Der Wiedener Herold

Die bisher erschienen Artikel des Wiedener Herolds:

in 2013 (30. Ratsjahr) erschienen:
01 – Das Los der Solanen
02 – Soodens Wölfe
03 – Das Los der Solanen – Lucretia hilft
04 – Gefängnisausbruch aus Kriegonsdorn
05 – Towens Edelsteine auf neuen Wegen
06 – Gerüchte aus Solania
07 – Vulkanausbruchin Hardemundt
08 – Vermehrte Diebstähle auf der Höhenstraße
09 – Gerüchte aus Märgelfurt – Der Tod des Kunigal
10 – Arnold Beren Entführt??
11 – Bauarbeiten am Vielfurtenweg
12 – Krakensee wieder gefährlich??
13 – Drachen doch nicht ausgestorben?
14 – Arnold Beren, Tot aufgefunden
15 – Der Winter steht bevor
16 – Feuer in Rentsgard
17 – Hilfebedürftige Menschenräuber?
18 – Gerüchte aus Solania – Die Herzogin ist tot
19 – Neues aus Westflachgrund
20 – Ob Sie wissen was Sie tun?
21 – Mord in der Bibliothek
in 2014 (31. Ratsjahr) erschienen:
22 – Die Räuber Hardemunts
23 – Großbrand in Sareven
24 – Mysteriöser Fund
25 – Der Karl ist Tot, Lang lebe der Karl!
26 – Inspektor reist gen Norden
27 – Sklavenhandel, Anschuldigungen und Magie!
28 – Neonis: Erzabt ruft heilige Queste aus
29 – Ein anonymes Pergament
30 – Tag der Demut oder der Völlerei?
31 – Unruhen im Norden Hardemunts
32 – Stellungnahme zu den Unruhen in Hardemunt
33 – Erneut Ärger in Hardemunt
34 – Freier oder Frei(h)err
35 – Wird das Bett der Freifrau jemals kalt?
36 – Unterredung mit dem Hüter der Neuen Eiche
37 – Der Verfall von Lady Antonia – I
38 – Der Verfall von Lady Antonia – II
in 2015 (32. Ratsjahr) erschienen:
39 – Der Baron ein Reisender und ein Mörder
40 – Aufruf zum erhalt des Friedens!
41 – Die tuchene Stadt – Menschenräuber halten erneut Ernte
42 – Weißensteiner Kundmachung
43 – Aufruf – Siebenhöfen geht auf Expedition
44 – Die erste Ritterin Großenbrücks
45 – Die Suche nach dem ewig ruhenden Kind
46 – Aufruf – Siebehöfen zieht erneut gen Amaris
in 2016 (33. Ratsjahr) erschienen:
47 – Tragischer Verlust – Neue Blütezeit?
48 – Nachwuchs im Hause Uhlenbruch
49 – Handelskontor in Zarorien wird eröffnet
50 – Aufruf – Siebenhöfen festigt Ordnung in Amaris
51 – Schnee, Eis und Tod
52 – Knechte – Begehrte Wahre
53 – Wo ist die Flotte
54 – Händler verärgert
in 2017 (34. Ratsjahr) erschienen:
55 – Soodenwolf – Auf dem Vormarsch
56 – Siebenhöfen auf diplomatischer Reise
57 – Was soll das sein?
58 – Wo sind Sie hin?
59 – Welch ein Skandal
60 – Gerechtigkeit für alle … Reichen
in 2018 (35. Ratsjahr) erschienen:
61 – War es der Koch?
62 – Expedition mit Ziel Soodemunt
63 – Leiche in Towen angespült
64 – Händler im Namen der Sonne
65 – Perlmeisterschaft des Überlebens
66 – Jarlswahl in Westflachgrund
in 2019 (36. Ratsjahr) erschienen:
67 – Bericht aus den Kasernen in Champa
68 – Katastrophe in Siebenhöfen
69 – Champa im Chaos
70 – Drachenboote vor Mühlen
71 – Schreckliche Tragödie in Hammerfest
72 – Die Tuchene Stadt schrumpft
in 2020 (37. Ratsjahr) erschienen:
73 – Ein erstaunlicher Grund
74 – Hinter den Wällen der Schlange
75 – Grosze Hengstschau zu Wilgau
76 – Unter der Davion

in 2021 (38. Ratsjahr) erschienen:
77 – Spuren der heiligen Theodora

in 2022 (39. Ratsjahr) erschienen:
78 – Karstfeld wächst
79 – Ich ging einst durch Champa
80 – Grosses Feuer im Künstlerviertel

in 2023 (40. Ratsjahr) erschienen:
81 – Besuch in Eschenbruch
82 – Diebe und Helden
83 – Enorme Kürbisernte zu Thortmanne

in 2024 (41. Ratsjahr) erschienen:
84 – Händler in Eschenbruch

in 2025 (42. Ratsjahr) erschienen:
85 – Grausamer Mord in Furtenau
86- Weiber

in 2026 (43. Ratsjahr) erschienen:
87
88

—————————————————————-

Die Schreiber für den Wiedener Herold:

Hier findet Ihr eine Liste der Schreiber für den Wiedener Herold:  LINK

Es soll auch immer wieder Schreiberlinge geben, die ihren Namen nicht öffentlich preisgeben wollen.

—————————————————————-

Die Niederlassungen des Wiedener Herolds:

Fürstentum Sewenland, Baronie Gerberg,
Stadt Sareven, Grubengasse 12
15_12_30_Der Herold in Sareven.

Fürstentum Sewenland, Baronie Wiestal,
Stadt Wiestal, Bergbaustraße 25  (NSC)

Fürstentum Sewenland, Baronie Marland,
im Süden der Baronie, Dorf Gugelfurt an der Grenze der Kaufmannslande  (NSC)
………………………………………………………………….
Kaufmannslande,
Stadt Gergonsmund, Krämerspflaster 2  (NSC)

Kaufmannslande,
Stadt Battania, Pferdegasse 9  (NSC)

Kaufmannslande,
Stadt Horne, Wachsstaße 55  (NSC)
………………………………………………………………….
Hardemunt,
Freie Stadt Helmfjordeshaven, Knochenhauerweg 6  (NSC)

Hardemunt,
Freie Stadt Rinesburg, Rabenflucht 3  (NSC)
………………………………………………………………….
Soodemunt,
Freie Stadt Vergonia, Hohlweg 14  (NSC)

Soodemunt,
Freie Stadt Ruuf, Peitschenschlag 8  (NSC)
………………………………………………………………….
Fürstentum Towen, Baronie Limborg,
Stadt Limborg, Steinschlaggasse 5  (NSC)
………………………………………………………………….
Fürstentum Wieden, Baronie Wiedenau,
Stadt Wiedenau, Eschenalle 48  (NSC)

Fürstentum Wieden, Baronie Siebenhöfen,
Stadt Siebenhöfen, Landgangstraße 9  (NSC)
………………………………………………………………….
Fürstentum Werant, Baronie Riederbrack,
Stadt Riederbrack, Roggenstraße 15  (NSC)

Fürstentum Werant, Baronie Champa,
Stadt Flardiga, Sommerwind 5  (NSC)
………………………………………………………………….

Besuch bei Piraten (Beendet)

Erzähler (Alle)
Rodebrand Hinterwind (Björn)
Kaufmann (Anja)
Piratenkapitän (Chris)

Ein Krämer besteigt schnaubend und schnaufend ein Schiff. Ihm ist nicht wohl bei dieser Angelegenheit. Doch er muss es tun, tut er es nicht, werden sich die Verluste noch stärker bemerkbar machen und sie sind schon jetzt unerträglich.
Nun ja, für einige erträglicher als für andere, dennoch; Geschäft ist Geschäft und niemand zahlt gerne zweimal.
Also würde er sich zähneknirschend aufmachen, diese vermaledeiten Piraten in diesem elendigen Drecksnest aufzusuchen. Hoffentlich würde niemand ihn sehen, das würde seinem Ruf nicht zuträglich sein.
Jeder auf Trum zahlte Steuern, und so mancher, wie alle Seefahrer, zahlte den nassen Zehnt, manchmal auch den endgültigen. Doch es konnte und durfte nicht sein, das die Händler für die Unbehelligtkeit ihrer Waren den Zehnt zahlten und dann trotzdem von dreisten Piratenbanden ausgeraubt wurden!
Das war ein Affront und der Kaufmann, dessen golden durchwirktes Wams schon die ersten Schweißflecken zeigte, hatte vor, es diesem Piratenpack ordentlich zu zeigen.
Wenn ihn nicht vorher die Seekrankheit umbrachte….
Auf Deck wurde der Kaufmann von einem bekannten Gesicht begrüßt. Rodebrand Hinterwind war einer der besten Seefahrer die der Kaufmann in seine Flotte beschäftigte.

„Der Herr ist an Deck“ Von Bug und Heck und aus den vielen Lucken und der Takelage kamen sodann die Matrosen herbeigeilt und stellten sich locker in zwei Reihen auf. „Einen guten Morgen Herr. Wie Ihr es gewünscht habt ist das Schiff abfahrbereit. Darf ich euch in eure Kabine geleiten?“ Rodebrand trat zur Seite und deutete mit dem ausgestrecken Arm auf eine Tür hinter dem Steuerrad.
.
.Dankbar schaute der Kaufmann auf, warum nur hatte er diesen Auftrag erhalten? Er war weder seetüchtig, noch in der Lage irgendwelche „intensive“ Verhandlungen, also mit Waffengewalt zu führen. Nur mit Worten und Zahlen war er gut. Er räusperte sich und richtete sich zu seiner vollen Größe auf, zog den Bauch ein und versuchte würdevoll zu nicken.
„Habt Dank Kapitän Rodebrand“ Ein kurzer kritischer Blick über die immerhin gerade stehenden Männer und das Schiff führt wieder zurück zu Rodebrand „Ihr könnt euren Leuten vertrauen? Ihr wisst, die Mission ist heikel und voller Gefahren“ bei diesen Worten hatte der Krämer seine Stimme gesenkt und war stolz darauf ihr einen, wie er glaubte, mysteriösen Ton, gegeben zu haben. Hinter dem Kaufmann wurden einige Kisten an Bord gebracht. „Sorgt dafür, das meine Truhen gut bewacht werden, und dann zeigt mir meine Kabine. Wird die Reise lang werden?“
.

„Bitte hier entlang“ Kapitän Rodebrand Hinterwind ging mit langsamen Schritten auf die Tür hinter dem Steuerrad zu und öffnete Sie. Die beiden Männer traten ein und der Kapitän schloss die Tür. Er bückte sich ein wenig zu seinem Dienstherrn hinab als er leise sagte: „Diese Männer segeln schon viele Jahre mit mir an Bord dieses Schiffes, falls es euch entfallen sein sollte, Sie sind so vertrauenswürdig das ich eure Kisten neben Ihren Schlafstätten lagern lasse so dass Sie alle auf sie achtgeben können. Und nun entschuldigt mich. Ich nehme an das Ziel unserer Reise hat sich nicht geändert.“ Mit zwei langen Schritten erreicht der Kapitän die Tür riss sie auf, durchschritt diese und knallte Sie hinter sich zu. Gedämpft drangen von draußen die Laut gebrüllten Befehle des Kapitäns herein.  „Es geht los. Löst die Achterntaue. Überprüft den Tiefgang. Steuermann ans Rad. Hisst die Focksegel und das bitte ohne killen, einer mit der Logge auf den Nock und melden, den Topp am Hauptmast besetzten , wenn der Hafen verlassen ist wird aufgeklart und Bootsmann, solange der Herr an Bord ist soll immer einer der Männer  das Deck schrubben, Steuermann vermeiden wir auf dieser Fahrt krägungen wegen der Seekrankheit und hoffen wir das uns die Flaute nicht heimsucht.“ Auf Deck entsteht Hektik. Schritte laufen hin und her. Einige Leute reden. Sachen werden bewegt und abgesetzt. Das Schiff kommt in Bewegung. Die Reise beginnt.
.
Der Kaufmann rollte innerlich mit den Augen. Was bildetet sich der Kapitän eigentlich ein? Er wurde gut bezahlt, und eine solche Arroganz konnte sich schnell Feinde machen. Ihm persönlich war vollkommen egal, wie lange die Männer schon an Board waren, denn das sagte überhaupt nichts über Vertrauenswürdigkeit aus, nur das bisher niemand besser bezahlt hatte.
Und er wusste was in den Truhen war. Sollte auch nur ein Krümel fehlen, er würde die gesamte Mannschaft kielholen lassen oder wie das hieß!
Doch zunächst wollte er sich erholen und sich ein wenig erfrischen. Das er dabei auf seinen Leibdiener aufgrund der Geheimhaltung verzichten musste, trug auch nicht dazu bei, seine Laune zu steigern. Fehlte nur noch, das er seekrank wurde. Wenigstens hier hatte er vorgesorgt und sich etwas besorgt, das angeblich gegen die Seekrankheit half. Hoffentlich stimmte das auch. Auf jeden Fall würde er dem Kapitän abends noch mal auf den Zahn fühlen. Schließlich ging er davon aus, das er als Ehrengast mit dem Kapitän speisen würden, alles andere war ein Affront.

“Es sind nur knapp zwei Tage, und ich erwarte das ein jeder sich an Bord benimmt und fleißig seiner Arbeit nachgeht.“ Kapitän Rodebrand stand als einziger auf dem Unterdeck. Um Ihn herum saß fast die gesamte Mannschaft auf Hockern, Tauen und dem Holzboden und lauschte. “Weiter hat ab morgen mittag ein jeder von euch ein Haumesser zu tragen. Wir fahren zu dem Pack das uns den Nassen Zehnt abnimmt und ich will nicht unvorbereitet sein. Lasst an den Verstecken auch die Pistolen auslegen“ Der Kapitän blickte in die Runde. “Zweiter Maat, Lagermeister, Bootsmann. Wir werden mit unserem Kaufmann heute speisen. Smutje mach was Richtiges. Also zurück an die Arbeit und die Augen aufhalten.“ Damit war die Versammlung aufgelöst. Die Seeleute lenkten das Schiff ostwärts und brachten einige Sachen instand. Der Nachmittag floh in großer Wachsamkeit dahin aber bis auf ein Kriegsschiff der Towener Flotte, ein prächtige Karacke mit Namen Caspin die von Kapitän Marius von der Düne befehligt wurde, gab es nichts weiter zu sehen. Der Abend rückte immer näher.

Als es dunkel wurde, hatte auch der Kaufmann sich wieder beruhigt, seine Würde in Form sauberer Kleidung wieder gewonnen und sich an das leichte auf und ab des Schiffes gewohnt. Ihm war nicht wohl dabei, sich auf andere verlassen zu müssen, seiner Erfahrung nach führte das niemals zu etwas gutem. Und diese Piraten…
Angeblich sollten sie furchterregend sein, nun ja, man würde nicht Piratenanführer indem man nett mit seinen Opfern parliert. „Hoffentlich fraternisieren die Seefahrer nicht mit den Piraten“ brummte er halblaut vor sich hin, ein aus seiner Sicht durchaus logischer Schluss. Schließlich hatten die Seefahrer mehr mit den Piraten gemein, als mit den Kaufleuten. Dennoch zeigt er nichts von seinen Gedanken, als er sich mit dem Kapitän und dessen Leuten zum Essen traf. Als Gastgeschenk für den Kapitän hatte er einige Krüge eines edlen Rotweins mitgebracht, der auch zum Essen serviert werden sollte. Als man sich nach einer kurzen Vorstellung zum Essen niedergelassen hatte, und der Kaufmann ein Glas Wein in der Hand hatte, fragte er: „Nun Kapitän Hinterwind, ist euch der Mann bekannt, zu dem wir segeln? Zumindest dem Namen und dem Ruf nach?“ Wie gespannt er auf die Antwort war, zeigte er nicht.

„Bekannt?“ Kapitän Hinterwind schaute etwas griesgrämig drein. „Was meint Ihr, Herr, wer uns regelmäßig in seinem Wasser – wie er stets großmäulig die Gegend um Bleichlichtland nennt – den nassen Zehnt abnimmt. Auf diese schönen Begegnungen kann ich gern verzichten!“ Er spuckte einen großen Batzen auf das Deck. „Ja Herr, Reinar Goldzinken ist mir sehr wohl bekannt!“

„So, so, Reinar Goldzinken heißt der Schurke“ der Kaufmann strich sich über sein Kinn und dachte offensichtlich einige Moment lang nach bevor einen Schluck Wein nahm. „Sagt, haltet ihr ihn für einen „Ehrenmann“? Gibt es Regeln, denen er folgt oder ist er ein Wirrkopf, der tut was und wie ihm gerade beliebt?“ Die Antwort auf diese Fragen war nicht unwichtig, würde sie doch ein wesentlicher Bestandteil seiner Verhandlungen mit diesem Goldzinken sein.

Der raue Hinterwind schaut etwas verdutzt drein:„Was man so gemeinhin als ehrenwert bezeichnen kann…eher nicht. Er ist ein PIRAT“ Das letzte Wort scheint Hinterwind eher auszuspucken als zu sprechen. Die Spuckefetzen treffen sogar den schönen Frack des Kaufmanns, der nur schwerlich seinen Ekel verstecken kann. Der Kapitän kommt ihm sogar noch näher. „Der Goldzinken ist mit Sicherheit kein Wirrkopf! Alles Andere…ein Mörder, Verbrecher, Plünderer, Händler… aber wirr agiert dieser Drecksack nicht. Der plant immer seine Schritte, sonst hätte er keine 6 Schiffe zusammenrauben können. Und was Bleichlichtland angeht „ er zeigte die Küste entlang nach Norden „Dieses verfluchte Inselgeschiss! Früher war das mal ein schöner Ort! Bevor die Dörfer vom guten Herrn Reinar in Schulden getrieben und übernommen worden. Jetzt will doch da niemand mehr hin!“ Er redet sich in Rage. „REGELN, mein lieber Herr, kennt dieser Mann sehr wohl und er weiß sie zu nutzen und vor Allem zu brechen – WENN er denn einen Vorteil wittert.“ Hinterwind strafft sich, nimmt einen tiefen Atemzug und schließt bebend die Augen. Einige Augenblicke später, sehr um eine ruhige Stimme bemüht entschuldigt er sich beim Kaufmann.„Bitte entschuldigt, Herr. Es sind persönliche Ressentiments die mich aufbrausen lassen. Ich will Euch nur warnen vor diesem Tunichtgut. Sicher wird er sich an die Gesetze der Piraten und die Verträge mit den Kaufleuten halten. Einen Bruch wird auch er sich nicht leisten wollen…hoffe ich zumindest“

In der Tat ist Kaufmann Julian Frant überaus angewidert von dem Geifer des Kapitäns. Während er versucht, unauffällig seine Kleidung zu säubern, macht er etwas, was seine Diener niemals sehen würden; er schenkt dem Kapitän noch einen Tropfen ein. 
Gleichzeitig ist er bemüht, in der Enge der Kabine ein wenig zurückzuweichen ob des plötzlichen „Wahns“ des Kapitäns. Dabei hat er auch Zeit, sich das gesagte durch den Kopf gehen zu lassen „so so kein Wirrkopf, aber einer, der gewissen Regeln folgt.. und ein Händler“ damit kennt Julian Frant sich aus, hat er es doch selbst nicht immer mit ehrlichen Methoden zu seinem nicht unerheblichem Reichtum gebracht. Die Gerüchte um das Verschwinden eines unliebsamen Konkurrenten halten sich hartnäckig. Notfalls konnte auch der so gemütlich wirkende Kaufmann harte Bandagen anziehen. Allerdings war er nun auf See, doch wie auch immer. Laut sagte er:
„Offensichtlich begehrt er das, was alle wollen, Gold, mehr Gold und Macht mehr Macht. Kennt ihr die „Regeln“ denen er folgt, so es ihm beliebt?“

 

Noch während Julian Frant auf eine Antwort wartet, kracht es ohrenbetäubend laut. Das Schiff erbebt „in seinen Grundfesten“, so es denn welche gehabt hätte. Der Tisch wackelt und ein wenig Sabber auf dem kostbaren Frack ist nun das Geringste der Probleme Frants. Die Gläser und Kelche stürzen, um der teure Wein wird verschüttet. Ein zweites Mal kracht es, diesmal weitaus näher, das Geschrei der Seeleute nimmt Frant, der zu See sehr unerfahren ist, erst jetzt wahr.
Sein Gegenüber, Kapitän Hinterwind, hat sich schon von seinem Schrecken erholt und brüllt nun Befehle: „ALLE MANN AN DECK WIR WERDEN ANGEGRIFFEN!“ mit verzerrtem Gesicht wendet er sich Frant zu „Da habt ihr eure Antwort, kommt herauf und seht ihn euch an, euren Versuch zu verhandeln!“
Dann stürmt er hinaus und auf das Deck. Dort sind die Seeleute schon dabei, die Kanonen im Zwischendeck zu laden, sie auszurichten und warten auf den Feuerbefehl, der direkt erfolgt. Die beiden Geschützoffiziere auf backbord und steuerbord sehen die Angreifer und schießen zurück. Eisenkugeln, so groß wie Köpfe und mindestens so schwer, schlagen in die Spanten des Schiffs, reißen große Stücke heraus, verwandeln ehemals festes Holz in tödliche Splitter Geschosse, die Körper und Gegenstände gleichermaßen durchbohren.
Frant, der immer noch wie erstarrt in der Kapitänskajüte sitzt, kommt langsam auf die Füße und schwankt erschrocken Richtung Tür, die wild auf und zu schlägt.
Wieder und wieder erzittert die Schaumkiel unter seinen Füßen unter den massiven Einschlägen. Er kämpft sich mühsam schnaufend weiter vor, als es besonders laut kracht, das Schiff sich gefährlich zur Seite neigt, bevor es noch einmal, noch doppelt so laut wie zuvor kracht und die Schaumkiel sich so ruckartig wieder aufrichtet, das Frant den Halt verliert. Er weiß nicht, dass gerade der Hauptmast abgebrochen ist, nachdem er von einer Kugel getroffen wurde. Das Schiff ist nicht mehr in der Lage zu fliehen oder zu manövrieren. Das Gejohle der Angreifer zeigt, dass sie es genau darauf abgesehen hatten.
Frant hört die lauten Befehle des Kapitäns, der seine Leute aber nicht anfeuern muss, sie alle wissen was Ihnen blüht, wenn die Piraten an Bord kommen. So schnell es ihnen möglich ist, laden sie die Kanonen, richten sie kaum noch aus und feuern in der Hoffnung, blind etwas zu treffen.
Das Geschrei und der Gestank lassen Frant würgen, er kommt wieder auf die Füße, ein beschmutztes Wams ist schon lange kein Problem mehr, er will nur noch nach oben, hat keine Lust mit dreckigen Pott unterzugehen. Da sieht er die Truhen, sie sind voller Gold und einen Moment lang zögert er. Nein, er kann sie sowieso nicht tragen, aber er kann sich ein paar handvoll einstecken und versuchen, die Angreifer zu bestechen und sich sein Leben zu erkaufen. Die Mannschaft des Schiffs oder sein Kapitän interessieren ihn nicht.
So greift er nach dem Schlüssel an seinem Hals, um eine Truhe zu öffnen, als es erneut laut kracht und das Schiff wieder bebt, gefolgt von lauter kleinen knackenden Geräuschen. Erneut Geschrei und Frant ahnt mehr, als das er es hört, wie Füße auf dem Deck landen und der Kampf Mann gegen Mann beginnt. Die Schaumkiel neigt sich schon langsam, es ist verloren. Wie von Sinnen greift Frant sich zwei handvoll Münzen und stürmt an Deck. Dort sieht er gerade noch, wie Kapitän Rodebrand Hinterwindt mit einem Säbel in der Brust auf die Knie sinkt und ein Pirat ihm völlig unzeremoniell den Kopf von den Schultern trennt und diesen lachend in das aufgewühlte Seewasser tritt.
Frant überlegt, ob er ins Wasser springen soll, kann diese Überlegung aber nicht zu Ende führen, da ihn zwei der Piraten ergreifen und zu ihrem Kapitän schleifen. „Wir haben ihn, den Pfeffersack“ sie johlen und zerren ihn hin und her, bis sie ihn vor die Füße Reinar Goldzinkens stoßen. Frant fällt auf die Knie, zitternd bebend und nur mit Mühe verhindernd, das er sich auch noch einnässt.
Ich… ich… habe Gold“ stammelt er, in seine Taschen greifend.
“Hast du das? Falsch. Ich habe Gold“ das dreckige Grinsen Goldzinkens lässt nichts Gutes ahnen. Vor allem nicht, als die beiden Truhen Frants an das Deck und unter lauten Jubelrufen auf Goldzinkens Schiff gebracht werden. Der Kaufmann zittert und wimmert „bitte, ich kann euch die gleiche Menge und noch mehr besorgen, wenn ihr mich nur nicht tötet!“
Goldzinken besieht sich angewidert das wimmernde Häuflein Elend „na gut… ich werde dich nicht töten“ Erleichterung und Hoffnung beginnt sich auf Frants Gesicht abzuzeichnen. „Danke Herr, Danke! Danke ich werde….“ als Goldzinken jemandem hinter dem Dicken winkt. Das letzte, was Frant fühlt ist, wie eine breite Klinge in seinen Rücken hinein und aus der Brust hinaus fährt. Unglauben tritt in seine Augen als er zu Goldzinken aufsieht „aber…“ „Ich habe Wort gehalten, ICH habe dich nicht getötet“ der Pirat grinst und zeigt Zähne voller Gold. „Schlachtet sie alle, lasst keinen am Leben“ doch das hört Frant schon nicht mehr, der Tod auf das Deck gesunken ist.

Nachdem die Piraten das sinkende Schiff durchsucht und jeden getötet haben, versenken sie die einst stolze Schaumkiel an Ort und Stelle, verschwinden im Nebel und werden erneut zu einer furchtbaren Geschichte. Und die Moral von der Geschichte?

PIRATENSPINNERN TRAUT MAN NICHT!

-Closed-

 

Religion – Der Sonnenorden zu Champa

Der Sonnenorden


Ordenswappen

Der Sonnenorden ist ein geistlicher Kriegerorden der Sonnenkirche mit Sitz ist der Ordensburg der Baronie Champa. Er zählt ca. 80 Mitglieder. Sein Zweck ist der Schutz der Sonnengläubigen von Trum. Mitglieder tragen eine komplett rote Gewandung oder einen roten Wappenrock.

Hierarchie


Geleitet wird der Orden von fünf Sonnenprioren mit Sitz in der Ordensburg in Champa. Eingesetzt werden die Priore vom Ordensstifter Baron von Champa. Obgleich der Baron in Champa das Oberhaupt der Sonnenkirche verkörpert und den Orden mit Land beleht, verfügen die Priore offiziell ein hohes Maß an Unabhängigkeit in ihren Entscheidungen.

Ordenskrieger durchlaufen eine Karriere (Lichtlaie -> Novize -> Lebensdonat -> Glutservant -> Glutknappe -> Lichtservant -> Lichtritter), bei der sie sich ins Gefolge eines Lichtritters stellen, um eines Tages selbst einer zu werden. Wer bei seinem Ordenseintritt viel Besitz als Spende einbringt, dem ist es mitunter erlaubt, einige Ränge zu überspringen.

Kriegspriester (Postulat -> Novize -> Akolyth -> Priester) sind für die Seelsorge im Orden und für die Unterstützung speziell zur Bekämpfung von schwarzer Magie ausgebilder.

Laien (Postulat -> Laie) dienen der Bewirtschaftung des Ordens und können je nach Qualifikation verschiedene Verwaltungs- und Aufsichtsämter übernehmen. Der asketische Anspruch an Laien ist geringer.

Aktive Ordensbrüder nennt man auch regulierte Mitglieder. Sie haben ihr Leben und Ihren weltlichen Besitz dem Orden übergeben und werden von ihm versorgt. Daneben besteht die Möglichkeit einer unregulierten Ehrenmitgliedschaft für ehemalige Mitglieder oder Unterstützer. Solche Ordensbrüder sind den engen Ordensverpflichtungen entbunden, leben ihr weltliches Leben, dies aber in Verbundenheit zum Orden. Sie unterstützen ihn in einem von ihnen gewählten Maße.

Geschichte


Zu Beginn der kleinen Kriege standen allein die Sonnengläubigen der Baronie Champa für den Fürsten von Werant ein. Zum Schutze der Die Sonnenkirche und der Baron von Champa stifteten einen Kriegsorden, der von nun an die Sicherheit der Gläubigen garantieren sollte. Der Orden hat jene Zeit mit hohen Verlusten überstanden und zählt heute nur noch an die 80 Krieger.

Nach den Kleinen Kriegen übernahm er den Schutz von Pilgerzügen und hielt Räuberpack von den Sonnentempeln im Fürstentum zurück oder verfolgte solches.

In jüngerer Geschichte setzte der Orden die Stadt Siebenhöfen in Brand, nachdem dort ein Sonnentempel abgerissen und die Sonnengläubigen enteignet und vertrieben wurden. Als Gegenvergeltung für hunderte Brandopfer , vernichtete Siebenhöfen Champas Hauptlebensmittellager und löste in der Baronie eine bittere Hungersnot aus. Die blutige Fehde endete mit hohen Verlusten auf beiden Seiten.

Der Abriss des Sonnentempels in Champa und die Überraschung über die prompte Reaktion des Ordens, hatte den Prioren verdeutlicht, wie weit sich der Orden in der Wahrnehmung der Menschen von seinem ursprünglichen Schutzauftrag entfremdet hatte. Auch innerhalb des Ordens hatte es Kritik am brutalen Vorgehen gegeben. Zunächst sah man den Ausweg in der Hinwendung zu einem zivilen Orden, wollte Klöster aufkaufen, baute eine Sternenwarte und erweiterte die Bibliothek. Von diesen Versuchen nahm man jedoch bald wieder Abstand und besann sich auf das kriegerische Kerngeschäft.

Liegenschaften des Ordens


Die Ordensburg

Die Ordensburg in der Baronie Champa, Sitz und Ausbildungsstätte der Krieger. Hier lagern auch die wichtigsten Schätze des Ordens, unter anderem die unersetzliche Ordensbibliothek, eine Sternenwarte,  und der Heilige Schlüssel des Solaris. Zum Kloster gehören vom Baron belehnte Ländereien, mit deren Hilfe sich die Burg selbst versorgt.

Einsiedelei Tränenbach

Irgendwo in den Bergen des Lehens Neonis, jedoch noch bevor das Eis beginnt, liegt eine verlassene und heruntergekommene Einsiedelei. Sie dient als selten genutzte Besinnungsstätte für einzelne Ordensmitglieder, bei denen Strafpilgerschaften nicht zum Erfolg führten. Völlig auf sich allein gestellt muss sich der Gläubige in der Wildnis selbst versorgen und Einsamkeit erwehren.

Pilgergenossenschaft „Gelbe Sonne“

Der Sonnenorden und der verbündete Ignisorden aus Surabad, waren Gründer des überkonfessionellen Pilgergenossenschaftskollektiv „Gelbe Sonne“ zum Schutze und zur Förderung des Pilgereiwesens.

Dozentenstelle an der Universität von Gergonsmund

Auch ist der Orden stolz, in der Hauptstadt an der Universität einen Professor für Krichengeschichte als unreguliertes Ordensmitglied gewonnen zu haben.

Sonstige Niederlassungen

In Flardiga gibt es eine Kirche und zwei Kapellen. Jeweils eine Kapelle steht in Fortunago, Lunaplaate und Solaplaate. In Westflachgrund befindet sich ein geweihter Schrein der Heiligen Alisea und im Ausland weitere Schreine und zum Teil bewirtschaftete Wallfahrtsstätten. Nicht zuletzt erhebt der Sonnenorden inoffiziell weiterhin Anspruch auf das Grundstück eines abgerissenen Tempels in Siebenhöfen.

Schufte und bete jederzeit, Das schützt dich vor der Lüsternheit!

Liedgut der Sonnenkrieger


Der Sonnenordnen im LIVE Rollenspiel


Die Mitglieder handeln stets nach Recht und Gesetzt und werden nie etwas „Böses“ tun. Untereinander achtet man sich und vor allem die Älteren, steht aber auch immer in Konkurrenz zueinander um die nächste Beförderung. Die fünf Priore werden nicht bespielbar sein und NSC Figuren bleiben. Die Kleidungsmerkmale sollten komplett rote (Weinrot) Wappenröcke sein auf die Halbsonne und Schwerter in Brusthöhe groß aufgemalt sind. Bewaffnung und Rüstung ist jedem Ordensmitglied überlassen, sollten aber an der Stand angepasst sein. (Bitte kein Glutknappen in Vollrüstung) Falls jemand mit seinem/einem Charakter in der Baronie oder einem der Lehen ansässig werden möchte, meldetet euch bei Björn!

Religion – Der Sonnenorden zu Champa weiterlesen

Sakrale Orte des Glaubens

Fürstentum Werant, Baronie Champa, Lehen Kaps
—Der Leuchtturm – Sonnenfeuer
Westlich von Solaplaate, so erzählt die Geschichte, wohnte der heilige Risan der zu seinen Lebzeiten mit einem Spiegel die Schiffe vor den Riffen vor der Küste warnte indem er sie mit mit dem umgelenkten Sonnenlicht blendete. Viele Jahre nach seinem Tod und der Heiligsprechung durch die Kirche der Sonne wurde an der Stelle seines Hauses ein Leuchturm mit dem Namen Sonnenfeuer errichtet.
———————————————————————
Fürstentum Werant, Baronie Champa, Lehen Champa
—Der Platz der Roten Sonne
Hier werden schon seit vielen vielen Jahren die religösen Feste der Sonnengläubigen gefeiert. Zweimal im Jahr pilgern tausende Gläubige zu diesem Platz und Opfern der Sonne ihr hab und Gut.
———————————————————————
Fürstentum Werant, Baronie Champa, Lehen Champa
—Die Kathedrale der Sonne
Das Gebäude auf einen kleinen Hügel in der Baroniehauptstadt Champa besticht durch den großzügigen Einsatz von Glas in der Gebäudehülle. Täglich werden hier Gebete an die Sonne gesprochen. Die Gläubigen sagen, das nur durch Ihre Gebete Trum von einer durchgängigen nächtlichen Dunkelheit verschont bleibt.
———————————————————————
Hardemunt
Die Weiße Schlange

———————————————————————
Ganz Trum
Die Ceridenkirche in Trum

-Ein Kloster mit Kapelle in Märgelfurt
———————————————————————
Hardemunt
Die Anhängerschaft der Neuen Eiche

———————————————————————
Hardemunt
Die Anhängerschaft der Alten Eiche

———————————————————————
Fürstentum Sewenland
Der Orden der heiligen Schwestern der Lucretia
Das Kumarscher Hospiz unter der Leitung von Mutter Albeit Moll ist ein Ort des Friedens, des Lernens, des Heilens und auch des Sterbens. Der relativ große U-förmige Gebäudekomplex liegt geschützt in einer Talsenke, umrundet von zahllosen Kräuterbeeten
———————————————————————
Soodemunt
Im Süden der Insel ZERI findet sich ein Steinkreis, über den gerätselt wird, durch wen und wie er angelegt wurde. Genutzt wird er durch die neuen Bewohner der Insel als Schrein des Blauen.

———————————————————————

 

Ceridische Zeitrechnung

Seit dem Jahre 16 n.d.E. gilt bei den Ceriden nicht mehr die ogedische Jahreszeitrechnung, sondern der Vastusianische Kalender, welcher die Jahre ab der Erleuchtung zählt. Das Jahr der Erleuchtung (also 0 n.d.E.) ist das Jahr 63 v.A.III oder das Jahr 406 n.C.I (nach Corenus dem Ersten bzw. nach der Reichsgründung).
Im Jahre 91 n.d.E. (28 n.A.III) wurden vom neu gewählten Primus Pacellus ceridische Namen für Monate und Tage eingeführt:

Juni
Mond der Erleuchtung
Dezember
Frostmond
Juli
Heumond
Januar
Eismond
August
Erntemond
Februar
Mond der Besinnung
September
Reifemond
März
Saatmond
Oktober
Rebenmond
April
Fastenmond
November
Kargmond
Mai
Wonnemond
Sonntag
Hilariustag
Montag
Vastustag
Dienstag
Eustasiustag
Mittwoch
Gregorstag
Donnerstag
Maccalustag
Freitag
Pretoriustag
Samstag
Gessiustag