Das Wetter war gut an diesem schönen Sommertag und die kleinen Wellen schlugen lustig an die Schiffsplanken. Das Segel blähte sich im Wind und Sighvardh stand vorn im Schiff und späte in Richtung Hafen.
Theotmalli auf Soodens Test war sein Ziel und gemeinsam mit fünf Seefahrern aus Rensgart hatte er die Fahrt gemeistert.
Der Anleger im Hafen war ein drei Schritt breiter Holzsteg der noch nicht sehr lange hier stehen konnte und einen stabilen Eindruck machte.
Darauf standen schon die zwei Männer mit denen er sich treffen wollte und warteten. Ole Starkarm und Lord Tristan Castellani. Sighvardh springt vom Schiff und nähert
sich den wartenden Männern.
Hallo zusammen. Wie schön das Ihr meinem Brief gefolgt seid und wir nun hier nochmal über Geschäfte sprechen können.
Ich freue mich aufrichtig euch hier in meiner neuen Heimatstadt Theotmalli begrüßen zu dürfen.
Tristan zieht seinen Hut und macht eine tiefe Verbeugung.
Ist es nicht ein wunderschöner Tag um über Geschäfte zu reden. Vielleicht freut es euch zu hören, dass ich dank meiner neuen Teilhaberschaft am Verfluchten Krug uns dort einen geeigneten Raum besorgen konnte, außerdem gehen natürlich alle Getränke und Speisen auf mich. Und wenn ihr wünscht länger hier zu bleiben, natürlich auch noch die Unterkünfte.
Mit offenem Mund starrt Sighvardh Tristan an und lacht schließlich.
Ha Ha. Das nen ich mal ne Begrüßung. Dann lasst uns mal reingehen und probieren was Ihr hier so braut. Und die Nacht bleiben wir auf jeden Fall auch hier.
Sighvardh geht an Ole und Tristan vorbei auf die nächsten Hütten und Häuser zu während die seefahrenen Rentsgarder das Drachenboot am Steg vertäuen.
Ole ist etwas verdattert seine offene und freundliche Mine verschwindet während er das Boot und die Besatzung abwägend mustert und versucht sich anhand all dessen ein Bild zu machen. „Ich kann ja verstehen das eine Seefahrt durstig macht…“ murmelt er mehr zu sich selbst während er seinen schweren Hammer hebt und schultert. Ole beeilt sich mit Sighardh Schritt zu halten, der ein forsches Tempo vorlegt und spricht ihn an:
Ole: Seyd gegrüßt Sighvardh nun sag mir noch schnell welchem Handwerk geht ihr noch gleich nach – meines ist das Schmieden von Eisen und Stahl gleich welcher Form nur für den Fall, das ihr dergleichen benötigt.
Sighvardh bleibt kurz stehen und mustert Ole. Nun ich war der Meinung das es sich inzwischen herumgesprochen hat das ich Sighvardh der Bootsbauer bin. Ihr müßt wissen das ich einst ein schwarzes Drachenboot für den Primgal Sognefjord gefertigt habe. Als ob es eine Leistung wäre die den Respekt der Götter verdient schaut er in Oles Gesicht.
…und genau weil Ihr ein Bootsbauer seid, seid ihr hier. Aber wollen wir unsere Geschäfte nicht bei einem guten Zottelbräu besprechen?
Zügig streit Tristan nach dieser Aussage vorran und führt die Gäste die Klippen hinauf in das kleine Dorf Theotmalli an dessen Ende sich der Verfluchte Krug befindet. Doch Tristan führt die Gäste nicht durch den Haupteingang, sondern geht mit Ihnen um das Gasthaus herum und führt sie dann eine kleine Treppe hinauf direkt in ein kleines Zimmer welches wie ein Büro eingerichtet ist.
Willkommen in meinem neuem Heim, hier bin ich direkt an der Quelle
Dann leutet er eine Glocke und wenig später kommt eine attraktive Schankmaid herein und serviert allen Anwesenden ein Zottelbräu. Als sie wieder gegangen ist wendet sich Tristan an Ole.
Also Ole sagt wie gehts um euer Erbe?
Hört Hört!
Sighvardh schlägt Ole auf die Schulter und schaut in erwartungsvoll an.
Aus welcher Ecke Trums kommst du eigentlich wech und was gibts da tolles zu erben?
Ole verdreht die Augen, kippt vom Stuhl auf die Erde und fängt sofort an zu schnachen. Sighvardh schaut verduzt auf seine Hand, dann auf Ole und schließlich zu Tristan.
OH. Das wollte ich nicht. Schein ganz schön erschöpft zu sein von der Reise. Ist der hierhin geschwommen? Was soll’s. Tristan weswegen sind wir noch gleich hier?
Also Ihr seid hier wegen Booten, die baut ihr ja immerhin. Und ich brauche einige Boote. Seit unserem letzten Treffen hat sich viel getan. Für die Avenger brauchen wir 3 kleinere Ruderboote für bis zu 10 Mann und vielleicht ein kleineres Bordgeschütz.
Dann brauchten Ole und ich für ein gemeinsames Unterfangen Flöße um Eisen aus Eisenstadt zum Meer zu transportieren. Und dann brauche ich noch einige Handelsschiffe für mein neues Handelsunternehmen. Wie ihr seht, ein Menge Arbeit. Ich würde euch also für mehrer Monate, wenn nicht sogar Jahre beschäftigen. Dafür würdet ihr fürstlich belohnt werden.
Ich habe auch mit dem Dorfrat in Theotmalli bereits gesprochen. Der Dorfrat plant eine eigene Werft zu bauen. Leider fehlt hier dazu nur Fachwissen im Bootsbau. Ich schlage euch deswegen parallel einen zweiten Auftrag vor. Ihr Baut die Booten hier in Theotmalli und lernt dabei einige Gesellen an. Ihr würdet für das Boote bauen von mir bezahlt werden und für eure Unterstützung bei der Ausbildung der Lehrlinge vom Dorfrat.
Tristan grinst breit und macht dabei eine Pause in der er sein gegenüber von Oben bis unten Mustert.
Wie Ihr seht, werdet Ihr also doppelt bezahlt. Ich kann aus euch einen reichen und sogar mächtigen Mann machen Sighvardh
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Je länger Sighvardh den Worten Tristans lauscht desto tiefer sink seine Kinnlade herab. Es sieht so aus. als würde er intensiv überlegen was er nun sagen soll.
Nachdem Sighvardh einige Zeit in die Luft geschaut, die Augen zusammengekiffe, in seiner Tasche gewühlt und einige Zettel gelesen hat, wendet er sich wieder an Tristan.
Also. Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich eher eine schöne Schlägerei erwart, als das Ihr tatsächlich euren Auftrag wiederholt. Eurer eindruck im Verfluchten Krug war doch etwas …. flüchtiger. Nun denn. So kann es passieren.
Sighvard nimmt eins der Papiere vom Tisch und reicht es Tristan. (Papier)
Dies sind die Namen aller die ich zu meiner Familie zähle. Wenn ich den Auftrag annehme muss ich zuerst den Vater und unseren Karl fragen, ob ich und die ganze Familie für zwei Jahre Rentsgard verlassen und hier in Theotmalli Boote bauen dürfen. Wenn … das gut geht brauchen wir hier ein Haus in dem wir wohnen können, ungefähr 20 Holzfäller und Helfer für die Arbeit und über den Lohn entscheidet dann Vater. Ich gehe davon aus das 5 Kupferstücke am Tag über einen Zeitraum von 2 Jahren ausreichen dürften. Natürlich solltet Ihr unsere Vorratskammer immer gefüllt halten.
Was sagt Ihr? Soll ich einen Brief an die meinen schreiben?
Sighvard schaut Tristan todernst an. In der Ecke schnacht Ole ein wenig lauter als sonst auf.
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„Herr Ole, Herr Ole im Stollen ist etwas vorgefallen, der Steiger verlangt dringlich nach euch!“
Seltsam Ole musste kurz eingenickt sein aber nun befand er sich wieder in seinem Arbeitsraum nebst der Eisenmine von draußen drang das emsige hämmern der Schmiede, die Flüche der Fuhrwerker und der Rauch durch die offene Tür der respektablen Hütte.
„Sagt Kurd was ist passiert ihr seht ja ganz verstört aus?“
„Es hat einen Einbruch im Stollen gegeben und es soll auch Verletzte geben, die Heiler sind schon auf dem Weg!“
Das fehlte uns gerade noch – denkt sich Ole, während er eilig dem Vorarbeiter zum Eingang des Bergwerks folgt, wo gerade die ersten Männer herausgetragen werden. An dem hektischen Treiben der Heiler vorbei rennt Ole geradezu in den Stollen begleitet von einigen vertrauenswürdige Arbeitern geht es geschwind zu der Stelle, wo das Unglück passiert ist.
Als sie in der Halle des Abbaus ankommen sieht Ole an die 20 Bergleute, die emsig Abraum beseitigen, zeitgleich wird von anderen zügig an Holzstempeln gearbeitet und der Abriss beseitigt.
Inmitten diesem Getümmel steht ein kleiner stämmiger Zwerg, der lauthals die Leute zur Arbeit antreibt.
„Torgen, sagt was ist passiert spricht Ole ihn an. Sagtet ihr nicht in dieser Tiefe sollte es beim Abbau noch keine Probleme geben?“
Der Zwerg noch schmutziger als sonst sieht zu Ole auf:“Seht zu das ihr den Ausbau sichert und schickt nach weiteren Stempel! „:, bellt er Oles Begleiter an. „Ihr Ole kommt am besten mit und seht es euch mit eigenen Augen an, passt aber beim Berge auf wo ihr eure Füsse hinsetzt.“
Vorbei am Unglücksort geht es zu einer dunklen Stelle, wo sich, wie Ole auffällt keine Bergarbeiter mehr aufhalten.
„Seht Ole und staunt, was wir gefunden haben!“
Im Lichte einer großen Grubenlampe blickt Ole mit ungläubigem Staunen in eine Halle großen Ausmasses mit etlichen steinernen Gebäuden. Plötzlich beginnt der Boden zu vibrieren und ein dumpfen Grollen setzt ein. Staub wallt aus der großen Halle auf und legt sich einem Leichentuche gleich auf Ole und sein Begleiter, die sich schwerlich auf den Beinen halten können. Als auch noch die Lampe ausgeht, hat Ole das Gefühl in nie endenwollende Dunkelheit zu stürzen.
„Ole, Ole – dass kann doch nicht sein, dass ihr am helligtem Tage schlaft! So wacht doch auf!
Völlig konfus fährt Ole hoch, desorientiert wischt er den
überrumpelten Sighvard beiseite und sieht sich verstört um.
Rettet die Männer, sichert den Schacht – ähm was ist passiert!?
Tristan fängt laut an zu Lachen.
Schön das ihr endlich aufgewacht seid Ole, Sighvardh und ich sind auch gerade fertig mit dem ersten Geschäft.
Wieder zu Sighvardh gewand sagt Tristan: Das klingt soweit gut, klärt ab was ihr klären müsst, ich kümmer mich darum das ihr und eure Leute alles bekommt was ihr verlangt.
Dann wendet er sich wieder an Ole:
Also, ich wiederhole mich, wie sieht es aus mit euren Erbe von Eisenstedt? Ihr erinnert euch? Wir sprachen das ein oder andere Mal darüber. Kann ich euch da noch helfen?
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Sighvardh erhebt sich vom Stuhl, trinkt seinen Humpen in einem einzigen großen Schluck aus, rülpst kräftig und sagt:
Ihr werdet mich dann jetzt entschuldigen.
Ich muss einen Brief schreiben.
Mit dem Fuß schiebt er den Stuhl beiseite und verlässt den Raum.
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.Ole wartet noch ein paar Augenblicke nachdem Sighvardh den Raum verlassen hat und dann wendet er sich mit ernster Mine Tristan zu.
Nun Herr Tristan von so einer ernsten Angelegenheit sollten wir nicht vor anderen sprechen – ihr habt von gewissen Dingen gesprochen, als wir uns alleine trafen, die so scheint es mir ein schlechtes Licht auf meine Familie werfen würden, wenn sie bekannt würden.
Es ging dabei insbesondere um spezielle Bekannte eurerseits, die in allerlei Arten der Überedungkünste geübt sind.
Es wäre für uns sehr vorteilhaft, wenn bewießen werden könnte, dass die Gerüchte ein gewisser Nebenbuhler meines verstorbenen Vaters den Tod desselben herbeigeführt hat mehr als nur Gerüchte wären. Leider haben sich bis jetzt keinerlei Zeugen finden lassen und das wowohl der Tatort oft und gerne besucht wird. Es scheint als hätte sich ein Mantel des Schweigens über die Vorkommnisse jener Nacht gelegt. Würde jedoch bewiessen, dass der größte Nutznießer von Tode meines Vaters eine Mitschuld trägt, wären die Schuldscheine mit denen er uns erpresst hinfällig.
Sichtlich angespannt hält Ole inne und blickt Tristan an.
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Sighvardh spricht
Ole spricht
Tristan spricht