„Ich will deine Frage mit einem Gleichnis beantworten.“ Fürchtegott Hofers Worte klangen bedacht, nachdem er den Bengel mit einer erzieherischen Ohrfeige versehen hatte. Gemächlich schritt er um das Pult und warf einen Blick durch das Fenster der Domschule als suche er dort den Rat des Eynen. Gebannt oder verängstigt, da wird es individuelle Unterschiede gegeben haben, schauten die Schüler gar nicht aus dem Fenster, sondern zu ihrem Lehrer, der Aushilfsweise für Bruder Decius unterrichtete und dies gründlich und tatkräftig verstand.
Eine ceridische Lektion in Magie weiterlesenSchlagwort-Archive: Kirche
Neues Land, alter Streit
„Das kommt gar nicht in den Wollbeutel!“ Nur schwer konnte der Ritter des Sonnenordens seine innere Flamme zügeln. Es klimperte und rasselte sein Kettenhemd vor Zorn. Die ceridische Kongregation klimperte nicht, stand in Erregung aber nichts nach.
Neues Land, alter Streit weiterlesenSteinmännchen

Seit einiger Zeit – und diese ist nicht lange her – da begrüßen zwischen Gergonsmund und Battania und inzwischenzeitlich auch um Wilgau an Wegkreuzungen kleine „Steinmännchen“ die fahrenden und wandernden Leute, einfache aufgetürmte Wegsteine mit unbekannter Herkunft. Man sagt, Reisende aus fernen Ländern hätten diesen Brauch nach Trum gebracht. Pilger eines fernen, in Trum und den Mittellanden völlig unbekannten Pantheons. Sie sollen einem Reise- und Handelsgott huldigen. Und ein jeder, der so ein Steinmännchen sähe, der sei aufgerufen, einen Stein dazuzulegen, auf das seine Route ihn sicher trage.
Steinmännchen weiterlesenGeschäfte, Geschäfte und eine Locke
Gründlich sortierte Jakub Pfefferpfennig die Briefe. Das Jahrestreffen des Handelshauses Böttcher stand bevor und es gab noch viel zu tun. Er stand noch nicht lange in Böttchers Diensten und hatte nicht weniger als den kometenhaften Aufstieg des Handelshauses durch seine selbst entwickelte Aufstiegsformel versprochen. Noch lag der Komet am Boden, noch war die Bezahlung schlecht.
Geschäfte, Geschäfte und eine Locke weiterlesenDer Erdformenstreit
Werter Bruder Dezius, dem Eynen sei Dank, ist dieser unsägliche Disput nun, da ich diese Zeilen schreibe, beendet. Was war das für eine unruhige Zeit.
Wie Dir bekannt, beorderte man mich wegen meiner fernländischen Reiseerfahrungen zu einem inquisitorischen Treffen aus Vertretern unserer heiligen Mutter Kirche und der Expeditionssozietät. Es ging um die Frage der Form unserer Erde.
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