Das Gesicht der Sonne

Oft reden Menschen, die Sonne habe keyn Gesicht. Das ist eyne Lüge oder wenigstens Unkenntnis. Wir wissen durch die Heilige Rita, dass dem so nicht ist. Vor der Heiligen Rita hatten die Sonne keyn Gesicht, so stimmt es wohl für Gewesenes, zeugt mitunt achso von sehr alten Religionen, wo dies gelehrt. Eyn anderer Grund dafür ist, dass man mit Blick in die Sonne geblendet wird und so das Gesicht gar nicht sehen kann. Unsere Gebrannten haben aber die Sonne geschaut im Tausche gegen ihr Augenlicht und sie berichten von eynem Gesicht. Also lasse dich nicht auf Unkenntnis eyn.
Die Heilige Annebärbel von Hochgräteschoß

Die Heilige Annebärbel von Hochgräteschoß ist die Wetter-Schutzheilige schöner Reisetage. Annebärbel ging ihr Leben lang spazieren und dies immer bei Sonne. Und verließ sie das Haus bei Regen, wurde es Sonne und kehrte sie heim, wurde es Regen. So sehr wurde sie von der Sonne geliebt. Sie verließ sich darauf ein Leben lang und ihre Erwartung erfüllte sich. Eines Tages geriet sie unversehen in ein Gewitter und wurde durch einen Blitz hinauf zur Sonne geschickt – so sehr wurde sie von der Fackel am Himmel geliebt.
Der Selige Wilhelm

Der Selige Wilhelm ist ein Prophet, der viele Zeugnisse vor allem moralischer Natur in Schriften hinterließ. Vor allem seine Zeichnungen wurden im des Lesens unkundigen Volkes populär. Wilhelm hinterließ ein moralisches Leitwerk von solch normativ-visueller Fülle, dass er als Erziehungsratgeber sich hervorragend eignet, seine schweren Bücher aufmüpfigen Gören um die Ohren zu schlagen.
Die Fromme Helene

Die Fromme Helene wird als Heilige angerufen, um eine ungezügelte Leidenschaft und Abhängigkeit durch Tragik doch noch zum Guten zu wenden. So verfiel sie einst der Flasche, was sie in den Abgrund riss. Sie missachtete die Warnungen Ignis und wurde zur Strafe vom Feuer verzehrt. Ihre Essenz riss sich der böse Bozephallus mit sich in die Niederhöllen, wo sie für die Ewigkeit in einem großen Suppentopf gekocht wird. Doch kein Schatten ohne Licht. Fortan weinte sie tausende um tausende Jahren und so heißt es, hatte Ignis Mitleid und ließ zu, dass die Tränen wieder hienauf ins Erdreich steigen und sich manifestieren als Helenezwiebeln. Dieses von Champas Mönchen angebaute Gewächs verspricht Schutz gegen das Untote und dunkle Magie. Man sagt sogar, Helenezwiebeln brächten Dämonen zum Weinen. Andernorts manifestieren sich die Tränen auf andere Weise. So soll der Ignisorden von Surabad sagenumwobene Ignistränen aufbewahren, welche von er frommen Helene stammen.
Ewiges Leben ist dem gegeben, der ewig from ist und falls nicht, wird es ihm aber wie eine Ewigkeit vorkommen. Ein Leitspruch der Heleniten lautet: „Arbeiten, beten, büßen!“ Hier ist die ganze Geschichte der Frommen abgemalt und aufgeschrieben.
Außerdem wird die Heilige gerne zum Schutz vor Arbeitsunfällen angerufen. Siehe hierzu auch ihren Heiligenkollegen, den Kleinknechtklausler.

Der Heilige Heinrich

Der Heilige Heinrich konnte Kraft seines Willens einen sommerlichen Heiligenschein erzeugen, was ihm oft aus Schwierigkeiten heraus half. Dementsprechend wird er von Gläubigen angerufen, die symbolisch auf einen Heiligenschein angewiesen sind.
Psalm
Seit dieser Zeit sah groß und klein
den Heinrich mit dem Heilgenschein.