Das Ceridentum kennt eine Anzahl von Zeremonien, die die einzelnen Teile der Lehre im Alltag umsetzen. Sie dienen außerdem dazu, besonders wichtige Punkte im Leben eines Menschen im Sinne der Ceridischen Kirche zu kennzeichnen. Hier seien die wichtigsten nun aufgezählt.
Taufe
Mit der Taufe wird das neue Mitglied in die Ceridische Kirche aufgenommen. Oft wird diese Zeremonie schon kurz nach der Geburt eines Kindes durchgeführt, da man so vermeiden will, dass ein Kind ungetauft, also ohne schützende Hand des Einen im Leben wandelt oder gar stirbt, was ob der hohen Säuglingssterblichkeit nicht ungewöhnlich ist. Bei der Taufe wird der Täufling in vom Kleriker geweihtes Wasser getaucht oder mit diesem benetzt. Er erhält sodann einen neuen Namen, der zu seinem Ruf- und Hauptnamen innerhalb der Ceridischen Kirche wird.
Die Bestätigung
Die Bestätigung wird im 14. Lebensjahr durchgeführt. Ihr geht ein von einem Geistlichen geleitetes Studium der Schriften des Hilarius voraus, bei dem wichtige Stellen des Hilariums und des Luxariums auswendig gelernt werden. Die eigentliche Zeremonie fragt dieses Wissen ab und nimmt den Ceriden als vollwertiges Mitglied in die Gemeinde auf. Hiermit soll die oftmals von den Eltern getroffene Entscheidung der Taufe vom Betroffenen selbst bestätigt werden. Erst nach dieser Zeremonie wird der Ceride zum Mahl der Erleuchtung zugelassen.
Schritt zur Erleuchtung
Diese Zeremonie versinnbildlicht die Erleuchtung des Menschen durch die ceridische Lehre. Die Teilnehmer zünden hierzu eine Kerze an, welche die Weisheit symbolisieren soll, die der Mensch im Leben selbst durch die Kirche anstrebt.
Beichte
Vor jeder Zeremonie wie auch in oft regelmäßigen Abständen nach eigenem Ansporn, sucht der Ceride einen Geistlichen auf. Mit diesem führt er ein privates Gespräch, das geheim gehalten wird, die Beichte. In diesem Gespräch erzählt er von seinen begangenen Sünden. Der Geistliche bürdet ihm sodann eine Buße auf, die ihn von der Schuld befreien soll, den Sündenablaß.
Krankensalbung
Im Falle einer schweren Krankheit wird oft ein ceridischer Geistlicher gerufen, der den Kranken salben und für ihn beten soll. Man erhofft sich, so eine Genesung erwirken zu können. Im Falle eines Sterbenden wird diese Zeremonie ebenfalls durchgeführt, weniger, um zur Heilung beizutragen, sondern vielmehr, um dem Sterbenden den Weg ins Jenseits zu ermöglichen und zu erleichtern. Hierbei wird ihm eine letzte Beichte zuteil.
Ehe
Mit dieser Zeremonie schließen ein Mann und eine Frau den Bund der Ehe. Die Ceridische Kirche kennt keine Scheidung, das heißt eine Ehe dauert ein Leben lang. Das Ritual selbst wird durch einen Kleriker durchgeführt, der den Partnern die Rechte und Pflichten aufzählt, und auch nach Einsprüchen Dritter fragt. Erst nachdem solche Einsprüche geklärt sind, kann die Ehe geschlossen werden. Der Geistliche verbindet die Partner, indem diese Ringe tauschen und sich küssen. Mancherorts tritt an die Stelle der Ringe ein geflochtenes Band, mit dem die Partner während der Zeremonie aneinander „gefesselt“ werden, indem sie sich an der Hand fassen und das Band herum geschlungen wird.
Symbol
Die Ceridische Kirche hat sich das gleichschenklige Kreuz im Ring als Zeichen ihrer Religion erwählt. Der Kreis steht für die Welt in ihren Ausprägungen und das gleichschenklige Kreuz für die Macht des Gottes ohne Namen, die auf der ganzen Welt, in allen vier Himmelsrichtungen von gleich großer Macht ist.