Vielleicht für die eine oder andere Inspiration. In diesen beiden Videos wird der Frage nachgegangen, warum sich Religion und Magie in der Fantasy so fiktional anfühlen. Letztlich, weil beides weit von der historischen Realität entfernt sind. Laut Autor fehlen oft die historischen Kernmerkmale. So war beispielsweise Magie Teil des Alltags und Religionen waren sehr uneinheitlich und zersplittert.
Die meisten fiktiven Religionen konzentrieren beispielsweise sich auf Mythos, Moral und Texte und vernachlässigen nach Ansicht des Autors die religiösen Kernmerkmale Synkretismus, Rituale, materielle Symbole und das religiöse Alltagsleben abseits der Kirchen. Das Geheimnis authentischer Religionsdarstellung zeige sich in inoffiziellen, improvisierten und persönlichen Wegen der Charaktere, ihren Glauben auszuleben.
Mir begegnen im Larp auch Religionen bei nichtklerikalen Charakteren vornehmlich als Moral- und Magiewerkzeuge, kaum aber als Strukturgeber für den Alltag.
Die Ursprünge moderner Magiefiktion führt der Autor nicht auf Pen & Paper Regelwerke zurück, sondern auf einen linguistischen Irrtum in einer anthropologische Publikation über polynesisches Managlauben. Die führte zur Vorstellung einer magischen Energie. Vorher war Magie in den Köpfen der Menschen Beziehungsbezogen: Magie sei die Vorstellung, dass Beziehungen zwischen Menschen, Vorfahren, Geistern und Gottheiten bestimmte Kräfte freisetzen. Die Vorstellung von Magie als persönliche Fähigkeit sei früheren Epochen weitestgehend fremd gewesen.