Chronik der Ceridischen Kirche

4 n.d.E       

Niederlassung der Anhänger des Hilarius in Gunara

6 n.d.E       

Tod des Hilarius

16 n.d.E   

Gunara wird Abtei

17 n.d.E   

Dunkelstein wird Abtei

19 n.d.E.    

Der Vastusianische Kalender entsteht

24 n.d.E.    

Baubeginn des Doms zu Escandra

27 n.d.E.    

Feierliche Überführung der Reliquien des Hilarius nach Escandra

29 n.d.E.   

Vastus II beginnt sein Werk „Lebensbilder großer Heiliger“, das bis heute fortgeführt wird

34 n.d.E.        

Baubeginn des Augustinus Doms zu Ankur

41 n.d.E.

Das Jahr der 7 mal 7 Wunder Die Erscheinung des Hilarius spricht zum Primus

52 n.d.E   

Beitritt von Prinz Vinzenz von Ostarien

55 n.d.E.    

Der Märtyrertod des heiligen Elvorix

59 n.d.E.    

Das Rededuell des Heiligen Maccalus mit der Poënageweihten Drunilda.

61 n.d.E.   

Der Märtyertod des heiligen Pertacus

63 n.d.E.    

Der schreckliche Ermordung des Primus Gessius durch den Saarkageweihten Tragol.

66 n.d.E.    

Die Heuschreckenplage in Ostarien

68 nd.E.    

Das Jahr der Verfolgung

77 n.d.E     

Gründung der Templer von Ankur

84 n.d.E.    

Die Entstehung der Inquisition 

88 n.d.E.    

Märtyrertod des heiligen Gregors

Im Rebenmond 89 n.d.E.:

Aftalun von Ostarien wird Prior von Gunara

Am 4.Tag des Rebenmondes 89 n.d.E

Jolbensteiner Markttagkrieg

Baron Rodar von Jolbenstein hält am Jolbrucker Markttag Rede, worin er das Ceridentum in Jolbenstein in seinen Rechten beschneidet. Hierauf kommt es in den nächsten Tagen, vor allem im ceridischen Süd-Westen, zu teilweise blutigen Auseinandersetzungen. Fürst Waldemar schreitet ein und beschließt das Land zu teilen.

Am 8. Tag des Mondes der Besinnung 89 n.d.E

Schaffung dreier ceridischen Provinzen in Drachenhain

Hervorgehend aus dem Markttagkrieg, wird von der Baronie Jolbenstein drei Provinzen abgespalten, die jeweils im Range einer Baronie stehen. Es entsteht die Abtei St. Aluin, die Abtei Lindfurt und die ebenfalls ceridische Baronie Hochaskenstein.

25. Tag  des Mondes der Erleuchtung 90 n.d.E.:

Der greise Primus Benedict Canesius stirbt

Im Rebenmond 90 n.d.E.

Der Ceride Nicolo Corvese wird vom Großen Rat zum Dogen der Freien Reichsstadt Betis gewählt.

Im Frostmond  90 n.d.E.:

Die Äbte der Hilariusiten wählen Aftalun von Ostarien auf einem Konzil zu Gunara zum Superior der Hilariusiten. Aftalun ernennt sich daraufhin selbst zum Abt von Gunara.

1. Tag des Saatmondes 90 n.d.E.:

Herzog Uriel II. von Ostarien stirbt, Aftalun kehrt nach Ankur zurück.

Ende des Saatmondes 90 n.d.E:

Aftalun von Ostarien verzichtet vor den versammelten Vasallen zu Gunsten seines Sohnes  Angilbert auf die Herzogswürde, um sich ganz den geistlichen Dingen widmen zu können.

7. Tag des Wonnemondes 90 n.d.E.:

Die neun Prälaten des Heiligen Konvents wählen Aftalun von Ostarien, Abt von Gunara und Superior der Hilariusiten, im Kloster Gregorsruh zum neuen Primus der Heiligen Ceridischen Kirche. Aftalun nennt sich fortan Pacellus. Benedikt Honorius vertritt den verhinderten Großmeister der Templer zu Ankur, Kalveram von Norrland-Brassach, bei der Wahl. Abt Ceridian Aegidio von St. Aluin und, in Vertretung seines Abtes, Prior Lupus von Lindfurt.

Den Drachenhainer Ceriden wird vom neuen Primus, neben Betis, besondere Unterstützung versprochen.

Es kommt zur Offenbarung von Gregorsruh und die Suche nach dem Tor der Unschuld beginnt.

Im Reifemond 91 n.E.

Die Beichte der 1000 von Betis

Abt Ceridian Aegidio reist nach Betis und bietet den ceridischen Bürgern der Armenviertel an, sich mit seiner Hilfe ihrer Sünden und Verfehlungen vor dem Einen zu befreien. Die bußfertigen Bürger ergreifen in Scharen die Gelegenheit. Der Abt nimmt, ohne zu unterbrechen, eintausend Sündern die Beichte ab. Als Zeichen der Anerkennung wird der Abt später von der Betiser Tribüne zum Bürger des Monats gekürt.

15. Tag des Kargmondes 91 n.d.E

Kniefall des Fürsten Waldemar

Der neue Primus besucht seinen Oheim Fürst Waldemar auf der Drachentrutz. Während einer denkwürdigen Messe in der Kapelle des Klosters Richilesruh, kommt es zum Kniefall des Fürsten vor dem neuen Oberhaupt der Ceridischen Kirche. Primus Pacellus betonte seine tiefe Verbundenheit zum Hause Drachenhain.

12.-14. Tag des Eismond 91 n.d.E.

Aus Anlaß der Feierlichkeiten zur fünfzigsten Jährung des Bekenntnisses des „alten“ Brassach zum Ceridentum findet die Ausrichtung des Heligonischen Adelstages in Tarnam statt. Primus Pacellus, Oberhaupt der Heiligen Ceridischen Kirche, nutzt das Ereignis zu einem Gespräch mit dem Adel Norrland-Brassachs.

17. Tag des Eismondes 91 n.d.E.

Im Dom zu Tarnam verkündet Primus Pacellus, dass er mit Zustimmung des Königs und des regierenden ceridischen Hochadels Bischöfe in Ligonii, Ostarien, Drachenhain und Norrland-Brassach einsetzen werde.

Im Saatmond 91 n.d.E.:

Die Ostarische Nordland-Expedition erlangt, begleitet von einer Gesandtschaft des Pacellus und dem blinden Einsiedler Odilo, den Schlüssel zum Tor der Unschuld.

17. Tag des Saatmondes 91 n.d.E.

Die Zusammenkunft von Calterac: Per Handschlag besiegeln Falvius van Orb, Abt von Dunkelstein, und  Markgraf Kalveram von Norrland-Brassach, Großmeister der Templer zu Ankur, in der Ballei Feuerbach eine engere Zusammenarbeit bei der Verteidigung der „Pforte zu Dunkelstein und Ostarien“.

1. Tag des Wonnemondes 91 n.d.E

Feierliche Einsetzung der Bischöfe

In der Abtei Gunara ernennt Primus Pacellus in aller Feierlichkeit die vier Bischöfe und enthüllt deren Fahnen. Für das Fürstentum Drachenhain wird der Abt von St. Aluin, Ceridian Aegidio vom Orden der Pretoriusaner, in Amt und Würden gesetzt.  Benedikt Honorius, der Hauptspittler der Templer zu Ankur und Abt zu Daronsfeste, wird Bischof von Norrland-Brassach. Für das Herzogtum Ostarien wird der Bannkreuzer Abt Falkonius von Regart zum Bischof ernannt. Der Hilariusit Aristius Querquetulanus, Abt des Domklosters von Seranhest, erhält die Bischofswürde von Ligonii.

8. Tag des Wonnemondes 91 n.d.E

Bischofsbilligung in Jolbruck

Fürst Waldemar von Drachenhain billigt vor den Augen Jolbrucker Bürger in einer Rede die Ernennung des Abtes Ceridian Aegidio von St. Aluin zum ersten Drachenhainer Bischof durch den Primus.

10. Tag des Wonnemondes 91 n.d.E.

Markgraf Kalveram von Norrland-Brassach billigt die Ernennung Benedikt Honorius zum Bischof von Norrland-Brassach durch einen Kniefall bei der Ankunft seines Glaubensbruders im Hafen von Tarnam.

11. Tag des Wonnemondes 91 n.d.E

Exkommunikation der Prinzessin von Drachenhain  Syria Jaldis

Bischof Ceridian Aegidio verbannt Prinzessin Syria Jaldis, aus der heiligen ceridischen Gemeinschaft, aufgrund ihrer mit dem Ceridentume nicht vereinbaren Lebensweise und Taten der letzten Monde.

15. Tag des Wonnemondes 91 n.d.E.

Die Stadt Daronsfeste in der Ballei Hohentor wird Sitz des Bischofs von Norrland-Brassach.

Im Mond der Erleuchtung 92 n.d.E.

Baronie Hochaskenstein wird in Abtei umgewandelt

Weil Baron Jagon seinem vogelfreien Vetter Kadhan – dem Schuldigen am Massaker von Wiesensteig – heimlich Unterschlupf gewährte, wird er für sieben Jahre aus dem Fürstentume gebannt. Die Baronie wird in eine Abtei umgewandelt. Herr wird Erlind Hilarian.

20. Tag des Erntemondes 92 n.d.E.

Das Wunder von der Drachentrutz

Allein durch das Auflegen seiner Hand gelingt es Bischof Ceridian Aegidio den sterbenden Prinzen Leomar von Drachenhain vom tödlichen Fieber zu heilen und ihn aus seinem über zehn Monde währenden Schlaf zu reißen.

26.Tag des Erntemondes 92 n.d.E.

Prior Lupus ermordet

Feige Verbrecher erdrosselt wurde der Stellvertreter des Abtes von Lindfurt. Der Täter wurde nie gefasst.

Im Reifemond 92 n.d.E. (1. Xurl)

Der Ordensmarschall der Templer zu Ankur, Hadebrand von Grauburg, übernimmt das Amt des Schwertführers von Drachenhain und zieht mit Fürst Waldemar gegen die von Adveri-Anhängern besetzte Baronie Drachenberg.

4. Tag des Rebenmondes 92 n.d.E. (2. Xurl)

Andreck von Herrach, Vestalin der Templer zu Ankur, fällt im Kampf um die Leomark und Xurl-Saleenia im Kampfgetümmel am Ufer des Jolborns.

Im Kargmond 92 n.d.E.

Tagil wird zu Gaeltacht

Nachdem der Aufrührer und ehemalige Baron Tagils, Lord Angus McPhee, seinen Häschern entkam und heimlich das Land verließ, ordnet der Drachentrutzer Edle, Ritter Richard Godfrey von Streitberg, kompetent die Verhältnisse. Der Ceride und gebürtige Hochländer wird deshalb vom Fürsten zum Baron bestallt. Streitberg benennt Tagil in seinen ursprünglichen Namen „Gaeltacht“ um.

3. Tag des Kargmondes 92 n.d.E.

Primus Pacellus spricht den im Heumond des Jahres achtundachtzig n.d.E. im Kampf gegen die Ödländer gefallenen ostarischen Baron Daron von Brassach „als tapferen Beschützer der Bedrängten und mutigen Streiter für den wahren Glauben“ selig.

4. Tag des Kargmondes 92 n.d.E.

Kirchweih zu Daronsfeste: Bischof Benedikt Honorius weiht die Kirche von Daronsfeste in der Ballei Hohentor und gibt ihr den Namen „Kirche des Seligen Darons“.

Am 30. Tag des Kargmondes 92 n.d.E.

Verbot von Weihrauch in Störenweiler / Rebenhain

Für Verwirrung sorgt der Erlass des Rebenhainer Vogtes von Störenweiler, wonach die Einfuhr von Weihrauch streng bestraft werde. Die Abtei Hochaskenstein verliert in Folge dessen eine gesamte Schiffsladung, die Untersuchungen zu dieser verwickelten Begebenheit dauern noch an.

Im Mond der Besinnung 92 n.d.E.

Nach dem Sieg über das aufständische Drachenberg legt Hadebrand von Grauburg, Ordensmarschall der Templer zu Ankur, die drachenhainer Schwertführerschaft nieder.

Im Mond der Besinnung 92 n.d.E.

Drachenberg wird Templergrund: Für die Verdienste im Kampf gegen die Adveri-Anhänger erhält der Orden der Templer zu Ankur die ehemalige Baronie Drachenberg als Lehen. Fortan zählt sie als Ballei Sengenberg zu den Besitztümern des Ordens. Wentorius von Waldhort wird Landkomtur von Sengenberg.

Am 5. Tag des Mondes der Erleuchtung 93 n.d.E.

Neues Sengenberger Kloster geweiht

Nachdem das Kloster Arial in den Unruhen von Adveri-Verschwörer bis auf seine Grundmauern niederbrannte, wurde in der Hauptstadt Triburk feierlich das Kloster St. Laraun geweiht.

Am 15. Tag des Reifemondes 93 n.d.E.

Skandal von Lindfurt

Abt Ditonius und Edle Anwara von Hagenrich geben sich das Eheversprechen.

Im Rebenmond  93 n.d.E.

Erste ceridische Kirche im Hochland

Zu Ehren des Einen lässt Baron Richard Godfrey die St. Ankuin-Kirche errichten. Der Bau soll bis in zwei Jahren abgeschlossen sein.

1. Tag des Frostmondes 93 n.d.E.

Der Großmeister der Templer zu Ankur ernennt Eobert von Gasvin posthum zum Großkreuzritter. Der einfache Ritter der Templer zu Ankur rettete im Drachenberg-Konflikt durch Einsatz seines Lebens den Fürsten von Drachenhain.

31. Tag des Frostmondes 93 n.d.E.

Kalveram von Norrland-Brassach tritt von seinem Posten als Führer der Templer zu Ankur zurück. Hadebrand von Grauburg wird neuer Großmeister des Ordens der Templer zu Ankur.

31. Tag des Frostmondes 93 n.d.E.

Die Ballei Hohentor wird neue ‚Hochballei‘ des Ordens der Templer zu Ankur. Somit wird der Ordenssitz vom ostarischen Wieselsteig in das norrland-brassachische Hohentor verlegt.

Die Abtei Gunara

Die Abtei Gunara Hauptstadt: Gunara
Herrscher: Pacellus, Abt von Gunara, Primus der Ceridischen Kirche

Wappen

Das Wappen von Gunara zeigt das Ceridische Kreuz auf violettem Grund.

Orden

Gunara ist der Hauptsitz des Ordens der Hilariusiten. Die Abtei Gunara wurde im Jahre 16 n.d.E. von Abt Cruelius gegründet. Aufgrund der Nähe zum Königshaus ist Gunara auch der Sitz des Primus. Dieser war jedoch nicht immer gleichzeitig der Abt von Gunara.

Geschichte

Im Jahre 4 nach der Erleuchtung siedelte sich Hilarius, der Begründer des ceridischen Glaubens, mit seinen Jüngern in der Nähe von Escandra in einem heruntergekommenen Gutshof nahe dem Dorf Gunara an.  Zwei Jahre später jedoch wurde Hilarius krank und verstarb nach einem langen Kampf gegen die unbekannte Krankheit. Der junge, ehrgeizige Jünger Cruelius blieb in Gunara und gründete den Orden der Hilariusiten. Es wurde mit dem Bau des Klosters und der dazugehörigen Kirche begonnen.  König Aximistilius II gab dem Superior des Ordens der Hilariusiten Cruelius im Jahre 16 n.d.E. die Mark Gunara mit dem dazugehörigen Dorf als Lehen.  Unabhängig und nur dem König unterstellt, war man von jeher freier und unabhängiger, als in den Abteien, die einem Lehnsherrn unterstehen.
Gunara ist seit jeher der kulturelle und politische Mittelpunkt der Ceriden. Alle Primi haben von hier aus die Geschicke der Glaubensgemeinschaft gelenkt.
Heute leben ungefähr 1000 Hilariusiten in der Abtei Gunara und etwa 2000 lehnspflichtige Bauern, die ausschließlich dem ceridischen Glauben angehören. Die Abtei unterhält eine Schule, deren Bildungsideal dem Geist der Klosterregel entspricht. In der kalten Jahreszeit werden die Kinder der umliegenden Dörfer und Gehöfte unentgeltlich unterrichtet. Weiterhin haben die Mönche auch die medizinische Versorgung für die Bevölkerung übernommen. Im Klostergarten werden unzählige Kräuter angebaut, teils um Speisen schmackhafter zu machen, teils um Tees oder Salben gegen Krankheiten zu bereiten. Die Mönche selbst führen ein einfaches Leben nach strengen Grundsätzen, das im wesentlichen aus Arbeit und Gebet besteht. Doch auch die Kultur und vor allem die Kirchengeschichte wird sehr gepflegt. In einem großen, lichten Schreibsaal reihen sich Pulte aneinander, wo von Mönchen und Novizen die Texte des Hilariums und des Luxariums sorgfältig abgeschrieben und herrlich bebildert werden. Die Ordensbrüder sind in den vielfältigsten handwerklichen Berufen ausgebildet, wie zum Beispiel Schreiner, Steinmetze oder Aurazithschmiede, damit sie ihr Können in den Dienst des Ordens stellen können. Dies hat zur Folge, dass die Kirche des Klosters sehr kunstvoll gestaltet und ausgeschmückt ist.
Hinter der Kirche befindet sich der Friedhof, dessen Mittelpunkt die Cruelius-Gruft ist. Darin werden die sterblichen Überreste der Äbte aufbewahrt. Der Sarg des Hilarius wurde jedoch im Jahre 24 n.d.E. nach Escandra überführt, um dort in der Krypta des Domes aufbewahrt zu werden. Die Gebeine des heiligen Pertacus befinden sich ebenfalls auf diesem Friedhof und ist das Ziel zahlreicher gläubiger Pilger.
Im Nebenkloster St. Honorius ist die Heilige Miliz stationiert. In unmittelbarer Nähe zum Primus werden sie hier ausgebildet, um dann bei Bedarf zum Schutz der Ceriden entsandt zu werden.
Im östlichen Teil der Abtei, nahe der Grenze zur Baronie Carajon hat sich im Jahre 37 n.d.E. Hildegund von Embarson niedergelassen. Hildegund gründete dort das erste Frauenkloster. Die Frauen lebten die ersten Jahre nach der Gründung abgeschieden und widmeten sich ganz dem Aufbau des Klosters und den Lehren des heiligen Hilarius. Nach Hildegunds Tod im Jahre 68 n.d.E. übernahm Conradis die Leitung des Hilariusiten-Klosters. Bei Amtsantritt erklärte sie den Frauen, dass die vornehmliche Aufgabe in der Nächstenliebe zu suchen sei. Die Nonnen gründeten eine Heimstatt und Schule für elternlose Kinder. Regelmäßig streifen die Hilariusitinnen durch die engen Gassen der Elendsviertel von Escandra, verteilen Almosen an die Armen und verbreiten die Lehre des Ceridentums. Dabei treffen sie häufig auf verwahrloste und hungernde Kinder, die im Kloster ein neues Zuhause finden. Verzweifelte werdende Mütter wenden sich an die Nonnen, um in der Abgeschiedenheit des Klosters ihr Kind zu gebären, um es dann in der Obhut der Frauen aufwachsen zu lassen. Nicht selten finden die Nonnen vor ihren Klostermauern ein Neugeborenes, das von ihnen aufgenommen wird. Diese Kinder werden ganz im Sinne der ceridischen Kirche erzogen und oft bleiben sie auch als Erwachsene im Dienst des Klosters. Im Jahre 72 n.d.E. erhielt der Orden von Herzogin Walluma von Ostarien ein Stadthaus in Ankur. Dort nehmen sich die Nonnen ebenfalls notleidender Kinder an und führen täglich eine Armenspeisung durch.

Die Abtei Dunkelstein

Hauptstadt: Dunkelnau
Herrscher: Flavius van Orb, Abt von Dunkelstein

Wappen

Das Wappenschild
Das Dunkelsteiner Wappen vereinigt das Pfeilkreuz als Zeichen der Bannkreuzer mit dem Orb der Familie van Orb, umringt von einem Flammenkranz.

Orden

Dunkelstein ist der Hauptsitz des Ordens der Bannkreuzer.
Das Kloster Dunkelstein wurde  im Jahre 7 n.d.E. (nach der Erleuchtung, d.h. 56 v.A.III) von dem jungen Abt Lucius gegründet.

Geographie

Die Abtei Dunkelstein liegt nordwestlich von Ostariens. Im Westen fließt der breite Fluss Jolborn. Nördlich erstreckt sich Dunkelstein inzwischen weit in das Ödlandgebirge hinein. Die Landschaft reicht von grünen Vorgebirgslandschaften bis zu felsigen Gebirgshöhen mit tiefen Tälern. Den Horizont prägen in ganz Dunkelstein die weißen Gipfel des Gebirges.
Am südlichen Ufer des Feldbaches erstrecken sich durch fast ganz Dunkelstein hindurch die weitgehend wieder abgetragenen Überreste eines niedrigen Erdwalles, der im Jahre 88 n.d.E. von den Ostariern unter Jareck von Jolberg als Verteidigungslinie gegen die Ödländer errichtet worden war.

Herrschaftsform

Die Abtei Dunkelstein ist in vier Propsteien und die Ballei Feuerbach unterteilt. Die Propste, sowie der Landkomtur der Ballei Feuerbach sind dem Abt als Vasallen lehenspflichtig.

Propstei Heiligenfelden

In der Propstei Heiligenfelden befindet sich das Nebenkloster Heiligenfelden. Hier werden auch heute noch die Prozessakten der heiligen Inquisition, sowie kunstvoll gearbeitete Folianten und Bücher aufbewahrt. Propst Marcellus wacht eifersüchtig über die ihm anvertrauten Kostbarkeiten. Der zwischen Kloster und Jolborn liegende Jolforst brannte während der Schlacht von Heiligenfelden (88 n.d.E.), durch ein von den Ödländern gelegtes Feuer fast vollständig ab und erholte sich in den darauffolgenden Jahren nur langsam.

Propstei Dunkelnau

Dunkelnau ist die Hauptstadt der Abtei, mit dem Hauptkloster Dunkelstein. Verwaltet wird dieses von Propst Jahrius dem Einfältigen. Das Kloster ist ebenso Wohnsitz des Abtes und des Prior. Das Kloster beherbergt unter anderem die berühmte Dunkelsteiner Bierflaschensammlung. In der Stadt Dunkelnau befinden sich zum einen die berühmte Brauerei Haulaner, sowie die berühmte St. Inocentius Kirche.

Propstei Hirschfurt

Die Propstei Hirschfurt ist ein besonders waldreiches Gebiet in dem die Äbte von Dunkelstein ihr Jagdschloss Bärenruhe haben. Die Stadt Hirschfurt hat sich um das Nebenkloster des Ordens, St. Stephanus, gebildet. Im Kloster selbst wird der Wandteppich des heiligen Hilarius verwahrt, ein Teppich, der aus dem Gewande des heiligen Hilarius, dem Begründer der heiligen Ceridischen Kirche gefertigt wurde.

Propstei Bornstein

Die Propstei Bornstein gilt auch als die Kornkammer der Abtei. Auf den Feldern der Propstei werden bis zu 9 verschiedene Getreidearten angebaut. Die Stadt Eiswalden gilt als Kleinod der Abtei.
In Jolbingen wurde von 89 n.d.E. an der Hafen zu einem großen Versorgungshafen ausgebaut, dem letzten Versorgungshafen vor den Ödlanden.

Ballei Feuerbach

Diese Ballei wurde im Jahre 86 n.d.E. gegründet. Hauptsitz ist die Burg Calterac. Calterac ist eine Grenzfeste, nördlich davon schließt sich das Ödland an. Die Grenzfeste schwebt in ständiger Gefahr, von den Ödländern angegriffen zu werden.

Wirtschaft

Besondere Wirtschaftsgüter der Abtei Dunkelstein sind unter anderem das Dunkelsteiner Bier mit sechs verschiedenen Sorten. Auch gibt es diverse Erzminen und Granitbergwerke. Die Monopole liegen allesamt beim Abt.

Steuern

Der Abt von Dunkelstein erhält sowohl die Lehenssteuern, als auch die Kirchenabgaben der Propsteien. Da beide Einnahmen in den Orden fließen, können die zu zahlenden Steuern niedriger gehalten werden als in den ceridischen Gebieten außerhalb von Dunkelstein.

Marktplatzgebühren

Die Marktplatzgebühren werden von den Propsten selbst festgelegt und fallen in Abhängigkeit vom Reichtum der einzelnen Dörfer und Städte unterschiedlich aus.

Wegezölle

Um den Ausbau von Handelsstraßen zu finanzieren, wurden in Dunkelstein für die großen Straßen Wegezölle eingerichtet. Um diese Wegezölle bequem einzutreiben, wurde eine Siegeltafel eingeführt. Auf der Siegeltafel wird beim Erwerb eingetragen, bis wann sie gültig ist, nämlich ein Jahr lang ab dem Tag des Erwerbs. Der jährliche Wegezoll beträgt 5 Groschen. An jedes Last- oder Reittier muss eine Siegeltafel gut sichtbar angebracht sein. Wird eine Handelsstraße ohne gültige Siegeltafel benutzt, so hat der Besitzer der Tiere für jedes Tier eine Strafe von 3 Dukaten zu zahlen.

Brauchtum

Die typischen ogedischen Feiertage wurden allesamt durch einen Erlass des Abtes Lucius abgeschafft. Dafür werden die üblichen ceridischen Feiertage zelebriert.
Am Tag der Erleuchtung beginnt eine Wallfahrt von Dunkelstein nach Gunara.
Desweiteren wird das Dunkelsteiner Wiesenfest gefeiert, ein Fest, bei dem der Abt es sich nicht nehmen lässt, das größte Fass Nordheligonias anzustechen.

Heerwesen

Dunkelstein selbst verfügt über eine kleine, schlagkräftige Truppe, die jedoch nicht aus Geistlichen besteht, wie es bei der Heiligen Miliz üblich ist. Die Truppen bestehen vielmehr aus Stadtwachen, Söldnern oder ceridischen Rittern  mit schwerer Bewaffnung und Rüstung, die bei Bedarf zusammengezogen werden.

Klosterwesen

Im Hauptkloster Dunkelstein leben etwa 100 Mönche. Vorsteher des Klosters ist der Abt, ihm zur Seite steht der Prior, welcher der Vertreter des Abtes ist. Ihm obliegt die Verwaltung des Klosters.

Gesetzgebung

Die Gesetzesgrundlage stellt die Königlich Heligonische Halsgerichtsordnung dar.

Geschichte

Als Lucius die Abtei Gunara verließ, hatte er den festen Vorsatz, dem Ceridentum ein solides Fundament zu schaffen. Sein Ziel war ein Orden, der über ausreichend Land und Mittel verfügt, um Einfluss auf die Politik nehmen zu können.
Seine Reise führte ihn zunächst nach Ankur, wo er beim damals jungen Herzog Rolo VII, dem Vater von Herzog Uriel II, vorsprach. Er machte diesen mit der Lehre des Ceridentums bekannt und stieß bei dem aufgeschlossenen Herzog auf ein offenes Ohr. Lucius und Rolo verbrachten so manche Nacht in freundschaftlichem Disput.
Durch seine geschickte Redekunst erreichte Lucius, dass Herzog Rolo und der damalige Baron von Dunkelstein, Rodgert, ihm genehmigten, im Jahre 7 n.d.E. in der Baronie Dunkelstein in einem Gutshaus des Barons ein Kloster einzurichten. Lucius, der nun von Ankur in die Nähe von Dunkelnau gezogen war und dort mit einigen Anhängern schon rasch eine kleine ceridische Gemeinschaft aufgebaut hatte, besuchte nun Baron Rodgert regelmäßig in Dunkelnau, um ihm den ceridischen Glauben zu lehren. Im Jahre 13. n.d.E. hatte Lucius den Baron schließlich soweit überzeugt, dass dieser zum Ceridentum konvertierte. Der Sohn des Barons, Hagen von Dunkelstein, war mit der Konvertierung nicht einverstanden und verschwand nach einem Streit aus der väterlichen Burg.
Es vergingen zwei Jahre, in denen Lucius das Kloster ausbaute und mit seinen geistigen Brüdern das Land missionierte.
Doch zu Beginn des Jahres 16 n.d.E. verstarb Baron Rodgert im Klosterhospital an den Folgen einer Rückenverletzung. Er war auf dem Weg von Dunkelnau nach Kloster Dunkelstein vom Pferd gestürzt. Die Ordensbrüder des Klosters hatten Baron Rodgert ins Hospital bringen lassen und Lucius selbst kümmerte sich um ihn. Einige Tage lang hing sein Leben an einem dünnen Faden und schließlich verließen ihn trotz der sorgsamen Verpflegung der Klosterbrüder die Kräfte.
Bald schon entbrannte in der Baronie ein Streit um die Nachfolge des Barons, denn Herzog Rolo VII übergab auf Fürsprache von Lucius dem jungen ceridischen Vogt Eckart das Lehen.
Hagen jedoch beharrte auf sein Recht, als Sohn das Erbe seines Vaters anzutreten, wie es im Adel normalerweise üblich ist.
So kam es in Dunkelstein immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Parteien. Die Lage spitzte sich zu, als Hagen, der alle geheimen Gänge und Türen der Burg seines Vaters kannte, dort eindrang und Eckart in einem Zweikampf tötete. Er ließ in der ganzen Baronie verkünden, dass er der neue Baron sei, keine Ceriden dulde und diese zur Not mit Gewalt in die Knie zwänge. Damit hatte Hagen endgültig Hochverrat begangen. Nun sah sich der Herzog gezwungen, selbst einzugreifen und so zog er gen Norden in die Baronie Dunkelstein, um in einer Schlacht gegen Hagen und seine Mannen anzutreten. Lucius schloss sich Herzog Rolo VII an, um ihm mit seinem Glauben und seinem Rat zur Seite zu stehen, wie er dem Herzog versicherte.
Auf dem Weg zur Burg strömten ihnen Flüchtlinge entgegen, der Rauch verbrannter ceridischer Höfe war am Horizont zu sehen. Die Zahl der Verwundeten und Toten war groß. Was jedoch weitaus schlimmer war als die Verwüstungen, war die Hoffnungslosigkeit, denn Hagen von Dunkelstein hatte einen mächtigen Zauberer an seiner Seite, den er nach seiner Rückkehr nach Dunkelstein mitgebracht hatte. In dieser schweren Lage sprach Lucius dem Herzog Mut zu und versprach, ihm nicht von seiner Seite zu weichen.
An den Burgmauern angekommen stürzte sich Herzog Rolo mit seinen Recken in den Kampf. Lucius, nur mit einem Speer bewaffnet, an dem das ceridische Kreuz befestigt war, folgte ihm. Der Magier des ruchlosen Hagen schleuderte dem Herzog einen mächtigen Illusionszauber entgegen. Vor den Augen der Streiter materialisierte sich ein grässlicher Drache, woraufhin sie angstvoll zurückwichen. Einzig Lucius lies sich von dem Trugbild nicht täuschen. Er drehte sich zu den zurückweichenden Kriegern und rief ihnen zu, dass alles nur ein Blendwerk des Daimon sei. Mit diesen Worten schritt er dem Drachen entgegen. Als er diesen mit dem Kreuz berührte, verschwand die Illusion. Da fassten die herzöglichen Streiter wieder Mut und stürzten sich erneut in die Schlacht, um diese für sich zu entscheiden.
Herzog Rolo VII war Lucius, der inzwischen sein Freund geworden war, zu großem Dank verpflichtet und schenkte dem tapferen Kleriker diesen nördlichsten Teil seines Landes. Die Baronie Dunkelstein wurde so zur Abtei. Doch Lucius wollte nicht als Lehensnehmer des Herzogs in dessen Abhängigkeit stehen. Darum bat Herzog Rolo den König, diesen Teil von Ostarien aus der Lehenspflicht seines Herzogtums zu entlassen und unterstellte Dunkelstein so direkt dem Schutz des Königs.
Da die Macht des Kreuzes die Schrecken der Magie gebannt hatte, nannte Lucius seinen Orden fortan die Bannkreuzer.
Die Abtei Dunkelstein war damals noch ein recht unwirtliches Land, das jedoch mit der Kraft des Glaubens und dem Enthusiasmus des Ordensführers gedieh und sich in den darauffolgenden Jahren stetig nach Norden ausdehnte.
Dennoch kam es zu Lebzeiten von Lucius immer wieder zu Drohungen bis hin zu Meuchelversuchen auf den Abt. Dieser hatte in der ehemaligen Baronie die Vogteien in Propsteien umgewandelt und dort jeweils einen seiner Mitbrüder als Probst eingesetzt. Damit hatte er sich vor allem die ogedischen Vögte zum Feind gemacht, denen von ihrem Landbesitz mit etwas Glück gerade noch ein Gutshof blieb.
Im Jahre 37 n.d.E. starb Lucius an einer geheimnisvollen Krankheit. Sein Nachfolger Bertus von Steinau machte sich ebenfalls viele Feinde, indem er die heiligen Ogedenhaine in Dunkelstein zerstören ließ.
Im Reifemond des Jahres 43 n.d.E. wurde Abt Bertus von einer aufgebrachten Menschenmenge, angeführt von Aradon von Hirschfurt, im Oratorium des Klosters Dunkelstein schändlichst niedergestreckt. Aradon war ein Nachfahr des Vogtes von Hirschfurt,  der sich nach der Enteignung durch Abt Lucius im Bärenwald versteckt und von dort aus immer wieder Raubzüge geführt hatte. Die nachfolgenden Jahre waren eine Zeit des Brandschatzens und Raubrittertums. Der Nachfolger von Abt Bertus, Sangrius von Layenfeld wurde von Primus Vastus Aurelius II mit der Herstellung der Ordnung in seiner Abtei betraut. Er vermochte es, in den nächsten zwei Jahren das Land von Raubrittern zu säubern und die Meuchelmörder dingfest zu machen. Die innere Verzweiflung von Abt Sangrius zu jener Zeit drückte er in einem Brief an seinen Freund Abt Burkhardus, Abt von Gunara, aus. Hier ein Auszug daraus:
„Ich weiß wohl, dass Ihr mich heimlich ‚Abt Fingerhut‘ nennt, weil der Schöpfer mir nicht die Gestalt eines Riesen gegeben hat. Eher für die Kutte, als für die Rüstung hat der Herr meinen Leib geschaffen, doch in welche Zeit? So reite ich gepanzert, umringt von Bewaffneten, weil das Unrecht Überhand nimmt, das uns Anvertrauten und die Güter unserer heiligen Kirche bedroht, denn wo ist sonst ein Arm, der die Schwachen schirmte, seitdem die Ritter zu Räubern geworden sind? Da sie keines weltlichen Herren Macht mehr kennen, muß selbst ein Mann der Kirche die Waffen ergreifen, um den Seinen Recht zu schaffen. Wir leben, Burkhardus, in einer schrecklichen, gesetzlosen Zeit.“
Im Jahre 47 n.d.E. waren die letzten Raubritternester ausgehoben. Die darauffolgenden Jahre waren eine Zeit der Blüte und des wirtschaftlichen Gedeihens. Die Städte Dunkelnau und Eiswalden wurden  mit Stadtmauern umgeben, in der Propstei Heiligenfelden wurde ein Nebenkloster errichtet und in der Stadt Hirschfurt das Nebenkloster St. Stephanus. Auch zu erwähnen sei die Errichtung eines Hospitals und eines Leprosenhauses in Dunkelnau. Abt Sangrius, der Weise, starb nach einer langen und fruchtbaren Regierungszeit im Jahre 84 n.d.E.
Sein Nachfolger, Edmond de la Cruz, trat im Jahr 79 n.d.E. dem Orden der Bannkreuzler bei. Aufgrund einer großzügigen Spende seines Vaters, Fürst Waldemar von Drachenhain, wurde er vom damaligen Abt Sangrius, gleich  nachdem er die Profess ablegte zum Propst von Bornstein ernannt. Kurz darauf im Jahre 83 n.d.E. wurde er zum Prior der Abtei ernannt, nachdem der alte Prior Balorius  einem mysteriösem Meuchelmord zum Opfer fiel. Kaum zwei Jahre später wurde er Abt und Superior des Ordens. Die darauffolgenden drei Jahre verbrachte er mit dem Niederschreiben des „Dunkelsteiner Hexenhammers“, worauf er im Jahre 85 n.d.E. von Primus Benedict Canesius zum Inquisitor gesalbt wurde. Der altersschwache  Primus, der aufgrund seiner Gebrechen das Amt des Großinquisitors nicht mehr ausüben konnte, übertrug dieses im Jahre 87 n.d.E. dem Abt Edmond de la Cruz und ehrte damit dessen  außerordentlichen Leistungen im Dienst der Ceridischen Kirche.Abt Edmond de la Cruz galt als fanatischer Ceride, der jegliche schwarze Magie bekämpft und selbst der heilenden Magie skeptisch gegenüber stand. Da er kurz darauf das Amt des Fürstbischofs von Friedland an sich riss, wurde der Abtsstuhl vakant.
Ab dem Jahre 89 n.d.E. wurde Abt Flavius van Orb vom Orden in das Amt berufen.

Der Orden der Bannkreuzer

Das Ordenswappen

Der Orden der Bannkreuzer wird durch ein rotes Pfeilkreuz auf schwarzem Grund repräsentiert. Bei höheren Ordensrängen können die Farben des Wappens variieren.

Der Ordenshabit

Der Bannkreuzer trägt eine weiße Robe mit schwarzem Überwurf und rotem Pfeilkreuz. Die Kapuze kann an der weißen Robe angenäht oder aber als schwarze Gugel getragen werden.

Die Ordensgründung

Als Lucius die Abtei Gunara verließ, hatte er den festen Vorsatz, dem Ceridentum ein solides Fundament zu schaffen. Sein Ziel war ein Orden, der über ausreichend Land und Mittel verfügt, um Einfluss auf die Politik nehmen zu können.
Lucius gründete im Jahre 7 n.d.E. mit der Erlaubnis von Herzog Rolo VII von Ostarien und Baron Rodgert in dessen Baronie Dunkelstein ein Kloster nahe der Stadt Dunkelnau.
Bereits im Jahre 17 n.d.E. hatte Lucius erreicht, dass die ehemalige ostarische Baronie Dunkelstein ihm als Lehen gegeben wurde, nachdem Baron Rodgert verstorben war. Die Baronie wurde in eine Abtei umgewandelt, die Vogteien in Propsteien. Näheres findet sich in der Geschichte der Abtei Dunkelstein.
Der Orden brachte später sogar einen vierten Orden hervor, den Orden der Templer zu Ankur.

Die Ordensgrundsätze

Der Ordensgründer Lucius führte die Bannkreuzer in wirtschaftliche Unabhängigkeit und prägte den Orden in seinen Zielen, das Ceridentum selbstbewusst zu vertreten. Durch seine Verbundenheit zum Herzoghaus, das noch zu Lebzeiten des Lucius dem Ceridentum beitrat, gelang ihm dieses Vorhaben vorbildlich. Das Bestreben der Hilariusiten die Schriften des Luxariums und des Hilariums eingehend zu studieren, oder das der Pretoriusaner, die sich der Nächstenliebe und der Armut verschrieben haben, teilen die Bannkreuzer seit jeher nicht. Ihr Interesse gilt dem Machtzuwachs und der Verbreitung des Ordens und damit dem Ceridentum. Dies beinhaltet auch die Verdrängung des Ogedentums.

Die Ordensgeschichte

Im Hauptsitz des Ordens, der Abtei Dunkelstein, wurden schon in den ersten Jahren nach der Lehensübernahme Ogedenschreine in ceridische Gebetsstätten umgewandelt, ogedische Feiertage abgeschafft und der Vastusianische Kalender eingeführt.
Ihre Ablehnung gegen Magie unterstrichen die Bannkreuzer deutlich, als die Inquisition ins Leben gerufen wurde. Ihren Anspruch auf die Richtigkeit ihrer Denkweise begründen die Bannkreuzer mit dem Werk des Lucius, der gezeigt hat, dass der Glaube im Zeichen des Ceridenkreuzes Magie bannt. Den bisherigen Höhepunkt erreichte der Orden unter der Führung von Abt und Superior Edmond de la Cruz.
Seinem Nachfolger, Flavius van Orb,  sind durch den neuen Primus, den Hilariusiten Pacellus, die Hände mehr gebunden als zuvor unter dem Primus Canesius, der den Bannkreuzern näher  stand.
Eben dieser Umstand bedeutete für die Bannkreuzer auch den Verlust der Befehlsgewalt über die Heilige Miliz.
Nicht zuletzt durch das einstweilige Abschaffen der Inquisition wurde den Bannkreuzern ihr Einfluss geschmälert.

Verbreitung des Ordens

Die Abtei Dunkelstein ist nach wie vor das Hauptgebiet der Bannkreuzer. Daneben gibt es in Ostarien die  Klöster Hornberg, Kreuztal, Hurtenau und St. Elvorix, sowie das Domkloster in Quellstett.

Das einzige Kloster der Bannkreuzer, das sich außerhalb Ostariens und Dunkelsteins befindet ist das Kloster Murbach in der Baronie Carajon.

Der Orden der Pretoriusaner

Das Ordenswappen

Das Ordenswappen zeigt die gelbe Pretoriusflasche auf silbernem Grund.

Die Ordensgrundsätze

Die Pretoriusaner lehnen jeglichen weltlichen Besitz, sowie politischen Einfluss kategorisch ab. Mit ihrem karitativen Wirken verbreiten sie das Ceridentum auf ihre ganz besondere, selbstlose Weise. Unter dem Leitspruch des Ordens „Beten und Arbeiten“ verbringen sie ein asketisches Leben. Erwirtschaftetes Gut kommt stets Armen und Bedürftigen zu gute. In jedem der Pretoriusaner-Klöster ist ein Siechenhaus eingerichtet, in dem Kranke unentgeltlich versorgt werden. Die tägliche Armenspeisung hat dem Orden ein hohes Ansehen in der Bevölkerung verschafft.
Besonders in der Bekämpfung von Krankheiten konnte der Orden beachtliche Erkenntnisse gewinnen. Hierzu gehören die Wasserheilkunde ebenso wie die innere und äußere Anwendung von Kräutern. Zahlreiche herrlich bebilderte Werke über Pflanzenkunde wurde von Pretoriusanern verfasst.

Die Ordensgründung

Pretorius war der Sohn eines reichen Kaufmanns aus Ankur. Schon in jungen Jahren ward ihm das Glück zuteil die Bekanntschaft des Hilarius zu machen. All sein Streben galt von nun an der Verbreitung des noch jungen ceridischen Glaubens und der Betreuung der kleinen Anhängerschar. Pretorius verstand es die Menschen mit der Kraft seiner Worte zu bannen und sein Meister Hiliarius war mehr als zufrieden mit ihm  Nachdem der Kirchenvater viel zu jung verstorben war, verabschiedete sich Pretorius von seinen Glaubensbrüdern, zog gen Süden und ließ sich unweit der Stadt Wälsung in der Baronie Buchenfels nieder.
Als Geistlicher dieser kleinen Stadt entfaltete er, teils durch seinen ganz hervorragenden Eifer und sein gutes Beispiel eine wunderbare Tätigkeit. Er leuchtete in seinem edlen Tugendleben und trug durch seine Liebe zu den Armen und sein offenes Ohr für die Nöte des Volkes wesentlich zur Bekehrung der Baronie bei. Mit großen Eifer baute er eine Kapelle für den Einen und schuf so einen Ort der Besinnung und Einkehr für seine Gemeinde. Es war Pretorius eine Freude die weite Ausbreitung und das segensreiche Wirken seines Werkes zu sehen. Die Botschaft erreichte auch reiche Bauern und Handwerkern, die dem Bau und der Ausgestaltung der Kapelle Zeit und Mittel widmeten. Im Laufe der Jahre erreichte die Ausstattung eine solche Pracht, wie sie nur in höchsten Häusern anzutreffen ist. Der größte Schatz des Pretorius war jedoch ein Gegenstand aus dem Besitz des Hilarius,. Aurazith und Edelsteine zierten nun den heiligen Gegenstand und dessen  Schrein, der viele Gläubige herbeizog, die ihn bewunderten und ihr Gebet davor verrichteten.
Im Jahre 15 nach der Erleuchtung brach eine schreckliche Hungersnot über das Land herein. Ein harter Winter und starke Regenfälle führten zu Missernten und die Menschen darbten. Händler  aus dem Süden priesen ihre Waren zu überhöhten Preisen an, so dass die Ärmsten schon bald kein Geld mehr hatten, um ausreichend Nahrung zu kaufen. Schon kündigte sich die kalte Jahreszeit an und Pretorius war sich gewiss, dass viele seiner Anhänger diese nicht überleben würden, wenn nicht ein Wunder geschieht. Und so begab es sich, dass an einem frostigen Tage in Händler aus Betis des Weges kam. Seine Wagen waren schwer beladen mit Getreide, getrockneten Früchten und Salzfleisch. Der Händler wusste um die Not der Leute und forderte kein Geld für seine Güter, sondern erbat sich den Gegenstand des heiligen Hilarius. Er schwor diesen in Ehren zu halten, da er selbst schon viel Gutes über das Wirken des Einen gehört hatte. Pretorius überlegte nicht lange, denn was bedeutet all der Reichtum, wenn es um das Leben seiner Mitmenschen geht. Wer sollte dann noch mit ihm beten, wenn alle verhungern? Das konnte nicht der Wille des Einen sein, dass sein Haus voller Aurazith glänzt, die Gläubigen aber Not erleiden. Von nun an schwor er sich ein Leben in völliger Armut und der Entbehrung allen irdischen Besitzes zu führen. Er tauschte all seine Wertsachen gegen Brot für die Armen ein.
Sein strenges Leben zog allmählich gleichgesinnte Männer an und so entstand eine klösterliche Gemeinde bei der Kirche mitsamt einem Armenhaus und einem Hospitz. Hier empfingen die Armen Pflege und Unterkunft und ihr Geist wurde von dem Einen erhellt.
Wie das Leben, so ward auch der Tod des Pretorius erbaulich. Er verstarb während der Frühmesse mit einem seligen Lächeln auf den Lippen. Seine Anhänger begruben ihn neben seiner Kirche und setzten sein Lebenswerk fort.

Abschrift aus dem Werk des Vastus II „Lebensbilder großer Heiliger“

Die Verbreitung des Ordens

Neben dem Hauptkloster des Ordens St. Pretorius in der Baronie Buchenfels unterhält der Orden  in Ostarien noch ein Kloster in den Abteien Canice. In der Markgrafschaft Norrland-Brassach befinden sich das Domkloster von Tarnam und das Kloster St. Pertacus. Das Kloster Bergstedt ist die einzige Niederlassung der Pretoriusaner im Herzogtum Ligonii. Jedoch hat der Orden im Fürstentum Drachenhain gerade in den letzten Jahren eine enorme Verbreitung erfahren. Neben den Abteien Lindfurt und St. Aluin gibt es noch die Klöster St. Markwart und Hirschenau.

Das Ordenshabit

Die Pretoriusaner haben gemäß ihren strengen Ordensregeln ihr Gewand einfach gewählt. Dunkle, meist braune, grobgewebte Kutten mit Kapuze, die von einem Gürtel oder einem Seil zusammengehalten werden. Nicht zwingend notwendig, aber in den kälteren Regionen sehr nützlich ist ein Überwurf, der aus zwei fast bis zum Boden reichenden Tüchern auf Rücken und Brust besteht.