere Überzeugung, daß es an dieser Publikation aus obigen Gründen nichts zu vertuschen, zu leugnen oder zu schönigen gibt, da ihr außer der spielerischen Verwendung und Erzeugung einer Atmosphäre keine anderen Absichten zu Grunde liegen.
Wir bitten die Leser, diese Publikation auf solche Weise aufzufassen und zu behandeln.

Zusätzlich zum heligonischen Schriftenkanon existieren einige in Trum verfasste Apokryphen.

Auf dem Weg nach Trum (Closed Juni 2016)

Der Rückweg durch Eden Amar war beschwerlich und nach vielen Tagen Fußmarsch kam die ExpeditionsTruppe um den Baron von Siebenhöfen endlichen in der Hafenstadt an aus der ein Schiff in die Heimat abfahren sollte.

Bevor Tauron sich an Bord des Schiffes besgeben kann spricht ihn ein Mann an:
Seid ihr Tauron von der Mauerwache in Siebenhöfen und bekannt mit Olé Starkarm?
Argwönisch mustert Tauron diesen Mann und antwortet:
Das ist wohl richtig. Doch wer seid Ihr und was soll die Frage? Ich bin eingentlich nur Müde also sprecht schnell.
„Frohkund ist mein Name und Bote eines Notarius aus Eden Amar bin ich und froh Euch noch hier anzutreffen auf das mir eine weitere Reise erspart bleiben möge.
Gut, da ihr angebt Tauron seid und auch der mir vorliegenden Beschreibung von Olé Starkarm entsprecht habe ich ein Schriftstück von Olé für Euch, er hat es bei uns hinterlassen.
Falls ihr nicht des Lesens mächtig seit werde ich es Euch gerne vortragen. Nehmt ihr den Brief an, denn ich bin verpflichtet eine Antwort weiterzuleiten!?“
Der Argwohn wandelt sich in Überraschung.
Natürlich kann ich lesen. Aber verzeiht, ich bin weit gelaufen.
Wäret Ihr so freundlich mir vorzulesen?
Tauron geht zu einen Stapel Kisten etwas abseits des Trubel und des Hafenlärms, setzt sich und bedeutet dem Herrn Frohkund ebenfalls Platz zu nehmen.
So lasst denn schon hören was der Starkarm von mir will.
Frohkund dankt Tauron mit einem Lächeln und nimmt neben ihm auf den Kisten Platz; er räuspert sich öffnet den versiegelten Brief vor Taurons Augen und fängt an zu lesen:


Tauron mein Waffenbruder und Freund

Wenn du dieses Schreiben in den Händen hältst bedeutet es, dass ich meine letzte Reise angetreten habe. Mein letzter Wunsch an dich sei hiermit kundgetan:
Überbringe den Brief, den der Bote dir aushändigen wird  zusammen mit meinem treuen Hammer, sofern du ihn bergen konntest an meine Mutter in Eisenstadt am Eisenberg und es soll dein Schaden nicht sein.
Ich hoffe doch sehr, dass du dafür Sorge tragen kannst, dass ich meinen Frieden in meiner Heimaterde am Eisenberg finden kann.

Dein Waffenbruder Olé

Der Bote blickt Tauron fragend an und dem fällt jetzt auch auf, dass die Botentasche immernoch prall gefüllt ist.

Die Gedanken schweifen ab zu der Zeit als Ole und Tauron noch gemeinsam auf der Mauer Siebenhöfen die Wache hielten. An die guten Wetten und Kämpfe in der Blutgrube. Das alles war so lange her.
Fest richtet Tauron seinen Blick auf den Boten und spricht:

In Ordnung. Ich werde den Weibel Ekarius um Urlaub vom
Mauerdienst bitten um Ole nach Hause zu bringen. Ich
denke das der Baron als guter Ceride nichts dagegen haben
wird.
Tauron spuckt auf den Boden.
Also. Was genau willst du mir geben das ich nach
Eisenstadt bringen soll?

 

Der Bote schaut Tauron lange und nachdenklich an und die Stille zieht sich in die Länge als er schließlich spricht:
Dies ist ein Päckchen welches ihr nebst seinem Hammer zu den Eisenbergen bringen sollte. Für die Reise dorthin und da ihr vielleicht ein wenig Überredungskunst bei eurem Weibel braucht hat Ole auch noch dies für Euch – er drückt Ole das versiegelte Päckchen nebst einem gefüllten Geldbeutel in die Hand. Ihr müsst nur noch den Empfang der Briefe und Aufzeichnungen sowie der 20 Silberlinge quittieren – bitte hier…
Der Bote übereicht Tauron ein Pergament mit einer Feder von welcher die Tusche tropft.
Seit versichert es soll Euer Schaden nicht sein wenn ihr all dies unversehrt und ungeöffnet zu Oles Familie zu den Eisenbergen bringt und dort persönlich seiner Mutter übergebt!

Tauron nimmt die Feder  und unterzeichent das Papier mit seinem Namen. Wärendessen schweifen seine Gedanken ab. 20 Silderstücke! So reich war er noch nie gewesen. Und der Hammer. Nun er war gebraucht aber würde auch noch einiges bringen.
So guter Mann. Ich werde also die Sachen der guten Mutter Ole’s übergeben wie es sein letzter Wunsch wohl war. Ich danke euch das Ihr mir die Sachen übergeben habt. Ole war immer ein treuer Diener in der Mauerwache und ein guter Freun am Krug in der Taverne. Vielleicht hätte er de öfteren mal in der Blutgrube wetten sollen dann hätte er seiner Mutter mehr als die 20 Silber hinterlassen. Aber seis drum. Gehabt euch wohl und sicher.
Tauron nimmt den Beutel und den Hammer an sich, schaut dem Boten nochmal in die Augen, nickt und wendet sich um.
Mit jedem Schritt in Richtung Schiff, in Richtung trum fühlt er sich Freier und Glücklicher. Als dann endlich die Segel gesetzt wewrden und das das Schiff Eden Amars ufer verlässt, kann er sich ein Grinsen nicht verkneifen. Es geht nach Hause. Und was er in Amaris nicht verdient hat würde er nun auf andere Weise bekommen.

Der Wind frischt auf und bläst nach einiger Zeit kräftig in die Segel. Es wird nicht lang dauern bis der Heimathafen in Siebenhöfen erreicht ist und dort das ist schon sicher sollte alles anders kommen als geplant…..

Warum habe ich mich nur von meiner Sippe überreden lassen die Reise zu diesen Inseln anzutreten und dazu noch auf dem Wasser, dachte Torgal Donnerschlag, das ziemt sich nicht für einen Zwerg! Nun ja ich sollte mehr an die Rätsel denken, die es zu lösen galt und das Schaukeln und Schwanken dieses abgetakelten Kahn einfach ignorieren.  Eisenberg diese Wort galt es sich einzuhämmern – dort würde er mehr erfahren. Würden sich die Gerüchte um eine verschollene Zwergenstadt als wahr erweisen gab es einiges zu klären…
Doch genug der Tagträumereien schalt er sich und blickte sich aufmerksam um. Sein Blick schweifte über das Deck und entdeckte – Feuer und Asche – ist das ein Zwergenhammer!?
Was bei der Esse macht dieses Menschlein mit einem Zwergenhammer – ruhig Torgal ruhig – denk an deinen Auftrag und nimm die Finger von der Axt vielleicht nur eine weitere diebische Elster, der er an Land mal die Feder stutzen würde!
Doch halt, was sind das für 3 komische Gestalten, sie scheinen sich auch für das hagere Bürschlein zu interessieren und dem Anschein nach waren die Interessen nicht gerade freundlicher Natur.
Ach schmunzelte Torgal ein weiteres Rätsel, welches mich von der ewigen Schaukelei ablenkt – wie meinte Oheim Siegwart noch; Zwerg, schmiede den Stahl solange er willig ist!
Den bewegenden schmierigen Boden ignorierend überwand er mit einigen Mühen den Abstand und stellte sich in achtbarer Entfernung neben den Hänfling auf – er hatte sich nicht getäuscht, irgendwas hatten diese 3 schmierigen Gesellen mit seiner Elster vor, so betont unauffällig wie sie sich gerade trennten. Nun ja, vielleicht kommt meine Axt ja doch noch zum Einsatz – und obwohl ihm bei dem Gedanken auf diesem schwankenden Gefährt ein paar Scheitel neu zu ziehen nicht ganz wohl war, musste er dennoch schmunzeln.
„Sagt guter Mann wie lange wird die Reise nach Siebenhöfen auf diesem Äppelkahn denn noch dauern?“