Diebe

Diebe

Frido Flinkhand (NSC)
—Dieb in Gergonsmund
—Es will in die Diebesgilde in den
Zünfteverein aufnehmen lassen

Kurit (NSC)
—-Ein Dieb der auf Soodemunt lebt.

Julius Tarundan (NSC)
—-Adelssohn und Anführer einer Diebsbande

Denkon Voller (NSC)
—-Verstoßener Seemann und Dieb auf Towen

Belag Rent (NSC)
—Wilder Mann aus Soodemunt.

Piraten und Seefahrer

Piraten und Seefahrer:

-Kapitän Gerlund Dorn (NSC)
—-Oberhaupt des Dorn Piraten Klans
—-aus Friedburg in Wieden

– Kapitän Relderan Ruun (NSC)
—-Oberhaupt des Ruun Piraten Klans
—- aus Champa in Werant

-Kapitän Sven Aalenborg (NSC)
—-Oberhaupt des Aalenborg Piraten Klans
—-aus Helmwordeshaven

-Kapitänin Amaria Zeleri (SC)
—-Oberhaupt des Zeleri Piraten Klans
—-aus Vergonia

-Steuermann Ruben Zeleri (SC)
—-aus dem Zeleri Piraten Klans

-Aurelia Flinderbuiter (SC)
—-freie Seefahrerin

-Arion von Himmelsbruch (NSC)
—–Kapitän der Friedland aus Towen

-Soren Beilwerfer (NSC)
—–Kapitän der Marland aus Towen

-Marius von der Düne (NSC)
—–Kapitän der Caspin aus Towen

– Albert Segeltuch (NSC)
—–Kapitän der Davion aus Towen

-Matts Einauge (NSC)
—–Kapitän der Arion aus Towen

-Alfons Weißbart (NSC)
—–Kapitän der Aurora aus Towen

-Arno Silberlocke (NSC)
—–Kapitän der Aventura aus Towen

-Ulf Halgardsson (NSC)
—-Kapitän der Stolt Havsorm aus Sognefjord

-Egon Blutbacke (NSC)
—-Kapitän der Hemlighets Jägare aus Sognefjord

-Siegbert Eisenplanke (NSC)
—-Kapitän der Schnellwasser aus Arnistadt

-Egon Krakentöter (NSC)
—-Kapitän der Sturmschneider aus Arnistadt

-Olm Breitbogen (NSC)
—-Kapitän der Fester Brecher aus Stareven

-Knut Doppelknoten (NSC)
—-Kapitän der Butterkutter aus Stareven

-Thor Mastbrecher (NSC)
—-Kapitän der Flusskreuzer aus Wolfhag

-Calik Sturmschreier (NSC)
—-Kapitän der Liebessturm aus Wolfhag

-Ungut Nasenach (NSC)
—-Kapitän der Meeresbrise aus Helmwordeshaven

-Irma Griesgram (NSC)
—-Kapitän der Carambola aus Helmwordeshaven

-Heino Rumfass (NSC)
—-Kapitän der Fabiana aus Märgelfurt

-Mardithe Mondstaub (NSC)
—-Kapitän der Eisvogel aus Blonbruch

-Falk Wellenbrecher (NSC)
—-Kapitän der Delphina aus Blonbruch

-Wulf Wellenfang (NSC)
—-Kapitän der Eclipse aus Rinesburg

-Ingolf Goldzahn (NSC)
—-Kapitän der Goldrausch aus Rinesburg

-Familie Brendboe (SC)
—-Kapitän der zwei Drachenboote aus Rentsgart

-Antonio Salamanda (NSC)
—-Kapitän der Blauen Bonnie aus Horne

-Igor Kielschärfer (NSC)
—-Kapitän der Bunten Anja aus Horne

-Karl Hakenknecht (NSC)
—-Kapitän der Fetten Paula aus Rosto Nevilla

-Ernesto Silberfinger (NSC)
—-Kapitän der Galion aus Rosto Nevilla

-Gruno Ruderbruch (NSC)
—-Kapitän der Sanften Sieglinde aus Rosto Nevilla

-Karlo Nagelbrett (NSC)
—-Kapitän der Schlanken Fine aus Gergonsmund

-Hand Bugbraut (NSC)
—-Kapitän der leckenden Emma aus Gergonsmund

-Der Cousin von Ludwig Böttcher  (SC)
—-Kapitän der heiligen Wladislaw aus Gergonsmund

-Wildard Octeni (NSC)
—-Kapitän der Santo Diosa de la Luna aus Gergonsmund
—-wurde vom Lucretia Orden für Forschungsreisen gestiftet

-Seebert Einauge (NSC)
—-Kapitän der Albatross aus Wilgau

-Songard Eggebrecht (NSC)
—-Kapitän der Calimera aus Wilgau

-Fabio Palente (NSC)
—-Kapitän der Florentine aus Treversis

-Juan Sagratuna (NSC)
—-Kapitän der Camilla aus Treversis

-Sadul Navgalil (NSC)
—-Kapitän der Calypso aus Rigemaro

-Nadal Kalifas (NSC)
—-Kapitän der Cascata aus Rigemaro

-Marthadina Lügtenie (NSC)
—-Kapitänin der Mona aus Fortunago

-Laila Männerfurcht (NSC)
—-Kapitänin der Freches Früchtchen aus Fortunago

-Gerodstan von Goldenehr (SC)
—-Kapitän der Sonne Champas aus Flardiga

-José Ladutha (NSC)
—-Kapitän der Güte Neonis aus Flardiga

-Neill Svensson (NSC)
—-Kapitän der Stolz Furtonagos aus Flardiga

-Galan Asilaf (NSC)
—-Kapitän der Recken der Waldküste aus Flardiga

-Titus Eisberg (NSC)
—-Kapitän der Voledos Hoffnung aus Flardiga

-Jens Jensson (NSC)
—-Kapitän der Cornelia aus Voledo

-Harun Dementia (NSC)
—-Kapitän der Claudia aus Voledo

-Mattis April (NSC)
—-Kapitän der Axis aus Riederbrack

-Pan Ettone (NSC)
—-Kapitän der Esperanza aus Riederbrack

-Sameva Revrum (NSC)
—-Kapitänin der Marleen die Schnelle aus Marebrock

-Siegmar Rapier (NSC)
—-Kapitän der Geysir aus Marebrock

-Rufus Willwohl (NSC)
—-Kapitän der exotische Valeria aus Berentrup

-Ulf Mundstein (NSC)
—-Kapitän der Tasker aus Berentrup

-Orestes Karem (NSC)
—-Kapitänin der Ornata aus Esnera

-Mahmudi (NSC)
—-Kapitän der Amber aus Esnera

-Gerold Kompass (NSC)
—-Kapitän der Sternstunde aus Uhlenbruch

-Urs „der Bärtige“ Hartig (NSC)
—-Kapitän der Tamarillo aus Uhlenbruch

-Alf Schellenberg (NSC)
—-Kapitän der Variant aus Wiedenau

-Ken Steinbach (NSC)
—-Kapitän der Sphinx aus Wiedenau

-Ruwen Vierfinger (NSC)
—-Kapitän der Wassernixe aus Wiedenau

-Degenhard Schell (NSC)
—-Kapitän der Zenia aus Waldau

-Wolfgang Ohnenamen (NSC)
—-Kapitän der Wasserfloh aus Waldau

-Werner Wieden (NSC)
—-Kapitän der Leonora de Luna aus Furtenau

-Alfonso Maria Riviera (NSC)
—-Kapitän der Santo Arevino aus Furtenau

-Ruben Kamps (NSC)
—-Kapitän der Marland aus Siebenhöfen

-Wernherr Müller (NSC)
—-Kapitän der Friedland aus Siebenhöfen

-Götz „Triptrap“ von Bärhegen (NSC)
—-Kapitän der Stolz von Wieden aus Siebenhöfen

-Leonard Schaumkrone (NSC)
—-Kapitän der Bora-Bora aus Theotmalli

-Bambi “ Die Frivole“ Vandal (NSC)
—-Kapitän der Mira aus Theotmalli

-Antonio Salamanda (NSC)
—-Kapitän der Schwarzen Anna aus Theotmalli

-Unbekannt (NSC)
—-Kapitän der Duke of Castello aus Theotmalli

-Giselbert Tau (NSC)
—-Kapitän der Frischen Brise aus Theotmalli

-Norbert Gischt (NSC)
—-Kapitän der Ajax aus Felswert

-Sven Sorensson (NSC)
—-Kapitän der Sirena aus Felswert

-Olga Keip (NSC)
—-Kapitänin der Smite aus Legia

-Peer Mulligan (NSC)
—-Kapitän der Seek aus Legia

-Flachs Fischernetz (NSC)
—-Kapitän der Venga aus Vergonia

-Erik Rotbart (NSC)
—-Kapitän der Schnelles Treibholz aus Vergonia

Bund tragen

Baustelle Chris H

Der gut angezogene Bürger aus Trum stellt seinen Stand dar indem er um den bauch einen Bund trägt.

Herzensdinge auf Trum – (Closed Feb.02.2019)

Brief 1

Es tut mir leid…
Ich bekomme kaum Luft wenn ich diese Zeilen schreibe, mir liegt das, was ich dir angetan habe, wie ein Stein auf meinem Herzen.
Ich spüre deine Wut und wenn ich ehrlich bin, ich bin dir gegenüber total hilflos.
Ich weiß nicht genau, wie ich diese Vorkommnisse, die sich zwischen uns drängen beseitigen kann.
Doch ich muss gestehen…
Du warst vom ersten Blick an etwas Besonderes für mich.
Ich habe mich sofort in deiner Nahe wohl gefühlt, obwohl wir uns kaum kannten.
Es hat sich einfach so angefühlt, als ob wir uns schon ewig kennen würden.

Ein verliebter Bewunderer

 

Anka starrt auf diese Zeilen. Der Brief hat sie heute gerade zu der Zeit erreicht, als die Sonne die Felder umher golden färbte und alles in ein warmes Licht tauchte. Von wem war dieses Schriftstück gesandt worden?

„Wut“? „hilflos“? „Stein auf meinem Herzen“? Sie überlegt fieberhaft, wem sie solche Schuld aufgeladen haben mochte.
„Etwas Besonderes“? „Verliebt“? Ein Lächeln fliegt über ihr Gesicht und sie denkt an Wurschtls Weissagung. Ist dies der Anfang?

Sie faltet den Brief sorgfältig und legt ihn in ihre Schatulle. Nachdenklich verlässt sie ihr Zimmer, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages einzufangen.

 

Brief 2

Liebe Anka,
eine geheimnisvolle Fügung des Schicksals hat mein Herz verschwinden lassen. Und ich hoffe es ist in Deiner Tasche gelandet.
Doch ich schreibe Dir diese Zeilen nicht, um es zurückzufordern. Genau genommen wäre es mir lieber, Du würdest es behalten.
Denn ohne Dich wüsste ich nicht mehr, was damit anzufangen wäre.
Es ist, als ob meine Gefühle verrückt spielen, seitdem mir klar wurde, was ich für Dich empfinde. Ständig denke ich an Dich.
Ich kann nicht mehr aufhören zu überlegen, wie ich es Dir am besten sagen soll.
Dennoch traue ich mich nicht, dir unter die Augen zu treten, weshalb ich dir diesen Brief schreibe, in der Hofnnung dass er dich und dein Herz erreicht.

Dein Bewunderer

 

Die Botin Hannah hält Anka in der Taverne zum verfluchten Krug auf und drückt ihr dieses Schreiben in die Hand. Aufgeregt liest sie es gemeinsam mit ihren Freunden im Kerzenschein und gemeinsam überlegen sie weiter fieberhaft, um wen es sich hier handeln könnte.

 

Anka kommt trotz der Hilfe ihrer Freunde jedoch keinen Schritt weiter: Freya hatte die Götter befragt und ihr Herzensrunen gelegt, bei denen ein Z und H gezeigt wurden. Elder vermnutete einen besoffenen Gast, der die Taverne beschmutzt haben könnte, Krähe zeigt auf sich und wieder nicht, Henna sagte kein Wort und Herr Amateras bezweifelte die Aufrichtigkeit des Schreibers, wegen des verschenkten Herzens. Der kennt wohl nicht das Stilelement der metapher, wie Anka es in der Kunstakademie gelernt hatte…

Sie verabredet sich mit Freya, ein weiteres Mal die Götter zu befragen, da trudelt ein neuer Brief bei ihr ein:

Brief 3

Liebste Anka,
mit diesem Brief möchte ich dir etwas näher kommen, mir fällt es jedoch schwer meine Gefühle für dich in Worte zu fassen.
Deshalb schreibe ich mein Empfinden für dich einfach auf.
Du sollst wissen, dass Du meine große Liebe bist und ich für immer mit Dir zusammenbleiben möchte. Ich hoffe auf eine gemeinsame Zukunft mit Dir und möchte unsere bereits verbrachten Tage zusammen nicht vermissen. Ich liebe Dich und ich bin dem Schicksal dankbar dafür, dass es uns miteinander verbunden hat.

Ich hoffe wir sehen uns bald gesund und munter wieder.

“Der Morgen bringe mir Worte deiner Güte,
denn ich setze mein Vertrauen auf dich.
Zeig mir den Weg, den ich gehen soll,
denn auf dich richte ich meinen Sinn!“

Sagte ein gemeinsamer Bekannter von uns beiden vor wenigen Tagen.

Falls du mir auf diesen oder die letzten Briefe antworten möchtest, suche in den alten Blümenfeldern vor Siebenhöfen die kleine Sonnenuhr am Brunnen auf.
An ihrem Sockel befindet sich ein loser Stein, versteck dort deine Nachricht und ich werde dir antworten.
Und bis dahin: Lach etwas mehr, verbreite deine Glückseligkeit und mach dir keine Sorgen.

Dein Bewunderer

Aufgeregt liest Anka diese Zeilen wieder und wieder. „Große Liebe“? „Für immer zusammenbleiben“? „Gemeinsamer Bekannter“? Sie runzelt ihre Stirn, ob ihres klopfenden Herzens. Das muss ja nun doch jemand sein, den sie näher kennt und mit dem sie öfter unterwegs war. Und die Tatsache, dass sie ein Antwortschreiben bei Siebenhöfen platzieren könnte grenzt den Kreis schon sehr ein.

Der Spruch von dem Bekannten kommt ihr irgendwie bekannt vor, doch ihr will nicht einfallen, wo sie so etwas schon einmal gehört haben mochte. Also bleibt es weiterhin dabei zu Rätseln. Wer weiß, vielleicht würde sie ihm nun wirklich antworten und in dem Schreiben fragen, wer er ist. Doch auf der anderen Seite ist ja schon spannend, nicht zu wissen, wer hier ein Auge auf sie geworfen hatte.

 

Nachdem das Ritual mit ihrer Freundin Freya nicht durchgeführt werden konnte, tappt Anka weiterhin im Dunkeln. Doch eine gute Fügung wollte es, dass Anka die Möglichkeit hat in der nächsten Zeit in Siebenhöfen zu wohnen, wo sich auch der „Briefkasten“ für die Liebespost befindet. So kann sie bald auf den letzten Brief antworten und vielleicht läuft sie ihrem Verehrer dort ja über den Weg.

 

Einige Tage wohnt Anka nun schon in Siebenhöfen im Hause der Strindbergs und Henna hat alles mögliche getan, ihr bei den Vorbereitungen der Taverne zu helfen, so dass sie diesen tag endlich Zeit und Muße findet, das erste Mal auf einen Brief zu antworten.

Verehrter Unbekannter,

Ich erhielt nun schon so einige Eurer wohlgemeinten Zeilen. Ich danke Euch! Sie berühren mein Herz. Doch wüsste ich nur allzu gern, wer diese Feder hielt, aus der sie entsprungen sind. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll, dass ihr wisst, wer und wo ich bin und ich über Euch jedoch nicht das mindeste. Ihr seht bereits so viel in mir – in uns! Und ich weiß doch immernoch nicht, wer sich hinter den Briefen verbirgt. Habt Mut: Bitte gebt mir einen Hinweis, so dass ich weiß, wem ich mein Herz öffnen soll.

Ich werde in der nächsten Zeit wohl in Siebenhöfen verbleiben und arbeite gerade hart an einer ganz besonderen Zukunft für mein Leben. Aber vielleicht wisst Ihr das auch schon? 

In der Hoffnung, bald von Euch zu hören,

Anka

Sie versiegelt den Brief sorgfältig und steckt ihn in ihre Tasche. Dann macht sie sich auf den Weg, hinaus aus der Stadt. Die Blumenfelder sehen kalt aus, doch die Wintersonne scheint hell auf den Weg. Es ist kalt, die klare Luft erfrischt jeden Geist. Anka schreitet weit aus und genießt die Kühle, die sanft ihr Gesicht streichelt. Ihre Wangen röten sich bei dem Marsch.

Schnell hat sie den Brunnen mit der Sonnenuhr erreicht. Es ist ein heimeliges Plätzchen, das im Sommer sicherlich mit einem schweren Duft von tausenden Blüten erfüllt ist. Sie bleibt stehen, um Atem zu schöpfen. Dann schaut sie sich um – Es ist niemand zu sehen. Sie geht zum Brunnen und sucht nach dem losen Stein…

Als sie ihn gefunden hat greift sie in ihre Tasche, um den Brief herauszuholen, doch während sie ihn in das Versteck legen will bemerkt sie, dass das Fach schon belegt ist. Verwundert greift sie hinein und entnimmt ein kleines, schweres Kuvert. Darauf steht ihr Name. Sie schaut sich noch einmal um, doch scheint sie immer noch allein zu sein.

Nachdem sie ihren eigenen Brief in das Versteck gelegt hat, verschließt sie es sorgfältig mit dem Stein und macht sich auf den Heimweg, das kleine Geschenk mit ihrem Namen klimpert leise in ihrer Tasche.

Im Hause Strindbergs angelangt, trifft sie Mutter Strindberg im Flur. Diese bemerkt das seltsame Leuchten, das von Anka ausgeht und fragt sie nach dem Grund. Anka schmunzelt und erzählt ihr bei einer heißen Tasse Apfelpunsch von den Briefen, die sie erhalten hat und dass sie immernoch nicht weiß, aus wessen Feder sie entsprungen sind und sie sich mittlerweile leicht beobachtet vorkommt. Mutter Strindberg klopft ihr auf die Hand, schaut sie an und sagt: „Mach dir mal keine Sorgen, mein Kind. Es kommt alles, wie es kommen soll. Der Eine wacht über unsere Schritte und er lässt es sicher nicht zu, dass dir etwas passiert, was nicht sein soll.“ Etwas beruhigter und wieder aufgewärmt geht Anka schließlich in ihre Kammer und öffnet dort den Brief.

Eine kleine, feine Kette mit drei schönen, goldenen Plakettenanhängern fällt ihr in die Hand. Das hatte also in ihrer Tasche stets geklimpert. Auf den Anhängern sind kleine Tiere abgebildet. Die Kette zeigt einen gewissen Geschmack und Anka findet, dass der Schenker genau den ihren getroffen hat.

Sie hat noch nie ein Geschenk bekommen! Und dann auch noch solch ein hübsches! Sofort springt sie auf und legt sie sich vor dem Spiegel um.Stolz dreht sie sie sich immer wieder hin und her, um sich von allen Seiten zu betrachten.

Erst wenig später setzt sie sich erneut auf den Stuhl, um den beiliegenden Brief zu lesen:

 

Brief 4

Liebste Anka,

da sich das 35. Jahr des Rates langsam dem Ende neigt und es in manchen Regionen Sitte ist, sich kleine Geschenke zu machen, lege ich diesem Schreiben etwas für dich bei.

Ich hoffe es gefällt dir.

Da du dich bestimmt immer noch fragst, wer dir diese Briefe schreibt, möchte ich dir wieder einen kleinen Hinweis geben…:  Halte deine Augen in Theotmund nach hölzernen Farnblättern offen. Wenn du hinter ihr Geheimnis kommst, könnte es dir bei deiner Suche möglicherweise helfen….

Glaube und vertraue deinem Herzen und nicht dem, was einige Menschen dir einreden wollen. Nur weil ihr Geist nicht in der Lage ist groß zu denken, musst du nicht dein Leben klein halten. Vertraue dir selbst und glaube an dich.

Ich bewundere dich jedesmal aufs Neue, wie du mit deiner Überzeugung neue Freunde und Unterstützer findest.

Lass dich nicht aufhalten, dein Tag wird kommen!

Und bis dahin, lach etwas mehr, verbreite deine Glückseligkeit und mach dir keine Sorgen.

Dein Bewunderer

 

Mit einem schlechten Gewissen legt Anka das Schreiben in ihr kleines Kästchen. Es ist hier Sitte sich etwas zu schenken und sie hatte nur ihren schnöden Brief im Brunnen versteckt… Sollte sie morgen noch einmal hin und dort auch etwas für den bewunderer hinterlegen? Andererseits kannte sie ihn immernoch nicht und sie müsste sich morgen schon sehr früh auf die Reise machen müssen, damit sie pünktlich nach Theotmund käme. Henna wäre sicherlich nicht erfreut, wenn er auf sie warten müsste.

Hölzerne Farnblätter? Das jedoch machte ihr ein wenig Angst. Denn von hölzernen Pflanzen hörte man in der Regel nichts gutes. Zumeist sind sie magisch und sie erinnerte sich noch sehr genau an die hölzerne Blume in Dahle, die eine schwarze Perle innehielt. War der Verhrer womöglich ein Kultist der weißen Schlange? Oder war es Arndt Mutbrecht? Das glaubte sie allerdings kaum. Denn der hatte bei ihrem ersten und einzigen zusammenstoß in Soodemunt kaum drei Worte mit ihr gewechselt. Außerdem kam der aus dem eisigen Norden Hardemunts.

Dennoch… sie wusste mit der Information nicht viel anzufangen. Da der Verehrer wahrscheinlich aus Siebenhöfen kam, wieso sollte sie in Theotmund nach Pflanzen suchen? Sie seufzt. Das entwickelt sich aber als etwas schwieriges Unterfangen. Sie würde mit Freya und Elder darüber sprechen, wenn sie sie in Theotmund antraf.

Und auch der letzte Teil des Briefes lässt sie stirnrunzeln. Spielte er auf eine Situation an, in der Jemand an ihr gezweifelt hatte? Gab es gar Gegner, die ihr die Taverne neideten? Unsicher überlegt sie, wen er meinen könnte mit der Bemerkung des Kleingeistes, als sie plötzlich Henna nach ihr rufen hört. Er will wohl bereits die Kutsche beladen lassen, so dass sie im Morgengrauen aufbrechen können. „Ich komme!“ ruft sie und tritt aus der Kammer hinaus in den Flur.

——

Lange war es nun ruhig geblieben rund um Ankas Herz. Das lag aber daran, dass es um sie herum alles andere als ruhig geblieben war.
Die Reise mit Henna nach Theotmund erwies sich als chaotisch. Sie trafen dort auf Krieg und Anka war mit ihren Nerven so am Ende, dass sie mitten in der Nacht kopflos die Taverne verließ und zum Schiff hinunter rannte. Auch die nächsten Tage war sie nicht dazu zu bewegen aus der Kajüte hinaus zu treten. An Liebe, Herzen und Farnblätter war also gar nicht zu denken gewesen.

Wenige Tage später trifft Anka in Gergonsmund ein und die Wege trennen sie von ihren Freunden. Sie hatte auch mit Freya und Elder nicht reden können und Henna war merkwürdig still gewesen.
Und hier, in Gergonsmund dreht sich Ankas Kopf um die Zukunft.

Anka geht durch die bunten Straßen dieser schönen Stadt und eilt sich. Sie will sich mit dem Böttcher treffen, um eine Taverne zu besichtigen. Nur selten hat sie gerade die Muße an ihren Bewunderer zu denken. Siebenhöfen ist gerade sehr weit weg. Doch erst gestern hörte sie von einem furchtbaren Anschlag auf die Stadt der Gelbröcke. Zig Menschen sollen bei einem Angriff ums Leben gekommen sein!
Anka denkt mit klopfendem Herzen an ihre Freunde, Henna, Elder und Ekarius, die zur Zeit alle in Siebenhöfen weilen. Sie macht sich große Sorgen und schreibt Henna einen Brief, in der Hoffnung, dass er ihr bald antwortet. Sie ist sich irgendwie sicher, dass er der richtige Addressat für den Brief ist… Dann eilt sie weiter zum Treffpunkt mit dem reichen Kaufmann.

Erst viele Tage später hält sie Hennas Antwort in der Hand. Sie überfliegt ihn erst und senkt erleichtert ihre Hand, die sie auf ihre Brust gelegt hat. Henna geht es gut. Und Elder anscheinend auch. Zumindest leben sie. Was ist mit Ekarius? Aber der kann schon auf sich aufpassen. Vermutlich jagte er schon die vermeintlichen Attentäter.

Sie liest den Brief ein weiteres Mal. Jetzt fallen ihr ein paar Formulierungen auf. „Liebste Anka“? Seit wann fühlte sich Henna ihr denn so nahe, dass er sie Liebste nannte? Sie muss etwas schmunzeln. Da hat er sich wohl verschrieben. „Ich wünschte, ich könnte bei dir sein.“ Vermisste er etwa ihr eigenes Chaos, das sie nur zu gern im Hause seiner Mutter veranstaltet hatte?
„Und bis dahin Lach etwas mehr, verbreite deine Glückseeligkeit und mach dir keine Sorgen.“ … Wo hatte sie das nur schon einmal gehört?

 

Den Kopf voller Träume macht Anka sich wieder auf eine Reise. Nun kann sie sich endlich Wirtin nennen.

Doch noch anderes schwirrt in ihren Gedanken herum. Während der Besichtigung hatten die beiden Wirtinnen Sefa und Elinor gesagt, dass sie die Taverne ohne ihre Männer aufgeben wollten. Es sei so viel Arbeit. Und auf die Sicherheit müsste man achten. Auch Hannah, die neue Köchin hatte Anka auf männlichen Schutz angesprochen und direkt am ersten Tag hatten sich zwei Männer als Tavernenmiliz angeboten.

Anka hatte jedoch erst einmal dankend abgewunken. Hatte sie zu vorschnell gehandelt? Und was war mit ihrem geheimen Briefeschreiber? Der kam doch aus Siebenhöfen. Ob er den Angriff heil überlebt hatte? Stand die Sonnenuhr am Brunnen noch? Würde sich nun alles in Luft auflösen?

 

Auf Theotmund angelangt sah sie ihre Freunde aus Siebenhöfen endlich wieder. Elder, Henna und auch Ekarius wirkten ziemlich angeschlagen. Nach einer kurzen Begrüßung, setzten sich alle erschöpft auf die Bank, nahe des Kamins…

Henna reicht Anka einen Brief. „Hier, den soll ich dir geben.“ Sagt er. Anka schaut ihn etwas irritiert an, wird aber sogleich von anderer Stelle wieder abgelenkt. So viele sprechen sie auf ihre Taverne an. So viele Auflagen und Regeln, die sie beachten muss. Sie steckt sich den Brief erst einmal in ihre Tasche und kommt den ganzen Abend nicht dazu, hineinzuschauen.

In einem Gespräch mit Herrn Böttcher, der an diesem Abend auch zugegen ist, stellt sich heraus, dass auch er einer Brautschau nicht abgeneigt war. Ein kurzes Geplänkel über eine mögliche Hochzeit zwischen Kaufmann und Wirtin bringt alle am Tisch zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken und Anka hat das Gefühl, dass Henna neben ihr die Luft anhält.

Die bärtige Sieglinde ist ganz vernarrt in Henna und erzählt unentwegt von seinen Heldentaten. Er scheint sich in dieser Anerkennung zu sonnen und Sieglinde berichtet auch immer wieder von gemeinsamen Nächten. Anka ist irritiert und beobachtet Henna immer wieder an diesem Abend, denn sie hat da so eine Ahnung…

Doch erst am nächsten Tag auf Schiff erinnert sie sich an die Zeilen, holt sie aus der Tasche und bricht das Siegel.

 

Brief 5

Meine liebste Anka,

 ich muss es dir nun endlich sagen.

Nach unserem letzten Treffen in Theotmund traute ich mich nicht, dich im Ungewissen und bei der Suche nach deiner neuen Schenke noch nach mir suchen zu lassen.

Doch wiederum bin ich mir nicht sicher ob ich dir als Freund oder als Verehrer gegenüber treten sollte.

Mir ist klar, dass du viel zu tun hast, denn der Herr Tannweiler möchte sicher bald seine Anteile und der Böttcher ist auch mit Vorsicht zu behandeln.

Nach diesen Sätzen fühlst du dich sicher beobachtet oder verfolgt, doch ich hoffe ich kann dich beruhigen, denn ich war fast immer in deiner Nähe, wenn etwas passierte.

Ich erinnere mich gern zurück an die Zeit in Escadon oder die langen Nächte in den Tavernen von Westfora.

Wenn du mir nicht bös bist, lass dich vom Überbringer dieser Nachricht zu einem gemütlichen Abend in Zweisamkeit einladen (((und schau ihm doch einfach einmal tief in die Augen)))

Und bis dahin lach etwas mehr, verbreite deine Glückseligkeit und mach

dir keine Sorgen. 

Vertraue deinen Entscheidungen und lass dich nicht verunsichern, denn

deine Freunde stehen hinter dir, so auch ich, egal wie du dich

entscheiden wirst.

 

Dein Bewunderer

H

 

 

 

Die Jarls-Initiation am Górmánaðr (Closed)

Mitspieler:

Karinja von Sturmfels ( Nicole)
Sighvard Brendboe (Björn S)
Aask Halfjardson  ( Nils )
Maer Hjálmarrsdotir (Ann-Christin)
Hafnar Frennjason (Peter)
Boris der Knüppel (Peter)
Bruder Lammfromm (Rene2)

Dorfbevölkerung( wer auch immer möchte)

Vorgeschichte: 

Die Familie Plagens hatte, nach einem mehr oder weniger fairen Wettstreit, Karinja von Sturmfels für würdig befunden und zur neuen Jarlin von Westflachgrund ernannt. Die Initiation der neuen Jarlin wird am Górmánaðr, dem Tag der Nebelung, vollzogen.

Zu diesem Anlass haben sich alle Oberhäupter einer jeden Familie Westflachgrunds in Rentsgard einzufinden und als Zeichen der Ehrerbietung und der Treue ihr Haupt zu beugen und den Treueeid abzulegen.

Am Górmánaðr in Rentsgart:

Der Tag neigt sich dem Ende entgegen, die Sonnenscheibe versinkt über den Weiten des Meeres und die ersten Nebelschwaden kriechen aus der Erde empor.

Das Dorf Rentsgard, erhellt von dutzenden Feuern,  befindet sich in ausgelassener Feierlaune.

Wie es Brauch ist, dauerten die Feierlichkeiten zur Ernennung der neuen Jarlin drei Tage und würden heute Nacht ihren Höhepunkt finden.

Fett gemästete Schweine drehen sich über den Feuern und Karren mit Bier waren eilig herangeschafft worden.  Im Langhaus des Dorfes sitzt Karinja, neben sich einen großen Krug Bier, auf ihrem erhöhten Stuhl, bereit für einen weiteren der vielen Bräuche. Die Entgegennahme der Treueschwüre und wenn denn nötig die erste Schlichtungssitzung.

Die junge Maer war eben erst aus Delerna auf dem Fest angekommen, hatte sie sich daheim doch noch um ihren Vater kümmern müssen. Er als Oberhaupt müsste eigentlich nun hier sein und vortreten, doch er war zu krank und zu schwach und hatte sie statt seiner nach Rentsgard schicken müssen.

Mit ihrer Laute auf dem Rücken und dem Schwert an der Seite schaut sie sich das Geschehen erst einmal vom Rand aus an und sucht in der Menge der feiernden Nordleute nach Gesichtern, die ihr bekannt vorkommen.

Es war ein weiter Weg für Karinja gewesen, auf diesem Stuhl zu sitzen. Noch vor einiger Zeit hätte sie sich niemals vorstellen können, einmal Jarlin von Westflachgrund zu sein. Solche Aufgaben hatte sie lieber Terkol, ihrem Mann, überlassen. Er war der Karl von Rentsgard. Doch nun war er fort, auf der Suche nach dem Kelch und damit nach der Unsterblichkeit. Sie hatte die führende Rolle im Dorf übernommen, aber es wurden immer mehr Stimmen nach einer neuen Karlswahl laut.

In einem Kampf wäre Karinja den anderen Anwärtern unterlegen gewesen. Deshalb musste sie alles daran setzen, ihre Macht anderweitig zu festigen. Jarlin zu werden, war daher ihre beste Option gewesen. Bei dieser Wahl kam es nicht allein auf Stärke an. Es ging darum, die Plagens auf ihre Seite zu ziehen und klug zu handeln.

Im Gegensatz zu ihr selbst, hatten die meisten Anwesenden in dieser Halle, nie einen Fuß aus Westflachgrund herausgesetzt. Sie hatten keine Ahnung, was außerhalb ihrer Dorfgemeinschaft passierte. Sie würde dafür sorgen, dass sich das änderte. Es gab soviel mehr Beute zu machen, als auf den Wegen, die direkt hier vorbei führten. Und Karinja beabsichtigte, davon einen guten Teil ab zu bekommen. Aber für die Umsetzung ihrer Pläne brauchte sie Männer und Frauen, die ihr folgten. Deshalb musste sie jetzt Stärke beweisen. Ihre erste Aufgabe würde es sein Delerna wieder hinter sich zu bringen.

Der Karl von Delerna war nicht würdig, Jarl von Westflachgrund zu sein. Er hatte davor zurückgeschreckt, alle notwendigen Mittel einzusetzen um Jarl zu werden. Seine verqueren moralischen Vorstellungen bezüglich der weißen Schlange hatten ihn den Sieg gekostet. Und bisher war er noch nicht erschienen, um seinen Treueeid zu leisten. Es würde sich zeigen, ob er so unvernünftig sein sollte, sich zu verweigern.

Von der Seite des Langhauses tritt ein großer Nordmann in die Mitte ans Feuer.  Das Murmeln der Anwesenden verstummt. Eine braune Lederkappe mit schwarzem Stirnreif schmückt sein Haupt und ein Umhang aus wild zusammengesetzten Fellen seine Schultern. Der Große Bierkrug in seiner Hand scheint leer denn er schwenkt Ihn ausgiebig hin und her während er laut zu sprechen beginnt.
Ich bin Sighvardh Brendboe. Für alle mich noch nicht kennen, ich bin der Bootsbauer!
Und heute möchte ich ….. nach einjähriger Abwesenheit aus unserem Dorfe, was mir unendlich leid tut meine liebe
Karinja   ….   kundtun  …    das ob der in der Vergangenheit bestandenen gemeinsamen Abenteuer  ….   die Familie Brendboe und alle inzwischen aus Theotmalli zurückgekehrten Mitglieder dieser Familie   …   wieder fest an der Seite derer von Sturmfels stehen egal ob Mann oder Frau.
Der große Nordmann, offenbar leicht angetrunken, fällt auf ein Knie hinunter, zieht ein kurzes Schwert und bietet es der Jarlin dar.

Karinja mustert den Bootsbauer eindringlich. Einige Reisen hat sie bereits mit diesem Mann unternommen, in zahlreichen Kämpfen standen sie Seite an Seite.

„Sighvardh, was verschlägt dich wieder zurück in die Heimat? Ich hatte angenommen, du und die deinen hätten uns den Rücken gekehrt?!  Erkläre mir, warum du nun hier kniest? Woher soll ich wissen, dass du bei der nächsten Gelegenheit Rentsgart nicht wieder verlassen wirst? Auch Terkol, deinem Karl, hattest du dich verpflichtet.“

Ein Raunen geht durch die Menge, hier und da hört man einige Bemerkungen heraus:  Der Bootsbauer…. er ist wieder da…. Hört euch unsere Jarlin an, Recht hat sie..

Der große Nordmann steht leicht wankend mit einem Ruck auf und steckt sein Schwert wieder an die Seite.
Nun … Terkol ist fortgegangen nach den Angriff vor beinahe zwei Jahren  …..  Ich habe mit Vater entschieden, dass …. 
Er schaute fest in Karinijas Richtung und wirft den Krug auf den Boden. Tonscherben fliegen umher.  Wenn es so ist, dann ist das wohl so.   Sighvardh dreht sich um um und geht geradeweges auf die große Doppeltür der Halle zu, durchquert Sie, um in der Dunkelheit zu verschwinden.
Die Menge betrachtet den Rentgarder Bootsbauer und schwieg.

Bevor Sighvard das Tor durchqueren kann, versperren einige Männer ihm auf Karinjas Zeichen hin den Weg.

„Stolz wie ein Baum, aus dem er seine Boote baut, sturr wie der Eber unseres Wappens und immer durstig.“ ruft Karinja lachend aus und erhebt sich von ihrem Stuhl. Sie greift einen neuen Krug für Sighvard und hält ihm diesen hin. „Es ist schön zu sehen, dass du noch immer der Alte bist, mein Freund. Wir haben zusammen gekämpft und getrunken und gemeinsam viel erlebt. Lass uns dieses Band erneuern. Dickköpfige Narren wie dich braucht deine Jarlin, wenn es auf Beutefahrt geht. Deinen Treueschwur habe ich gehört und deine Entschuldigung nehme ich an, Sighvard, aus dem Hause Brendboe. Leere einen Becher mit mir, um unseren Bund zu besiegeln. Und dann lass uns über die Zukunft sprechen.“

Wärend Sighvard im Torbogen stehen bleibt, geht ein Mann mit roter Mütze und einem toten Ziegenbock über den Schulter an ihm vorbei. Er nickt ihm kurz zu und ein Grinsen ist in seinem Gesicht zu sehen. Die neue Karlin spricht ihre Worte, als er vor ihr zum stehen kommt. Er wirft ihr den Bock vor die Füße und kniet sich hin. „Meine Karlin. Dieser Bock ist mein Geschenk an euch und eure Regentschaft. Möge Sie genau so erfolgreich wie die eueres Mannes.“

Während all den Reden und der Aufregung schleicht sich ein Mann in das Langhaus und geht in eine der dunkleren Ecken, um dem ganzen Geschehen zu lauschen. „Dann wollen wir mal sehen, wen wir alles noch auf unsere Seite bringen können und müssen“, sammelt er sich in seine Gedanken.

Maer ihrerseits hatte in der Menge kaum jemanden Bekanntes gefunden. Delerna scheint nicht vollzählig erscheinen zu sein. Sie zuckt die Schultern und geht langsam in die Richtung des Feuers, wo die neue Jarlin auf den mitgebrachten Ziegenbock schaut. Den Mann, der ihn mitgebracht hatte erkennt Maer als Hafnar, der recht bekannt in dieser Gegend ist. Sie würde noch kurz warten, bis sein Schwur angenommen ist, um diesen schließlich selbst zu leisten.

Sighvardh zögerte kurz als Hafnar vortrat doch nun geht er grinsend auf die neue Jarlin zu und nimmt den Becher aus Ihrer Hand. Während er den Becher hebt um ihr zuzuprosten legt er seine linke Hand auf Hafnars roter Mütze ab um sich abzustützen.
„Wie der Baum und der Eberkopf. Das war sehr klug von dir. Und unser Hafnar is auch dabei wie ich sehe.  Dann lass uns wieder igemeinsam Beute machen gehen.“
Sighvard trinkt den Becher halb aus und breitet dann die Arme mit einem Ruck aus um Karinija in den Arm zu schließen. Das die Umstehenden in der zweiten Hälfe Bier des Bechers duschen bekommt Sighvardh gar nicht mehr mit.
Die Menge in der Halle klatscht, jubelt und trinkt.
Nach einer ausgibigen Umarmung zweier alter Freunde geht der Bootsbauer zu einem der nahen Tische und lässt sich auf einer Bank nieder.

Hehe„, sagt Hafnar ,“das wird ein Spaß!!“. Steht auf und geht Sigvard hinter her.

Im Zuge sämtlicher Bekundungen tritt ein Mann in robuster Kleidung an die Karlin und überreicht ihr einen Brief.

Wärendessen erblickt Boris Maer, die ihm etwas verloren ausschaut und winkt leicht zu ihr rüber.

Die junge Frau, die sich nicht so recht traut, zwischen all diesen Männern mit großen Namen auf die Jarlin zuzugehen sieht den fremden Mann ihr zuwinken. Unentschlossen schaut sie nochmal zur Jarlin, die nun mit einem Brief in der Hand weiterhin beschäftigt scheint und verlässt schließlich doch noch einmal den Lichtkreis des großen Feuers um zu dem Mann in den Schatten zu treten. „Hilsen, Fremder. Seid Ihr auch hier, um der neuen Jarlin Eure Treue zu verprechen?“

Hallo, meine Kleine,“ sagt der Mann. Er ist in Wolle gehüllt und irgendetwas Merkwürdiges geht von ihm aus. „Es kommt drauf an, wer noch so alles erscheint. Ich lasse mir noch etwas Zeit.“. Bei den letzten Worten grinst er schief. „Und aus welchem Teil von Hardemunt kommt Ihr?“

Maer zieht eine Augenbraue hoch und schaut sich den Mann genau an. Kam er ihr bekannt vor? Sie war sich nicht sicher, aber ihre Haare stellten sich im Nacken auf. „Ich bin Maer und für meinen Vater aus Delerna hier. Darüber muss ich mit der Jarlin noch sprechen, wenn ich ihr mein Schwert versprochen habe,“ sagt sie mit einem Seitenblick zurück zu Feuer, wo die Jarlin noch immer mit dem Brief beschäftigt scheint. „Wer seid ihr?“ fragt sie, während sie seine Kleidung studiert und nach Abzeichen sucht. „Und auf wen wartet ihr noch?“

Froh, Sighvard und Hafnar auf ihrer Seite zu wissen, sieht Karinja nun stirnrunzelnd auf den Brief, den sie gerade erhalten hat. Was mögen diese Leute nun von ihr wollen? Beide Seiten hatten bei der Jarls-Wahl ihren Handel erfüllt. Sie wirft einen kurzen Blick hinein, beschließt dann aber diesen später zu lesen, wenn nicht so viele Augen auf ihr ruhen. Es warten noch zu viele Menschen darauf, bei ihr vorsprechen zu können. Sie steckt den Brief in ihre Tasche und lässt ihren Krug nachfüllen, bevor sie sich wieder den Wartenden zuwendet.

Ein Mann, gekleidet in grobe Wolle und Fell tritt in den Kreis und lässt sich mit laut knackenden Gelenken auf ein Knie nieder.

„Meine Jarlin. Die Familie Halfjardson sorgt seit Generationen für frisches Fleisch in diesem Dorf. Mein Vater und sein Vater vor ihm folgten den Karls in den Kampf. So will auch ich es halten. Meine Axt gehört euch,und die unseres Sohnes wird euch ebenfalls folgen, sobald er das Mannesalter erreicht hat“.

„Ich danke Dir und der Familie Halfjardson für Ihre Treue. Ich versichere Dir, unter meiner Führung soll es euch gut ergehen. Wenn dein Sohn vom gleichen Schlag ist, wie sein Vater, wird er ein prächtiger Kerl werden! Und nun erhebe dich und stoß mit mir auf unser Bündnis an!“ Karinja hebt ihren Krug und stößt mit Ask an. „Nun geh weiter feiern. Wir werden sicher später noch die Gelegenheit haben zu reden.“

 

„Verzeiht, „ unterbricht Maer den Gedankengang ihres Gegenüber und schaut erneut zur Jarlin. „Ich möchte jetzt erst meine Pflicht erfüllen, bevor dieser Abend zu sehr ins Feiern gerät.“ Sie schlägt ihm leicht auf die Schulter, bevor sie kehrt macht und sich ins Zentrum des Festes bewegt. „Odin, sieh auf mich herab“, flüstert sie und fährt sich noch einmal durch ihr langes blondes Haar.

Innerlich aufgeregt, doch äußerlich recht gefasst tritt sie auf die Jarlin zu.

„Meine Jarlin!“ spricht sie mit fester Stimme und neigt ihren Kopf, während sie sich vor ihr auf ein Knie niederlässt. „Ich bin Maer, Tochter des Hjálmarr aus Delerna. Ich bin hier, euch meines Schildes und meiner Treue zu versichern. Mein Vater ist schwach, von der Roten Keuche aus Groenvelden darnieder gerafft, doch ich bin stark und werde euch folgen und gehen, wohin ihr mich schicken mögt.“ Sie hebt den Kopf und schaut der Frau über ihr in die Augen. „Ich mag noch jung und unerfahren aussehen, doch bin ich voller Tatendrang und Mut! Lasst mich Teilhaben an Raubzügen, die kommen mögen, Kämpfen, die gefochten werden müssen und Ehre erlangen für meine Familie unter Eurem Namen. So dass der Gottvater wohlwollend schauen kann auf das Leben meines Vaters, wenn er bald an Walhallas Toren stehen mag und alle Götter und Asen ihn mit einem vollen Krug willkommen heißen. “ Sie schluckt einmal und spricht dann weiter „Schützen will ich Euer Leben mit meinem Schild. Kämpfen will ich für Euren Namen mit meinem Schwert. Und singen werde ich von Euren Taten mit meiner Laute!“ Sie hält der Jarlin ihr Schwert entgegen und wartet aufgeregt auf deren Reaktion.

Karinja sieht lächelnd auf die junge Frau herunter. „Ich danke dir, Maer, Tochter des Hjálmarr aus Delerna. Ich bin bestürzt vom Zustand deines Vaters zu hören und hoffe, es wird ihm bald besser gehen. Aber es scheint, als wenn er eine würdige Vertretung gesandt hat. Erhebe dich und trink mit mir auf die baldige Genesung deines Vaters.“ Karinja reicht Maer einen Krug und stößt mit ihr an. Du bist aus einem Teil Westflachgrunds angereist, in dem meine Wahl nicht jedem gefallen hat. Besonders deinen Karl vermisse ich noch hier…“ Karinja macht eine kurze Pause und sieht der jungen Frau fest in die Augen, während sie die Anspielung auf die Abwesenheit des Karls von Delerna auf Maer wirken lässt und ihre Reaktion beobachtet. Er scheint zu stolz zu sein, ein Weib zur Jarlin zu haben. Sage mir, wie weit wird deine Treue gehen? Wirst du hinter mir stehen, was auch immer ich von dir verlange? Ich versichere dir, wenn ich auf dich zählen kann, wird es nicht zum Schaden deiner Familie sein. Wir haben Großes vor in den kommenden Monden. Aber dazu muss ich sicher sein, dass ganz Westflachgrund hinter mir steht und mir absolut treu ergeben ist.“ 

Maer nimmt einen großen Schluck aus dem ihr angebotenen Krug und verschluckt sich direkt vor Aufregung. Tränen schießen ihr in die Augen und sie hustet. Hilflos schnappt sie einige Augenblicke nach Luft, bevor sie antworten kann.

„Berengar Jørgensen ist ein ehrenhafter Krieger, sturmerprobt, mit einem gewitzten Kopf und wirklich gutaussehend…“ Sie unterbricht sich selbst, wird rot und räuspert sich erneut. „Sicher,… Ihr habt Recht. Stolz ist er bis ins Mark und vielleicht fühlt er sich in seiner Ehre gekränkt, gegen Euch verloren zu haben…“ sie holt Luft und fährt mit glänzenden Augen fort. „Wie Thor selbst ist er wahrlich ein Mann von eigenem Stolz, seinen Hammer schwingend, um aus jedem Kampf siegreich hervorzugehen. Listig wie Loki selbst stellt er sich allen Aufgaben und löst sie mit einer Weisheit, die er von Odin selbst bekommen zu haben scheint. Die Götter haben sicher noch Großes mit ihm vor. In Delerna ist er wohlbekannt und weithin beliebt. Natürlich hätte unser Küstendorf gerne dieses Jahr den Jarl gestellt,“ sie zuckt mit den Schultern.  „Doch Ihr habt euch bei dem Wettstreit als würdiger und besser erwiesen als Berengar. Und das gereicht Euch zur Ehre und uns zur Treue.“ Sie hebt den Kopf und schaut der Jarlin vor sich in die Augen.  „Lasst mich an Eurer Seite stehen für Delerna. Denn wir alle sind Westflachgrund. Möge dieser Name und der Eure eingehen in die Geschichte Trums!“ Atemlos von ihrer geschwungenen Rede macht Maer eine kurze Pause und kniet sich erneut vor die Jarlin. „Und ich bitte Euch, als neue Jarlin unserer Dorfgemeinschaft: Unternehmt etwas gegen diese Seuche aus Groenvelden, worin sie auch gründet. Böse Zungen in Delerna sagen, sie entstammt aus einem alten Zauber und bringt den Fluch der Hel über uns. Sie breitet sich aus, von Ort zu Ort und wirft die stärksten Männer nieder.“ Maer schwirrte der Kopf und sie senkt ihn. Mit klopfendem Herzen umklammert sie den Becher, den sie noch in der Hand hält und traut sich nicht wieder aufzustehen, geschweige denn, den Platz zu verlassen. Sie würde wohl ins nächstbeste Feuer torkeln. Sie nimmt verstohlen noch einen Schluck aus dem Becher und fragt sich, ob sie alles richtig gemacht hat und nun gehen kann…

Sighvard Brendboe (Björn S)
Es rumpelt in der Nähe. Sighvardh der Bootsbauer ist aufgestanden und hat dabei seinen Hocker umgeworfen.
Laut schreiend und leicht wankend nähert er sich Karinja und Maer.
Wie kannst du es wagen …. diesen großschnäuzigen, feigen , plumpen und fetten alten Sack hier herrauszustellen …. als wenn er mit den Göttern saufen würde!!   Dieser Feigling hat vor allen die bei der Jarlswahl waren…  gesagt, dass er nicht folgen würde. ..  und das für sein gesamtes Dorf.
Sighvardh hatte Maer erreicht und brachte Sie nun mit einem Schlag seiner Rechten Faust und des Humpens darin zuerst auf den Boden und dann in die Nähe der Bewusstlosigkeit.
Jetzt bis du da wohin du gehörst…. deine Entschuldigung für deinen Berengar Norwinson   …  ist nicht angenommen… und wird es auch nicht ….  und die Groenveldener sollen gefälligst an ihrer Krankheit sterben  ….  aufrecht von mir aus.
Sighvardh richtet sich auf und bleibt an Karinjas Blick hängen. Oh…ähm … meine Jarlin.
Wollt ihr auch nochmal zuschlagen?

 

Irgendjemand der Umstehenden schüttet Maer den Inhalt eines Bechers ins Gesicht.

Benommen richtet sie sich auf. Die erste Verwirrung ob der Szene macht einer aufkeimenden Wut Platz. Wankend steht sie nun vor dem ebenfalls wankenden Sighvardh und starrt ihn böse an. „Wie mutig du bist, Brendboe, ein knieendes Mädchen ….. während ihres Eides …. als Prügelknabe für ihr Dorf zu nehmen. Und wie es mit Deiner eigenen Loyalität aussieht, haben wir alle eben gesehen.“

Sie spuckt Blut in seine Richtung und weicht einem weiteren Schlag aus. Denn trotz seiner Trunkenheit steckt in ihnen noch sehr viel Wucht. „Und wenn hier einer alt ist, dann bist du das. Alt und besoffen bist du …. und tumb!“

Die Wut war zwischen ihren Ohren angelangt und sie stürzt sich jetzt ihrerseits auf ihn, um seinen Schlägen nicht mehr ausweichen zu müssen. Mit einem Ruck landen die beiden auf dem Boden.

Es bildet sich ein Kreis um die beiden Raufenden und die Aufmerksamkeit aller wendet sich dem Tumult zu. Eine Weile sieht sich die Jarlin das Schauspiel an und lässt der Wut der beiden freien Lauf. Dann gibt sie ein paar umstehenden Männern einen Wink und diese ziehen die beiden auseinander. „Genug!!“ Karinja erhebt ihre Stimme und spricht so laut, dass jeder im Raum sie verstehen kann „Sighvardh stand es natürlich nicht zu, dich während deines Eides zu schlagen. Aber er hat recht, Berengar Norwinson hat seinen Stolz über das Wohlergehen seiner Gefolgsleute gestellt und verdient es nicht, von dir in Schutz genommen zu werden. Westflachgrund kann sich nur behaupten, wenn wir alle zusammenstehen. Unsere Gemeinschaft sichert unser aller Überleben. Und dazu gehört es auch, dass wir die Jarlswahl respektieren und den Sieger des Wettstreites anerkennen. Aus diesem Grund macht sich Berengar Norwinson des Hochverrats schuldig, wenn er hier nicht bis zum Ablauf des Górmánaðr vor mir kniet! Ich hoffe Maer, Tochter des Hjálmarr, du verstehst, dass Delerna sich dann einen neuen Karl suchen muss! Mit seinem Stolz und seiner Sturheit hat er auch deine Familie gefährdet. Aber da du soeben so große Stücke auf ihn gehalten hast, will ich dir die Chance geben, ihn zu überzeugen. Schaffst du es ihn hierher zu bringen und er leistet den Eid, wird er leben. Sonst wird ihn das seinen Kopf kosten! 

Aber ich will auch etwas für dich tun, denn in dem Punkt hat Sighvard unrecht. Auch die Groenveldener sind ein Teil unserer Gemeinschaft und wir werden sich nicht alle an der Roten Keuche krepieren lassen. Ich werde eine Abordnung entsenden, die der Seuche auf den Grund geht und die notwendigen Maßnahmen ergreift, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Deinem Vater soll jede Hilfe zu Teil werden, die in meiner Macht steht!“ 

Nun wendet sich die Jarlin an Sighvardh „Ich stimme dem Mädchen voll und ganz zu, aus dir spricht der Alkohol und du benimmst dich wie ein Hornochse! Auch wenn ich deine Loyalität zu schätzen weiß, hast du deine Grenzen gerade eindeutig überschritten! Dafür wirst du auf die Hälfte deines Lohns für das erste Drachenboot verzichten! Bringt ihn hinaus und werft ihn einmal in das Schwarzwasser, damit er einen klaren Kopf bekommt. Wir haben dringendes zu Besprechen! Denn Du lieber Sighvard wirst uns Drachenboote bauen, mit denen wir über das Schwarzwasser nach Akede übersetzen können.“

Die Bevölkerung bekundet das Gerangel der Beiden mit lauten Anfeurungsrufen und Gelohle.  Bei den Worten der Jarlin finden sich schnell einige Freiwillige um Sighvard ins Wasser zu werfen. Ist es in Rentsgard doch ein liebgewonner  Brauch pro Gelage mindestens einmal den Besoffensten ins Schwarzwasser zu tunken.

Glucksend und lachend läßt sich Sighvard aus der Halle nach draußen tragen. Seine leiser werdene Stimme ist noch zu vernehmen.  „Natürlich meine Jarlin…. Schickt Sie nach Grooenvellden….. Dann werden wir sehen. …. Ich bauue euch Draachenboote…. Das werden die besten die  Ihr…..“
Platsch. Es war gar nicht mal so weit bis zum Schwarzwasserfluß.

Maer schaut dem Trunkenheits-Sieger recht verkniffen mit verschränkten Armen hinterher und schnaubt. Durch den ersten Schlag hatte sie sich eine dicke und schmerzhafte Beule eingefangen. Sie nickt der Jarlin noch einmal kurz zu und geht zurück in die Ecke, in der der Fremde sie angesprochen hatte. Sie füllt ihren Krug, trinkt ihn in einem Zug leer und füllt ihn erneut. Morgen…. Morgen würde sie sich auf den Heimweg nach Delerna machen, um nach ihrem Vater zu sehen… und Berengar aufzusuchen.

Zufrieden blickte die Jarlin über die gröhlende Menge und leerte ihren Becher in einem großen Zug.
Erneut hob sie ihre Stimme „ Hört Westflachgrund, ein Jeder mit einer Axt zieht morgen in die Wälder um Holz für unsere neuen Drachenboote zu schlagen. Wir brauchen Näher für die Segel und kundige Hände für die Ruder.

Schärft eure Klingen und poliert eure Rüstung. Wir werden diesen verweichtlichen Akedern und diesen fetten Pfeffersäcken zeigen, wie es Bewohner Hardemunts halten. Wir werden sie aus ihren bequemen Federbetten zerren, ihr Honig und Fleisch wird unsere Mägen füllen und ihr Gold unsere Truhen.
Sie hob ihren, wieder vollen, Becher in die Luft. Für die Beute!

(Lest hier auf Trumlarp.de, wie es in Westflachgrund weitergeht…)