Ein Einsatz für Trumbewohner – Jockels Rettung

Es begab sich an einem schönen Frühlingstag auf der Böttcherschen Expedition in das Land Voudh, das die fleißigen Bewohner des Handelslagers von einem bekannten Gesicht aufgesucht wurden.


Skopie der in der örtlichen Taverne arbeitete, kam mit einer Bitte und Geschichte. Sein Bekannter Jockel der ebenfalls Tavernen Wirt war, wurde nun schon seit über einem Jahr unschuldig von den nordischen Eulenkriegern um den Jarl Halfdan und seinen Sohn Tjelwar außerhalb seiner trumschen Heimat gefangen gehalten. Skopie richtete also die Bitte an den Lagerkommandanten der Böttcherschen Expedition, Herrn Friedbold Borantel, den Herrn Jockel zu befreien da die Eulenkrieger mannstark im gleichen Lager wie die Trumler hausten.

Nun wurde viel nachgedacht, wie wohl solch ein Unterfangen gelingen wollen würde. Ideen kamen auf den Tisch und wurde wieder verworfen. Schließlich kam Sighvardh der Einfall, dass ein Beherrschungszauber helfen müsste. Und siehe da, der Herr Lagerkommandant Borantel war ein solcher Beherrschungszauberer und er schuldete Sighvardh noch einen Gefallen. Also machte er sich daran, zwei Flüche zu weben, die mit einem Bannwort geschützt und durch das freiwillig gegebene Blut von Grimjärgil und Sighvardh verstärkt wurden. In den folgenden Stunden waren die beiden Nordleute beschäftigt die Eulenkrieger zu beobachten und kennenzulernen, weil sie nun einen von Ihnen allein erwischen mussten. Als sich einer der Eulenkrieger dann noch als der Sohn des Jarls herausstellte, war klar: dieser musste verflucht werden. Und dann kam die Chance. Tjelwar, Sohn von Halfdan saß allein in der Taverne ohne Getränk. Grimjärgil setzte sich entschlossen zu Ihm und bot von seinem verfluchten Krug an zu trinken. Plötzlich betraten zwei weiter Mannen von Jarl Halfdan die Taverne. Sighvardh stellte sich vor die Bank auf der Tjelwar und Grimjärgil saßen und verwickelte die beiden in ein Gespräch. Auf der Bank sitzend sprach Grimjärgil das Bannwort zu Tjelwar und machte diesen für einen Wunsch empfänglich. Als dann dieser Wunsch zu Tjelwar gesprochen war verließen Grimjärgil und Sighvardh die Taverne und verabschiedeten sich zum Abort. Zurück blieb ein verwirrt blickenden Tjelwar in der Taverne.

Einige Zeit später stand der Herr Tjelwar vor dem Lager der Böttcherschen Expedition und wurde herein gebeten. Er berichtete, dass er unbedingt den Jarl überzeugen wollte, dass ein Gefangener freigelassen werden sollte und spontan sammelte Sighvardh bei den anwesenden Trumler einige Kupferstücke ein um die Überfahrt nach Trum zu bezahlen.

Viele Tage nachdem die Böttcherschen Expedition schon längst wieder in der Heimat angekommen war und niemand mehr an das Land Voudh dachte, kam ein Schiff im Hafen von Horne an.

Leute stiegen ein und aus und ein geschunden aussehender Reisender schlurfte langsam von Bord, sank zusammen auf die Knie und küsste die Pflastersteine der Hafenstraße. Jockel war wieder Zuhause.

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