Varius Avis

Varius Avis

Spielmann
Die Ware der Spielmannsgilde ist die Musik. Ob auf der kleinen Hochzeit des Hafenarbeiters, in den großen und kleinen Tavernen der Stadt oder auf den prunkvollen Bällen der reichen Kaufleute. Alles liegt fest in der Hand der Spielmannsgilde. Wer einen Spielmann braucht, wendet sich an die Spielmannsgilde und bekommt je nach Budget einen Spielmann zugemessen.

Doch wehe dem, der ohne Erlaubnis in der Stadt musiziert! Die Gilde versteht keinen Spaß mit freien Spielleuten, Gauklern und Scharlatanen!

Seit vielen Jahren ist der Prinzipal der Spielmannsgilde Frau Hede Göpfer. Niemand spielt die Harfe so lieblich und herzerweichend wie sie. Doch auch niemand geht erbarmungsloser mit Musikern um, die nicht in der Gilde sind und die gegen ihre Regeln verstoßen. Erst sie hat durch ihrer strengen Regeln die Gilde zu dem gemacht, was sie heute ist. Sehr reich und sehr mächtig! Durch ihre Stellung hat sie sich auch einen Platz im Rat der freien Kaufleute gesichert und regiert somit über die Stadt.

Die Spielmannsgilde:
Gilde von Spielleuten aus Gergonsmund (Kaufmannslanden)
Prinzipal: Frau Hede Göpfer
Wappen: Bunter Vogel auf schwarzem Grund

 Nur Mitglieder haben das Recht in Gergonsmund gegen Bezahlung zu muszieren.

Die Gilde hat das Monopol an allen Aufträgen in den Städten der Kaufmannslanden.

Der Auftraggeber sagt, für welchen Anlass er einen Spielmann braucht und die Gilde teilt ihm einen geeigneten Spielmann zu.

Der Zehnt jeder Einnahme muss an die Gilde gezahlt werden.

Die Gilde besitzt auch Instrumentenmanufakturen und vertreibt Instrumentenversicherungen.

Wer nicht Mitglied ist und trotzdem musiziert, wird schnell Probleme bekommen.

Die Gilde hat Zweigstellen in den ganzen Kaufmannslanden und möchte weiter expandieren.

Jedes Jahr hält die Gilde ein großes Fest in Gergonsmund ab, auf der alle ihrer Mitglieder in einem Wettbewerb musizieren, um sich dadurch in verschiedene Abteilungen einteilen zu lassen. Je höher die Abteilung, desto lukrativere Angebote gibt es.

Abteilungen:

Prime:
Bekommt Aufträge in einfachen Tavernen, für Feste (wie z.B. Hochzeiten) einfacher Arbeiter und als Straßenmusikant

Sekunde:
Bekommt Aufträge in besseren Tavernen, für Feste von einfachen Händeln und auf Jahrmärkten und Festplätzen

Terz:
Bekommt Aufträge in edlen Gasthäusern, für Feste gut betuchter Kaufleuten und Adliger und auf den großen Bühnen der Jahrmärkte und Feste

Quarte:
Bekommt Aufträge in den feinsten Häusern, für Feste der reichsten Kaufleuten und des Rats der freien Kaufleute und auf den wichtigsten Bühnen der Stadt

 None:
Spielen ausschließlich in Tempeln und Kirchen
(Sakrale Musik)

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Antonius gelbes Schicksal

Die Spielmannsgilde wird von Trum Larpern bespiel. Wer Mitmachen möchte meldet sich bei kontakt at trumlarp.de

Stadt Gergonsmund


-Übersichtinfos
–mehrere Marktplätze
–ehemalige Reichshauptstadt und größte Stadt in Trum
–fünfzehn Stadttore
–ehemalige Reichshauptstadt und Königssitz
–40.000 Einwohner
–Der Rat der Kaufleute hat hier seinen Sitz

-Darstellung der Stadtviertel
in Arbeit

-Die Ruinen der alten Königsfestung
An diesem historisch bedeutenden Platz begann das Ende des Königreiches Trum und die folgenden Jahre des Krieges.
Weiteres gibt es HIER und HIER zu erfahren.

-Der Handel in Trums größter Stadt
Die Stadt Gergonsmund in den Kaufmannslanden pulsiert wie keine andere Stadt auf Trum. Ob Tag oder Nacht, immer ist reges Treiben auf den Straßen, Gassen und Plätzen. Ob reicher Händler oder armer Glücksritter, viele kommen nach Gergonsmund, um ihre Geschäfte zu machen. Nicht eine Ware, die es nicht in den zahlreichen Geschäften der Stadt gibt. Mit der richtigen Menge an Münzen, kann man in Gergonsmund alles kaufen, was man sich nur vorstellen kann. Doch nicht alle handeln mit Tuch, Gewürz oder Erz.

-Die Große Bibliothek
Hier befindet sich die größte Sammlung von Büchern und Schriften in ganz Trum.
–Jonathan Hafenwehr, Bibliothekar zu Gergonsmund

Varius Avis
Die Spielmannsgilde aus Gergonsmund

Das Waisenhaus am Stadtrand
Hier werden Sie aufgenommen und Kinder des Kobolds genannt.

– Die Hallen der Heilung zu Gergonsmund
Hier finden sich Heiler die gemeinsam an der Bekämpfung von Krankheiten forschen. Ausserdem gibt es noch Schreiber die die Ergebniosse aufschreiben.

Die Morion Trading Company
Es findet sich so allerlei dies und das hinter dien Türen des Handelshauses.

-Schöngeist-
Die Akademie der Schönen Künste zu Gergonsmund

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-Das Künstlerviertel im Westen der Stadt
Die Künstlertaverne Feefferstreuer (leider abgebrannt im 39 Ratsjahr), die Akademie der Schönen Künste, ein Fleischerladen, das Gasthaus „Zum Feinsten Eber“ ein Marktplatz und eine große Ceridenkirche bilden den Kern dieses Viertels der von Wohnhäusern und Werkstätten bekannter und weniger bekannter Kunstschaffender umsäumt wird.
Wer hier die breiten Straßen beschreitet, dem fällt auf, wie die Lebensfreude aus jedem einzelnen Stein sickert. Dies Gefühl ändert sich auch nicht wenn man in die vielen kleinen Gassen zwischen den Häusern eintaucht.

-Der Rat der Kaufleute (auch Stadtrat Gergonsmund)
Hier werden alle wichtigen Entscheidungen der Kaufleute getroffen und Wahlen abgehalten.
-Herr Wolff Kögel aus Horne (NSC)
—-sitzt im Rat der freien Kaufleute, Oberster Richter
-Frau Hadberta Kögel aus Horne (NSC)
—-sitzt im Rat der freien Kaufleute
-Herr Wolfganng Welzel aus Horne (NSC)
—-sitzt im Rat der freien Kaufleute
—-Vertretung der Kaufmannslande im Rat vom Trum
-Frau Lindbrun Kleinbach aus Rosto Nevilia (NSC)
—-sitzt im Rat der freien Kaufleute
-Frau Gertrudt Welzel aus Rosto Nevilia (NSC)
—-sitzt im Rat der freien Kaufleute
-Herr Sewastian Kusch aus Rosto Nevilia (NSC)
—-sitzt im Rat der freien Kaufleute
-Herr Hauke Thonaus Battania (NSC)
—-sitzt im Rat der freien Kaufleute
—-Kommandeur der Streitkräfte und Flotte

-Die Taverne zum Feeferstreuer

– Grosses Feuer im Künstlerviertel

Eine grausige Botschaft an Anka
Anka an Bruder Decius
Anka baut an

-Spieler in Gergonsmund
– Ribald van der Straat (SC)
—-Musikant der Gilde
– Thom Balduin (SC)
—-Musikant der Gilde
– Anka (SC)
—-Schankmaid im Feefferstreuer
– Walter von der Wimmerweide (SC)
—-Vorsteher der Schöngeistakademie zu Gergonsmund
– Breitram Wunsield
—-Mitglied der Blumenzüchtergilde aus Gergonsmund

 

 

Geschäfte im Hafen Theotmalli (Closed Dez. 2015)

Das Wetter war gut an diesem schönen Sommertag und die kleinen Wellen schlugen lustig an die Schiffsplanken. Das Segel blähte sich im Wind und Sighvardh stand vorn im Schiff und späte in Richtung Hafen.
Theotmalli auf Soodens Test war sein Ziel und gemeinsam mit fünf Seefahrern aus Rensgart hatte er die Fahrt gemeistert.
Der Anleger im Hafen war ein drei Schritt breiter Holzsteg der noch nicht sehr lange hier stehen konnte und einen stabilen Eindruck machte.
Darauf standen schon die zwei Männer mit denen er sich treffen wollte und warteten. Ole Starkarm und Lord Tristan Castellani. Sighvardh springt vom Schiff und nähert
sich den wartenden Männern.
Hallo zusammen. Wie schön das Ihr meinem Brief gefolgt seid und wir nun hier nochmal über Geschäfte sprechen können.

Ich freue mich aufrichtig euch hier in meiner neuen Heimatstadt Theotmalli begrüßen zu dürfen.
Tristan zieht seinen Hut und macht eine tiefe Verbeugung.
Ist es nicht ein wunderschöner Tag um über Geschäfte zu reden. Vielleicht freut es euch zu hören, dass ich dank meiner neuen Teilhaberschaft am Verfluchten Krug uns dort einen geeigneten Raum besorgen konnte, außerdem gehen natürlich alle Getränke und Speisen auf mich. Und wenn ihr wünscht länger hier zu bleiben, natürlich auch noch die Unterkünfte.

Mit offenem Mund starrt Sighvardh Tristan an und lacht schließlich.
Ha Ha. Das nen ich mal ne Begrüßung. Dann lasst uns mal reingehen und probieren was Ihr hier so braut. Und die Nacht bleiben wir auf jeden Fall auch hier.
Sighvardh geht an Ole und Tristan vorbei auf die nächsten Hütten und Häuser zu während die seefahrenen Rentsgarder das Drachenboot am Steg vertäuen.

Ole ist etwas verdattert seine offene und freundliche Mine verschwindet während er das Boot und die Besatzung abwägend mustert und versucht sich anhand all dessen ein Bild zu machen. „Ich kann ja verstehen das eine Seefahrt durstig macht…“ murmelt er mehr zu sich selbst während er seinen schweren Hammer hebt und schultert. Ole beeilt sich mit Sighardh Schritt zu halten, der ein forsches Tempo vorlegt und spricht ihn an:

Ole: Seyd gegrüßt Sighvardh nun sag mir noch schnell welchem Handwerk geht ihr noch gleich nach – meines ist das Schmieden von Eisen und Stahl gleich welcher Form nur für den Fall, das ihr dergleichen benötigt.

Sighvardh bleibt kurz stehen und mustert Ole.  Nun ich war der Meinung das es sich inzwischen herumgesprochen hat das ich Sighvardh der Bootsbauer bin. Ihr müßt wissen das ich einst ein schwarzes Drachenboot für den Primgal Sognefjord gefertigt habe. Als ob es eine Leistung wäre die den Respekt der Götter verdient schaut er in Oles Gesicht. 

…und genau weil Ihr ein Bootsbauer seid, seid ihr hier. Aber wollen wir unsere Geschäfte nicht bei einem guten Zottelbräu besprechen?
Zügig streit Tristan nach dieser Aussage vorran und führt die Gäste die Klippen hinauf in das kleine Dorf Theotmalli an dessen Ende sich der Verfluchte Krug befindet. Doch Tristan führt die Gäste nicht durch den Haupteingang, sondern geht mit Ihnen um das Gasthaus herum und führt sie dann eine kleine Treppe hinauf direkt in ein kleines Zimmer welches wie ein Büro eingerichtet ist.
Willkommen in meinem neuem Heim, hier bin ich direkt an der Quelle
Dann leutet er eine Glocke und wenig später kommt eine attraktive Schankmaid herein und serviert allen Anwesenden ein Zottelbräu. Als sie wieder gegangen ist wendet sich Tristan an Ole.
Also Ole sagt wie gehts um euer Erbe?

Hört Hört!
Sighvardh schlägt Ole auf die Schulter und schaut in erwartungsvoll an.
Aus welcher Ecke Trums kommst du eigentlich wech und was gibts da tolles zu erben?

Ole verdreht die Augen, kippt vom Stuhl auf die Erde und fängt sofort an zu schnachen. Sighvardh schaut verduzt auf seine Hand, dann auf Ole und schließlich zu Tristan.
OH. Das wollte ich nicht. Schein ganz schön erschöpft zu sein von der Reise. Ist der hierhin geschwommen? Was soll’s. Tristan weswegen sind wir noch gleich hier? 

Also Ihr seid hier wegen Booten, die baut ihr ja immerhin. Und ich brauche einige Boote. Seit unserem letzten Treffen hat sich viel getan. Für die Avenger brauchen wir 3 kleinere Ruderboote für bis zu 10 Mann und vielleicht ein kleineres Bordgeschütz.

Dann brauchten Ole und ich für ein gemeinsames Unterfangen Flöße um Eisen aus Eisenstadt zum Meer zu transportieren. Und dann brauche ich noch einige Handelsschiffe für mein neues Handelsunternehmen. Wie ihr seht, ein Menge Arbeit. Ich würde euch also für mehrer Monate, wenn nicht sogar Jahre beschäftigen. Dafür würdet ihr fürstlich belohnt werden.

Ich habe auch mit dem Dorfrat in Theotmalli bereits gesprochen. Der Dorfrat plant eine eigene Werft zu bauen. Leider fehlt hier dazu nur Fachwissen im Bootsbau. Ich schlage euch deswegen parallel einen zweiten Auftrag vor. Ihr Baut die Booten hier in Theotmalli und lernt dabei einige Gesellen an. Ihr würdet für das Boote bauen von mir bezahlt werden und für eure Unterstützung bei der Ausbildung der Lehrlinge vom Dorfrat.
Tristan grinst breit und macht dabei eine Pause in der er sein gegenüber von Oben bis unten Mustert.
Wie Ihr seht, werdet Ihr also doppelt bezahlt. Ich kann aus euch einen reichen und sogar mächtigen Mann machen Sighvardh
.
Je länger Sighvardh den Worten Tristans lauscht desto tiefer sink seine Kinnlade herab. Es sieht so aus. als würde er intensiv überlegen was er nun sagen soll.
Nachdem Sighvardh einige Zeit in die Luft geschaut, die Augen zusammengekiffe, in seiner Tasche gewühlt und einige Zettel gelesen hat, wendet er sich wieder an Tristan.
Also. Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich eher eine schöne Schlägerei erwart, als das Ihr tatsächlich euren Auftrag wiederholt. Eurer eindruck im Verfluchten Krug war doch etwas …. flüchtiger.  Nun denn. So kann es passieren.
Sighvard nimmt eins der Papiere vom Tisch und reicht es Tristan. (Papier)
Dies sind die Namen aller die ich zu meiner Familie zähle. Wenn ich den Auftrag annehme muss ich zuerst den Vater und unseren Karl fragen, ob ich und die ganze Familie für zwei Jahre Rentsgard verlassen und hier in Theotmalli Boote bauen dürfen. Wenn … das gut geht brauchen wir hier ein Haus in dem wir wohnen können, ungefähr 20 Holzfäller und Helfer für die Arbeit und über den Lohn entscheidet dann Vater. Ich gehe davon aus das 5 Kupferstücke am Tag über einen Zeitraum von 2 Jahren ausreichen dürften. Natürlich solltet Ihr unsere Vorratskammer immer gefüllt halten.
Was sagt Ihr? Soll ich einen Brief an die meinen schreiben?
Sighvard schaut Tristan todernst an. In der Ecke schnacht Ole ein wenig lauter als sonst auf.
.
.
„Herr Ole, Herr Ole im Stollen ist etwas vorgefallen, der Steiger verlangt dringlich nach euch!“
Seltsam Ole musste kurz eingenickt sein aber nun befand er sich wieder in seinem Arbeitsraum nebst der Eisenmine von draußen drang das emsige hämmern der Schmiede, die Flüche der Fuhrwerker und der Rauch durch die offene Tür der respektablen Hütte.
„Sagt Kurd was ist passiert ihr seht ja ganz verstört aus?“
„Es hat einen Einbruch im Stollen gegeben und es soll auch Verletzte geben, die Heiler sind schon auf dem Weg!“
Das fehlte uns gerade noch – denkt sich Ole, während er eilig dem Vorarbeiter zum Eingang des Bergwerks folgt, wo gerade die ersten Männer herausgetragen werden. An dem hektischen Treiben der Heiler vorbei rennt Ole geradezu in den Stollen begleitet von einigen vertrauenswürdige Arbeitern geht es geschwind zu der Stelle, wo das Unglück passiert ist.
Als sie in der Halle des Abbaus ankommen sieht Ole an die 20 Bergleute, die emsig Abraum beseitigen, zeitgleich wird von anderen zügig an Holzstempeln gearbeitet und der Abriss beseitigt.
Inmitten diesem Getümmel steht ein kleiner stämmiger Zwerg, der lauthals die Leute zur Arbeit antreibt.
Torgen, sagt was ist passiert spricht Ole ihn an. Sagtet ihr nicht in dieser Tiefe sollte es beim Abbau noch keine Probleme geben?“
Der Zwerg noch schmutziger als sonst sieht zu Ole auf:“Seht zu das ihr den Ausbau sichert und schickt nach weiteren Stempel! „:, bellt er Oles Begleiter an. „Ihr Ole kommt am besten mit und seht es euch mit eigenen Augen an, passt aber beim Berge auf wo ihr eure Füsse hinsetzt.“
Vorbei am Unglücksort geht es zu einer dunklen Stelle, wo sich, wie Ole auffällt keine Bergarbeiter mehr aufhalten.
„Seht Ole und staunt, was wir gefunden haben!“
Im Lichte einer großen Grubenlampe blickt Ole mit ungläubigem Staunen in eine Halle großen Ausmasses mit etlichen steinernen Gebäuden. Plötzlich beginnt der Boden zu vibrieren und ein dumpfen Grollen setzt ein. Staub wallt aus der großen Halle auf und legt sich einem Leichentuche gleich auf Ole und sein Begleiter, die sich schwerlich auf den Beinen halten können. Als auch noch die Lampe ausgeht, hat Ole das Gefühl  in nie endenwollende  Dunkelheit zu stürzen.
„Ole, Ole – dass kann doch nicht sein, dass ihr am helligtem Tage schlaft! So wacht doch auf!
Völlig konfus fährt Ole hoch, desorientiert wischt er den 

überrumpelten Sighvard beiseite und sieht sich verstört um.
Rettet die Männer, sichert den Schacht – ähm was ist passiert!?

Tristan fängt laut an zu Lachen.
Schön das ihr endlich aufgewacht seid Ole, Sighvardh und ich sind auch gerade fertig mit dem ersten Geschäft.
Wieder zu Sighvardh gewand sagt Tristan: Das klingt soweit gut, klärt ab was ihr klären müsst, ich kümmer mich darum das ihr und eure Leute alles bekommt was ihr verlangt.
Dann wendet er sich wieder an Ole:
Also, ich wiederhole mich, wie sieht es aus mit euren Erbe von Eisenstedt? Ihr erinnert euch? Wir sprachen das ein oder andere Mal darüber. Kann ich euch da noch helfen?
.
Sighvardh erhebt sich vom Stuhl, trinkt seinen Humpen in einem einzigen großen Schluck aus, rülpst kräftig und sagt:
Ihr werdet mich dann jetzt entschuldigen.
Ich muss einen Brief schreiben.

Mit dem Fuß schiebt er den Stuhl beiseite und verlässt den Raum.
.
.Ole wartet noch ein paar Augenblicke nachdem Sighvardh den Raum verlassen hat und dann wendet er sich mit ernster Mine Tristan zu.
Nun Herr Tristan von so einer ernsten Angelegenheit sollten wir nicht vor anderen sprechen – ihr habt von gewissen Dingen gesprochen, als wir uns alleine trafen, die so scheint es mir ein schlechtes Licht auf meine Familie werfen würden, wenn sie bekannt würden.
Es ging dabei insbesondere um spezielle Bekannte eurerseits, die in allerlei Arten der Überedungkünste geübt sind.
Es wäre für uns sehr vorteilhaft, wenn bewießen werden könnte, dass die Gerüchte ein gewisser Nebenbuhler meines verstorbenen Vaters den Tod desselben herbeigeführt hat mehr als nur Gerüchte wären. Leider haben sich bis jetzt keinerlei Zeugen finden lassen und das wowohl der Tatort oft und gerne besucht wird. Es scheint als hätte sich ein Mantel des Schweigens über die Vorkommnisse jener Nacht gelegt. Würde jedoch bewiessen, dass der größte Nutznießer von Tode meines Vaters eine Mitschuld trägt, wären die Schuldscheine mit denen er uns erpresst hinfällig.
Sichtlich angespannt hält Ole inne und blickt Tristan an.
.
Sighvardh spricht
Ole spricht
Tristan spricht

Das Gasthaus “Zum weißen Hirsch“ (letzte Änderung Jul. 2015)

Das Gasthaus “Zum weißen Hirsch „eikthyrnir“” ist nicht bloß eine Taverne. Sie bietet auch vielen der fahrenden Händler eine angenehme Unterkunft für heiße Sommersonnenläufe, oder eisig schneidende Winternächte. Sicherlich wird hier auch Met feilgeboten, doch das Hauptaugenmerk liegt darin Reisenden eine Unterkunft zu gewähren und dies so genehm wie eben möglich zu gestalten. Das Gasthaus liegt im Süden des Dorfes, gerade am Beginn des Südwaldes.

Die Tür des Gasthauses wird geöffnet und ein schlanker, finster dreinblickender Mann tritt ein. Sein Obergewand ist nachtschwarz, das halbe Gesicht von einer Ledermaske verdeckt. In der Schankstube werden angeregte Unterredungen geführt. Der in Schwarzgewandete schreitet gen Theke hin, bestellt beim Schankherrn einen Kräutertee und lauscht den umliegenden Gesprächen.

 

Ein einfach gekleideter Mann spricht zu einem Blondling: “Hast du gesehen? Sie beginnen nun den zweiten Pallisadenring zu erbauen. Wenn er fertiggestellt ist, so werden sie sicher die Piken, angespitzte Baumstämme in den Boden schlagen. Die Händler und fahrenden Handwerker erwägen bereits nichtmehr herzukommen.” Dann rückt er näher an den blonden Recken heran. “Ich frage mich, ob Herr Dargen wahrlich noch um das Wohlergehen des Dorfes sorgt, oder seinen eigenen Machenschaften nachgeht. All diese fremden, zwilichtigen Gestalten.”

 

An einem anderen Tisch spricht eine ältere Dame zu einer Anderen “Bevor Herr Mutbrecht aufgebrochen ist, da war der Hafen noch prächtig. Agnatha glaube mir, wenn ich dir sag’, dass wir die zwei alten Drachenschiffe niemals wiedersehn. Und dann nun dieses gänzlich in Schwarz gehaltene Raubboot von Herrn Mutbrechts Sohn. So ich hörte, dann gedenkt er noch zwei weitere von ihnen erbauen zu lassen.”Die Zuhörerin nickt zustimmend und erwiedert: “Genug Raufbolde treiben sich ja bereits in unserem Dorf herum.”

 

Ein eher bäuerlich dreinschauender Mann brummt etwas verägert: “Nun, wo uns selbst die ehrenwerte Frenya verlassen hat, die forn eik gefällt ist, wie soll nun noch ein einziges Saatkorn aufgehen? Dargen Mutbrecht hat mit seinen Männern Muttererde verletzt und geknebelt. Sie wird uns nichteinmal mehr eine einzige gute Ernte bescheren!” Sein Gegenüber nickt zustimmend und erwiedert: “Mit der Hüterin sind alle Hoffnungen dahin. Vielleicht sollten wir in den Süden ziehen!” Der Erste entgegnet empört:“Und alles aufgeben, was Vater und Mutter hier errichtet haben? Oh nein, dazu muss uns erst der Himmel auf das Haupt fallen!”

 

Mit einem KLONG rammt sich ein Messer in die Holzplatte der beiden Bauern. Sie zucken zusammen und sehen den Maskenmann neben sich stehen. Ihr zweifelt daran, dass die Götter Euch im Anbau der Felder helfende Hände reichen? Vergesst die elendige Kraft von Stock und Stein! Die Göttin der Fruchtbarkeit hilft jedem Bauern, der sie nur anbetet. Betet Bauern…betet darum, dass sie Euch erhört. Damit zieht das Halbgesicht seine Klinge aus dem Tisch, grinst genüsslich und schreitet gen Tresen zurück. Die Bauern blicken ihm erschrocken und gleichsam empört nach.

 

Erinnerungen aus der Vergangenheit (letzte Änderung Jul. 2015)

Das Zwitschern von Vöglein in der Gegend, der Duft von feuchtem Grün in der Luft. Tierknochen klopfen leise an die Rinde eines einst so mächtigen Baumes. Die Sonne ist aufgegangen und vertreibt die düsteren Erinnerungen an einen finsteren Traum.
Der Schamane ist zurück in das Dorfzentrum geschlurft und hat außer den blutgetrockneten Runen auf Angus Haut und die letzten Schmerzen der brutalen Geschehnisse noch zuvor wenig zurückgelassen. Dennoch fühlt es sich an, als wenn jemand in der Nähe wäre. Bewegungen scheinen nur eingeschränkt möglich. Nicht nur allein der verheilenden Wunden wegen, sondern auch der dicken Fesseln, die an Hand und Fußgelenken angelegt sind. Wenn Angus den Kopf dreht und der Blick auf den zwei Männerhohen Stumpf der alten Eiche fällt, lässt sich eine verhüllte Frau erblicken. Ihre Gestalt ist in einem grünen Umhang verborgen, der Lockenschopf wie ein weiter Mob, ein Wirrwarr aus dunklen und vereinzelt grauen Strähnen. Ihre Hand liegt sanftmütig an der dicken Rinde; Dort wo der Schamane keine Runen in das Holz ritzte.
“Was haben Sie dir nur angetan. Wenn Arnd noch unter den Lebenden weilt, dann möge er bald erscheinen. Wie sehr hoffe ich doch darum, dass der Beutel ihn erreicht. Wer bringt uns nur die buntblühende Zeit zurück?” Sie seufzt.

Als sie im Augenwinkel eine leichte Regung wahrnimmt, dreht sie sich dem Altar zur. Sie hebt für wenige Atemzüge die linke Augenbraue und schreitet dann auf den Gefangenen Angus zu. “Was hat Ratger denn nun hier wieder angerichtet?” Arnds Mutter beginnt an den Fesseln zu nesteln und zieht Bolzen daraus hervor. Nun lassen sich die Hände und Füße wieder befreien. “Ich kenne Euch nicht, doch befinde ich, dass es niemandem vergönnt sein sollte auf einem Stein das Seelenheil zu verlieren. Ich bin Frenya, Hüterin der alten Eiche und Vermählte des Altprimgal Mutbrecht, der noch vor meinem Sohn Dargen, Primgal in unserem Dorf war. Erinnert Euch an mich, solltet Ihr eines Sonnenaufganges genug Kraft verspüren in den Wald zu flüchten. Ich werde Euch dann den Pfad aufzeigen, der in Eure Heimat zurückführt.” Mit diesen Worten zieht sie den Umhang wieder völlig um sich und verschwindet im Schatten des nahen Waldes.

Noch eine Weile vielleicht mochte Angus auf dem Altar reglos daniederliegen. Seine Verletzungen schienen wohl nicht gänzlich so schnell zu verheilen, wie es so manch einer erwartet hätte. So also kam es, dass Ratger der Schamane mit zwei weiteren Männern zum Stumpf der Eiche zurückkehrte und verwundert über die geöffneten Fesseln fluchte: “Bei der Gier der weißen Schlange. Welch Zauberei hat das vollbracht? Es ist, als würde meine Haut und meine Eingeweide einen Namen rufen, der mir nicht gefällt.” Der Schamane blickt sich suchend um. Dann winkt er den Männern Angus vom Altar zu heben. “Bringt ihn in den Saal des Primgal. Er will sich diesem neugierigen Burschen selbst annehmen!” Mit diesen Worten heben sie Angus vom Altar und schleifen ihn brutal in das Haupthaus.

Die dutzenden, unzähligen Kiesel auf den Pfaden des Dorfes schmirgeln Angus’ Lederstiefel, wenn er diese denn noch trägt. Die beiden stämmigen Fellträger, die ihm unter die Arme greifen und ihn nun durch den Torbogen des Haupthauses führen, sprechen in nordischer Sprache. Doch die Tonlage lässt schließen, dass sie eher ausgeglichen und teilnahmslos an dem Schicksal des Fremden scheinen. Es geht durch den Innenhof hin zu einer zweiflügligen Tür, die Ratger der Schamane gleich mit seinen knochig, feingliedrigen Fingern anpackt und öffnet. Nun offenbart sich ein großer Saal, in dessen Mitte eine lange und massive Holztafel Platz findet. Als die Männer um die Tafel geschritten sind und der Primgalsitz erreicht ist, lassen sie Angus plump auf die Saalsteine fallen. Die Tafel ist von hier aus vier, oder fünf Beinlängen entfernt. Der Primgalsitz erhebt sich auf eine Stufe. Er steht erhöht, um den Saal gänzlich überblicken zu können. Die Handlanger gehen dahin und schließen hinter sich die Flügeltüren.

Ratger schließt zu dem Primgal auf und Dargen murrt: “Ratger, was hast du mir hier angeschleppt?! Hatte ich nicht deutlich genug gesagt, dass halbgefüllte Sandsäcke mir nicht mehr Wert sind, als dreckiger Viehdung.” Der Schamane erwidert: “Oh, Herr Dargen, dieser hier ist mehr als Gold wert!” “Ist er das?!”, Dargen erhebt sich und packt Angus an einem Arm um ihn hochzuhiefen! “Erinnert Euch, Ihr habt Kopfgeld auf ihn ausgesetzt!”, erklärt Ratger. Dargen fällt es wie Schuppen von den Augen. “Da treffe mich Kabal Hammer, ist der ein Verbündeter meines elenden Bruders?!” Ratger nickt und grinst: “Oh ja, Herr Dargen, er ist ein Söldner der Grünen Feste. Ihr solltet Ihn nach so manch Geheimnis dieser Feste ausfragen!” Dargen lacht triumphal! “Der sieht nicht aus, als könne er noch einen Piep von sich geben!” Dargen greift nach einem Hocker und steckt ihn Angus unter den Hintern. Dort lässt er ihn zusammensinken und setzt sich selbst dann wieder auf den Thron des Primgal. “Na, wie ruft man ihn denn? Hat er einen Namen?!”, die Miene des Primgal wird steinhart!

Ratger hebt seine Stimme um die Stille nach dieser Frage zu vertreiben. Angus erscheint mitgenommener, als der Schamane nach seiner Heilungszeremonie erst einschätzte. “Sein Name ist nicht sonderlich von Belang Herr Dargen. Was wäre jedoch, sowenn dieser Söldner den Hauptleuten der Grünen Feste mehr Wert wäre, als Euer Bruder?” Dargen schnaubt und erhebt sich. “Eine weitere Nachricht, auf die dieses Dreckspack der Feste im Süden spuckt? Was auch immer wieder in deinem Haupt herumspukt Ratger. Der plumpe Sack hier, soll dein sein. Mache ihn wieder zu einem Ganzen oder zerstückel ihn in winzige Teile aus Fleisch, es ist mir gleichgültig. Ich will mich meinen Schiffen widmen. Diese Nacht wird die erste Fahrt unternommen. Achte nur, dass dieser feuchte Sack mir bloß nichts von den Vorräten wegfrisst!” Damit verlässt Dargen den Saal, ohne noch einmal zurückzublicken. “Gewiss…” Ratger grinst zufrieden und reibt sich die Hände.

Nachdem Dargen die Flügeltüren hinter sich wieder geschlossen hat, lässt sich der Schamane genüsslich auf dem Stuhl des Primgal sinken und spielt etwas an seinem Schamanenstock.Angus, so nennt man Euch doch, dort wo Ihr entstammt nicht? Hmhmhmhm…” er lacht in sich hinein “Wisst Ihr der alte Mutbrecht war wahrlich schwer zu lenken, doch sein Sohn Dargen, ist wie eine Flagge im Wind. Gebe ich die Windrichtung an, dann weht sie, wie ich es will. Alle Männer, die zu uns in das Dorf ziehen, sie alle hören die Stimme meiner Götter und sie folgen ihnen. All jene, die noch einen Hauch an die Kraft der Sandmutter hegen, werden ebenfalls eines Sonnenaufganges erkennen, dass es sie nicht gibt! Nur die Götter allein lenken unser Handeln, beobachten unser Leben, lenken Pflanz und Tier. Oh ja, auch Ihr werdet noch verstehen, warum die Weiße Schlange stets besänftigt werden sollte. Wenn Ihr wieder erstarkt, dann nur, weil es die Götter als recht erachten. HmHmhmhmhm…” Wieder das Lachen

Plötzlich wird die Miene finster. “Wie bei Bein und Knochen jedoch, habt Ihr die Fesseln des Altars geöffnet? Spukt Mutbrechts Weib wohl doch in den Wäldern umher?!” Er schnalzt mit der Zunge. “Oh, so plötzlich sehe ich ein Licht der Erkenntnis. Ihr werdet mich zu ihr führen! Oh ja, das werdet Ihr. Und dort im Wald wird niemand bemerken, wie ich sie niederstrecke. Denn für die letzten Anhänger der Sandmutter ist die elende Hüterin von Sonnenaufgang zu Sonnenaufgang mehr verblasst. Niemand wird einen Schamanen mit ihrem Tod in Verbindung bringen. Hmhmhmhmhm…” Und der Schamane lacht erneut in sich hinein. Als er verstummt ruft er nach den beiden Handlangern, die Angus erneut unter den Armen fassen und ihn zurück zur alten Eiche schleifen. Dort werden sie ihn achtlos zwischen die Linden fallen lassen.

…vom Haupthaus zurück…
Die zwei Handlanger, die Angus vom Haupthaus zurückschleiften, waren ebenso brutal, wie auch zuvor schon. “Ins Gras mit ihm, hat ‘ter Schaman’ gesacht!”, meinte der Eine. Worauf der Andere nur zustimmend nickte. Wie einen faulen Apfel ließen sie Angus auf den Boden fallen und wendeten ihm noch in gleicher Bewegung schon den Rücken zu. Dann stapften sie davon. Windböen ließen Blätter in den Bäumen rascheln. Ein Vöglein zwitscherte im Gebüsch. Die Sonne senkte sich gen Horizont herab. Dann erschien eine bekannte Silhouette. Erst verbarg sie sich in den immer länger werdenden Schatten der Bäume. Doch als keine Gefahr mehr zu drohen schien, schlich sie sich zu Angus heran. “Erst nahm ich an, dass Ihr nur eine arme Seele seid, die sich nach Sognefjord verirrte. Doch, Ratger behandelt Euch für seine Art beinahe, wie einen Schatz. Wer seid Ihr nur?”Frenya (Arnds Mutter) wendete Angus vorsichtig auf den Rücken und betastete seinen Puls. Er schien nicht sonderlich vor Lebenskraft zu strotzen, doch befand sie, dass sie ihn wieder zu den Lebenden zurückholen könnte. “Vielleicht, wisst Ihr darum, wo mein Sohn sich derzeit aufhält. Kommt, ich werde Euch heilen!” Damit packte sie Angus beherzt unter den Armen und begann ihn rücklinks durch das Unterholz des Waldes zu schleifen. Spuren verwischte sie notdürftig. So dauerte es, bis die Nacht hereinbrach und sie den Söldner der Grünen Feste zu ihrem Erdloch gebracht hatte. Sie öffnete eine dürftig aus Holz geflochtene Klappe im Boden und schleifte Angus hinein. Den Verwundeten noch auf Felle gebettet und einige Kerzen entzündet und sie schien mit ihrem Werk zufrieden. Gleich darauf suchte sie nach etwas Wasser und goss es Angus über die Lippen. In der Hoffnung er würde es trinken.

Sonnenlauf, um Sonnenlauf zogen ins Land. Frenya kam und ging. Der Tag warf einige wenige Lichtstrahlen durch das Dachgebälk und die Nacht ließ das wenige Licht der Sterne silbrig glänzen. Knapp nach Sonnenaufgang eines weiteren Tages erklang auf der Oberfläche plötzlich eine bekannte Stimme. Arnds Mutter horchte auf. Dann griff sie nach dem Bogen, nahm einen Pfeil aus dem Lederköcher und schlich aus dem Erdloch hinauf ins Tageslicht. “Ratger, wie habt Ihr mich hier gefunden?” Der Schamane erwiderte: “Unzählige Spuren und der Duft nach Weib. Was hätte mein Fleisch und Knochen da noch von dem rechten Pfad abbringen können?!” “Hinfort mit Euch Schamane! Ihr habt hier keine Macht!”, spieh Frenya. Doch der Schamane lachte bloß hämisch. “Die Götter weisen mir den Weg. Sie schenken mir Macht, wann immer ich danach trachte. Doch vielleicht ist es wahr. Hier ist sie nicht so stark.” Er wendet Arnds Mutter den Rücken zu und Frenya lässt den Bogen eine Handbreit sinken. Plötzlich ein Herumfahren, ein Pustgeräusch und Frenya spürt einen Giftpfeil aus einem Blasrohr in ihrer Brust. “Bei Muttererde!” Sie sinkt auf die Knie und reißt den Pfeil aus der Haut. Zufrieden mit seinem Werk stackst Ratger auf sie zu. “Oh, die Macht nun ist sie doch da und ich spüre, wie das Blut in meinen Händen wie Feuer brennt. Hahahaha!”Ratger lacht triumphal. Dann greift er der einst mächtigsten Frau des Dorfes harsch in die Haare, um ihr Haupt zurückzureißen und ihren Blick in seine Augen zu heben. “Die Götter wünschen, dass Ihr den Söldner zurück zu seiner Feste bringt. Das Gift tötet Euch…jawohl…doch nicht gleich. Langsam und qualvoll. So Ihr Euer Ziel erreicht. Vielleicht ist Euch Eure Sandmutter ja gnädig. Und sie lässt Blätter in Euren Händen wachsen. Hmhmhmhmhm….”Damit löst er den Griff und wendet sich ab. “Ihr habt einen halben Mondlauf, dann vergisst Euer Herz zu schlagen!”, dann entschwindet er zwischen den Bäumen. Verzweifelt humpelt Frenya in ihr Erdloch zurück und sucht nach Heilkräutern. Doch kein Blatt, keine Salbe, keine Tinktur erscheint ihr als richtig. Sie sinkt auf die Knie und das erste mal in ihrem Leben beginnt sie leise zu wimmern.

Die nächste Nacht verging und Frenya lag noch lange wach. Tags darauf mischte sie sich unauffällig unter all die Fremden Menschen auf dem Marktplatz des Dorfes. Bekannte Gesichter erschienen froh sie zu sehen. Doch sie winkte, um das Aufblühen der Wohlgesonnenen wieder abebben zu lassen. Sie alle glaubten bereits die Hüterin der Alten Eiche wäre mit diesem Baum von ihnen gegangen. Doch nun stand sie wahrlich wieder vor ihnen. Ein einheitlicher Entschluss wurde gefasst. Sie alle würden sich Arnds Mutter anschließen um gemeinsam mit ihr den “Söldner der Grünen Feste” wieder an den rechten Ort zurückzubringen. Kutschen wurden zurechtgemacht, Pferden das Geschirr angelegt. Angus auf die Felle in einem dieser Kutschen gebettet und mit einem letzten Blick zurück verließ die Expedition die einst so genehme Heimat. Märgelfurt, sie werden dich bald erreichen…