Schöngeist Akademie, Gergonsmund

Darf ich vorstellen, führt Eure Schritte in das Zentrum zivilisierter Kultur, Ausgangspunkt und Ziel eines jeden höheren geistigen Strebens: Die Schöngeistakademie – Haus der feinen Künste und edlen Gedanken.

Angesiedelt in der pulsierenden Hafenmetropole Gergonsmund, liegt sie im Schmelztiegel der Kulturen. Jedoch, wie sich Weizen von der Spreu trennt, so liegt auch die Villa der Akademie in stillerem Teil der Stadt. Gleich einem Kloster, schützt eine Mauer  die Gedanken der Feingeister und ein gut gepflegter und stilsicherer Garten läd zur Spaziergangsmuße ein. Man sieht hier und da einen Maler das kleine Bächlein auf die Leinwand fließen lassen und tiefgetretene Pfade wippen mit entrückter Geste Poeten entlang, auf der Suche nach dem treffenden Vers, hier und da abgelenkt von entkleideten Modellen, deren Leiber sich ganz der Bildhauerei hingebend zwischen wohlgsortiertem Gebüsch dahinzerfließen. Bisweilen wird dieses Stilleben zerrissen von einem „Och!“ oder einem „Ach?“ aus dem kleinen Pavillon wehend, in welchem Denkerinnen und Denker ihrer Zeit voraus die Wahrheit und Philosophie mit scharfem Verstande und spitzer Zunge zu ergründen versuchen – alles umwoben von lieblichen Harfenlauten.

Beachtet bitte – und hierauf legt das Haus besonderen Wert – die Mäzene, wie sie eingeladen und umgarnt umherwandeln und sich berichten lassen von all dem Schönen, Erhabenem und auch Klagevollem, das nur da ist, Dank ihrer Spendabilität. Denn so wie sich die höhere Kunst trennt vom banalen Tavernengeklimper und geschnitztem Volksgebimsel, so trennt sich auch bei hohen vermögenden Herrschaften die Gruppe derer, welche wahre Kunst erkennen von jener sich fern dem Anspruch ihres Standes zu benehmenden „Meute“ möchte mann sagen. Dieserlei ist zweierlei und die Akademie ist für einerlei.

„Wahre Kunst ist nicht die der Vielen. Was den Vielen gefällt, insbesondere, so diese von niederem Stande, ist nicht die wahre Kunst. Der niedere Stand verbringt so viel Zeit mit der Notwendigkeit des Broterwerbs, dass ihm die Zeit zum Erlernen der Unterscheidung wahrer Kunst nicht bleiben kann. Der höhere Stand hingegen verfügt über diese Muße und deshalb ist es auch seine Verpflichtung, diese Fähigkeit anzustreben. Denn nicht nur schützen soll ein Ritter seine Untertanen, sondern auch huldigen und fördern die Kunst. Denn der Künstler, der da wahre Kunst betreibt, betreibt sie nicht für die Vielen und so ist wahre Kunst angewiesen auf die Wenigen. Doch so Ritter und Edelsleut sich nicht kümmern, nicht fördern, richten sie die hohe Kunst zugrunde und schaden damit ihrem Stand. Was ihnen dann noch bleibt, ist nur die einfache Volkskunst. Und bitte was unterscheidet dann noch einen Ritter vom Bauern? Allein das Schwert? Dann fielen wir zurück in die Barbarei. Der Stand verpflichtet zum Mäzenatentum.“ – Primus Sodebrecht, ehemaliger Akademieleiter

So Ihr Gefallen gefunden habt an dieser Führung und euch in der Hingabe seht, seid als Künstler, Mäzen oder Philosoph Willkommen in unserem Kreise. Schreibt oder besucht unser Haus gern und lasst euch im besten Fall als schaffendes oder Ehrenmitglied der Schöngeistakademie ordinieren.

Diese Einrichtung (IT) wird von Rene L (OT) betreut.
Falls Ihr euch anschließen wollt oder Fragen habt sendet eine Mail.

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