Es klopft verhalten an der Tür des ehrenwerten Ratsinspektors Ulfried Wieden. Verwundert schaut er von seinem Schreibtisch auf, auf dem sich allerlei Dokumente türmen. Er hatte doch gar keinen Besuch erwartet? Er schiebt den Stuhl zurück, steht auf und geht zur Tür, um sie zu öffnen. Vor ihm steht ein junger Mann in den Farben der Botengilde. „Herr Wieden, ich habe eine Sendung für Euch.“, wispelt er und streckt dem Ratsinspektor einen Korb entgegen. Als dieser ihm den Korb abnimmt, deutet der eine Verbeugung an, greift nach dem nächsten Päckchen in seinem Beutel, dreht sich um und eilt davon. Ulfried Wieden schließt die Tür und schaut neugierig auf das, was er in den Händen hält: Ein hübscher Korb aus Weiden geflochten, gefüllt mit zwei Fläschchen und allerlei Leckereien. Von einigen davon scheint ein leichter Glitzerschein auszugehen. Ein Zettel ist dem Korb beigelegt, auf dem in halbwegs leserlicher Handschrift folgendes steht:
Ein zauberhaftes Dankeschön weiterlesenGeschäfte, Geschäfte und eine Locke
Gründlich sortierte Jakub Pfefferpfennig die Briefe. Das Jahrestreffen des Handelshauses Böttcher stand bevor und es gab noch viel zu tun. Er stand noch nicht lange in Böttchers Diensten und hatte nicht weniger als den kometenhaften Aufstieg des Handelshauses durch seine selbst entwickelte Aufstiegsformel versprochen. Noch lag der Komet am Boden, noch war die Bezahlung schlecht.
Geschäfte, Geschäfte und eine Locke weiterlesenDer Mittelländische Zünfteverein

„Wieso darf die Diebesgilde denn nit in de Zünfteverein?“ murrt Frido Flinkhand den Mann in der Zunftstracht an. Sein Blick bleibt dabei auf den Aushang gerichtet.
Der Mittelländische Zünfteverein weiterlesenDie Bärin von Olgradir
Ich bin Lutjima, Tochter des Grafen Ivanko von Olgradir, Heerführerin der olgrischen Truppen und Erbin des Bärenthrons und dies ist der Bericht vom Ende und Anfang.
Noch einmal im Weißgebirge. Noch einmal die Hoffnung, dass wir endlich diese verdammte Hexenplage aus dem Karizukwald loswerden. Noch einmal auf der Suche der Quelle des Kohlewassers, das seit Jahren den Wald und damit unser Land vergiftet.
Die Bärin von Olgradir weiterlesenAm Grunde des Meeres liegt keine Hoffnung
Ein warmer, sonniger Morgen lag über dem Hafen von Märgelfurt. Die Möwen kreischten wie jeden Tag, als stritten sie über die Preise für Hering. nd mittendrin, auf dem Deck der ehrwürdigen Kogge Fürchtenichts, stand Kapitän Oberkiel, ein bärtiger, wettergegerbter Seemann mit Kompassauge und eiserner Nase. Neben ihm komponierte Maat Lütt mit einem Schiffstau eine Knotensymphonie. Am Kai wimmelten wimmelige Menschen, aber der, auf den es ankam, war nicht unter ihnen.