Die Ruine Althof liegt ganz in der Nähe des Leuchtturms. Als Vierkant Hof gebaut, sollte der Bauernhof die Versorgung der Leuchtturm Wächter sichern. Aber das Land gab nicht genug her und der Kampf gegen den nahezu wuchernden Wald aus niedrigem Gehölz war überaus mühselig. Und wenn doch etwas wuchs, fraßen es die Tiere, die im Wald lebten. Sie waren sehr dankbar für das angebaute Gemüse. Einige Familien versuchten sich daran, den eigentlich schönen großen Hof und sein Umland unter Kontrolle zu bringen. Doch ein schwerer Sturm, der auch den Leuchtturm beschädigte, führte dazu, dass der Hof aufgegeben wurde. Es war wichtiger, den Leuchtturm zu richten und zu bemannen. Alles was die Leuchtturm Wächter brauchen, kommt aus dem Dorf Totbaum über eine mühsam freigehaltene Straße.
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Das Dorf Salzdorf
Noch bevor die Galions an der Küste von Trum landeten und sich das Land brutal zu Eigen machten, gab es das Salzdorf. Der Name war so simpel, wie passend. Einige der Küstenbewohner hatten durch puren Zufall entdeckt, dass das Meereswasser wunderschöne Salzkristalle ausbildete, wenn es verdunstete.
Anfangs waren die Bewohner des Salzdorfes noch der festen Überzeugung, dass diese Kristalle auf magische Art und Weise entstanden und etwas ganz besonderes waren. Das waren sie auch, aber natürlich nicht so, wie die Menschen von Salzdorf es dachten.
Sie nahmen die Kristalle, wie sie kamen, und wogen sie beinahe mit Gold auf.
Aber es gab nie genug und schon bald entbrannte viel Streit in dem kleinen Dorf darüber, wem die Kristalle gehörten, die so wunderschön waren und so herrlich schmeckten. Der Dorfvorstand, der natürlich die Hand am weitesten aufhielt, war der festen Überzeugung, sämtliche Einkünfte der magischen Kristalle standen ihm zu. Diejenigen, die sich tagelang am Strand herumtrieben, um die Kristalle zu suchen und zu finden, wollten natürlich auch das Gold dafür sehen.
Dann geschah das unglaubliche.
Ein Kind hatte Wasser holen sollen, wie es die Arbeit der Kinder war, und hatte Salzwasser für das Schrubben der Dielen geholt. Aber wie es manchmal so ist, vergaß das Kind den Eimer in den Dünen, als andere Kinder fangen spielten. Erst einige Tage später, mit knurrendem Magen, fand das Kind den Eimer wieder. Und oben auf dem Wasser, der in der prallen Sonne gestanden hatte, hatte sich eine Schicht der wertvollen Kristalle gebildet. Aufgeregt und sehr vorsichtig trug das Kind den Eimer zu den Eltern und zeigte seinen Fund.
Tatsächlich, die Kristalle waren perfekt und so viele auf einmal!
Was wäre, wenn man große Mengen Wasser so in die Sonne brachte? Die Überlegung ließ das arme Ehepaar nicht los, und tags drauf ging der Mann an den Strand und begann, lange flache Becken auszuheben. Aber das Wasser versickerte immer wieder und er schien wie einer dieser Wahnsinnigen zu sein, die immer wieder das Gleiche machten und ein anderes Ergebnis erwarteten.
Doch eines Tages gelang es ihm, Salzwasser in dem flachen Becken zu stauen und die Sonne spielte auch mit. Nach einigen Tagen hatte er Salzkristalle.
Das ganze Dorf lief zusammen und begutachtete sein Ergebnis. Man wählte ihn zum Dorfvorstand und widmete sich nur noch dem Salzanbau.
In der Nähe des Dorfes wurde eine riesige Grube ausgehoben, das Meerwasser wurde hineingepumpt und von da aus in große, flache Becken geleitet.
Die Menschen wurden reich und gleichzeitig arm, denn immer mehr Pflanzen starben und irgendwann wuchs gar nichts mehr in der Nähe der Salzbecken. Nach einer Weile zogen die Menschen fort, nur die Salzarbeiter blieben und ernten noch heute das Salz in der wundersamen Kristall Form, die es so nirgendwo anders auf Trum gibt.
Kontrolliert und beschützt wird dieses außergewöhnliche Salz mittlerweile auch von der Famile von Akede.
Akedes Feuer
Akedes Feuer
Der Leuchtturm Akedes Feuer wurde unter Branddal Galion errichtet. In der vierten Generation von Olvirvik Galion abstammend, war er der erste, der sich nur dem Handel widmen wollte und keinerlei Interesse an Raubzügen über das Schwarzwasser zu den Nordleuten hatte. Diese waren zwar schon sehr selten geworden, fanden aber immer mal wieder statt.
Branddal wusste, wie alle anderen, die in diesem Bereich von Trum lebten, um die Gefährlichkeit der Küsten rund um den Schwarzwasser Sund. Wer sich auskannte, der konnte durchaus zwischen den Felsen und dem Flachwasser hindurchmanövrieren, aber wenn nicht, führte das oft zu einer Katastrophe. Und Branddal Galion wollte den Ort Akede von einem Dorf zu mehr machen. Er sah sich schon als Herrscher über ein Handelsimperium.
Um dies zu erreichen, ließ er an der Spitze der von Galion annektierten und mehr oder weniger regierten Ländereien einen Leuchtturm errichten und nannte ihn hochtrabend „Akedes Feuer“.
Der Leuchtturm war fortan bei Androhung der Todesstrafe immer von drei Männern besetzt, von denen immer einer Wach sein musste.
Bei Nacht und natürlich auch bei Nebel brannte das Signalfeuer in der Spitze des Leuchtturms. Branddal bewies nicht nur mit der Errichtung des Leuchtturms Weitsicht, sondern auch mit seiner Regelung für die Besetzung des Turms.
Kein Mann durfte Heiraten, hatte er nicht mindestens ein Jahr im Leuchtturm Dienst getan. Wer wollte, durfte natürlich auch länger wachen. Doch es gab keinen Urlaub, Weiber und Kinder waren nicht gestattet und sollte ein Schiff auf die Klippen auflaufen, weil das Feuer nicht brannte, dann bedeutete es nicht nur die Todesstrafe für den verantwortlichen Leuchtturm Wächter, sondern auch Auspeitschung und Verbannung für dessen Familie.
Ein einziges Mal musste diese Strafe verhängt werden.
Im Laufe der Zeit wurde die Strafe, ohne es den Leuchtturm Wächtern mitzuteilen, jedoch gemildert. Es blieb ein Geheimnis der Familie Galion, die der Meinung war, das die Drohung sehr gut funktionierte.
Religion – Sankt Gilborn
Gilborn von Punin wirkte im fernen Aventurien und wurde vom Dämonenmeister Borbarad zu Tode gefoltert und gilt als Märtyrer und Schutzheiliger der Sonnengläubigen. Das Geburtshaus des Heiligen Gilborn im Puniner Stadtviertel Ingwacht in Aventurien ist Anlaufstelle für viele Pilger. Unter vielen Sonnengläubigen wird er als Schutzpatron gegen schwarze Magie und Hexerei angerufen.
Religion – Dämonenliste des Sonnenglaubens
Der Sonnenkult kennt keine eigene Dämonensystematik. Der Glaube an Dämonen besteht aus einer synkretistischen Zusammenstellung aus Versatzstücken verschiedener religiöser Kulturen. Grundsätzlich gelangen Dämonen über Beschwörungen aus den Niederhöllen in die Sphere der Menschen und stehlen dort Sonnenlicht. Indem sie Menschen verführen und Pakte mit ihnen eingehen, erhalten sie einen Teil des inneren Lichts der Menschen. Ebenso verringert sich das Licht der Welt durch jede dunkle Tat ein wenig. Das Ende aller Tage tritt ein, wenn nach neun mal neun Ewigkeiten das letzte Licht gestohlen wurde. Dann öffnen sich die Tore der Niederhöllen und nehmen die irdische Welt in Besitz.
Dämonen des Sonnenglaubens:
- Alpert der Alp: Ein berühmter Alp, der sich Nachts auf Betten legt, den Schlafenden blse Treume schickt und sie ihrer Lebensenergie beraubt.
- Astfgl: Auch Dämonenpräsident genannt. Er ist die Ursache für ein überladenes Verwaltungswesen. Er versuchte zunächst ein solches in den Niederhöllen zu etablieren, wurde aber in einem abgelegenem Büro in ein nutzloses Präsidentenamt befördert. In seinen Privatgemächern hat er einen Seelenspiegel mit dem er die Bewohner der Erdsphere beobachten kann. Daneben stehen Aktenschränke mit Aufzeichnungen über jeden. Allerdings haben seine Untergebenen noch nichts vom gehobenen Verwaltungswesen begriffen und ordnen stets alles unter M wie Menschen ein. Astfgl liebt Aktennotizen sowie Topfpflanzen.
- Atesh’Seruhn: Ein Diener des Namenlosen. Er ergreift Besitz von Kindern und lässt sie Unheil vollbringen. Unartige Kinder sind wahrscheinlich von Atesh’Seruhn besessen.
- Bhaal: Fürst des Mordes, Gott des Tötens. Er erscheint seinen Anhängern oder anderen nur sehr selten, wurde aber von seinen Priestern als eine blutige, verstümmelte Leiche mit leisen Bewegungen und einem barbarischen Gesicht geschildert. Es wird erzählt, dass Bhaal durch jeden Mord stärker wird.
- Blakharaz: Der erzdämonische Widersacher vornehmlich der Lichtgottheit Praios. Er steht für die rücksichtslose Rache ohne Gerechtigkeit.
- Bozephalus (manchmal auch Der Neunschwänzige): Entstammt dem ceridischen Glauben der Nachbarländer, wo er als der Hauptgegenspieler des Eynen gefürchtet wird.
- Brezelbub: Ein trotteliger Dämon, der vor allem wegen seiner Unberechenbarkeit gefürchtet ist.
- Cthulhu: Der Dämon wird durch einen Fluch in der versunkenen Stadt R’lyeh in einem der Ozeane in todesähnlichem Schlaf gefangengehalten. Über Träume gelangt er jedoch zu den Menschen. Den mythologischen Quellen zufolge wird er wieder auferstehen, wenn die Sterne richtig stehen, um eeine Schreckensherrschaft über die Erde auszuüben, was letztendlich den Tod allen Lebens auf der Erde bedeuten würde. Sein Kopf ähnelt einem Tintenfisch, das Gesicht besteht aus einem Gewirr von Tentakeln. Er besitzt ein Paar lange, schmale Flügel.
- Demogorgon: Ein sehr mächtiger Tentakel-Dämonen, der seine Gegner allein mit seinem Blick hypnotisieren und allein schon mit seinem Anblick zur Verzweiflung zu treiben vermag. Sein peitschenähnlicher Schwanz entzieht Lebensenergie und wer eines seiner Tentakel berührt, beginnt auf der Stelle zu verwesen. Statt Armen hat er mächtige Tentakel, auf seinen Schultern thronen zwei Pavian-Köpfe mit eigenen Namen und einer individuellen Persönlichkei, Aameul und Hethradiah, die sich beide ständig gegenseitig bekämpfen. Aameul nutzt dazu die Täuschung, Hethradiah blinde Zerstörungswut.
- Der Namenlose (gelegentlich auch Iblis): Erschaffer untoter Kreaturen und General weiterer Dämonen. Die meisten Vampire werden gehen auf sein Wirken zurück. Ziel des Namenlosen soll die Befreiung aus seinem Gefängnis in der Großen Bresche sein, die er selbst in den Sternenwall geschlagen hat.
- Dumat der Dämomnendrache: Einst einer der mächtigsten alten Götter, der sich später in einen Erzdämon verwandelte. Einmal würde er von Lichtsoldaten erschlagen, kehrte jedoch zurück. Gelehrte fanden heraus, dass die Seele des Erzdämon immer nur in den Körper der Dunklen Brut übergeht, die ihm gerade am nächsten steht.
- El La Cucaracha: Die dämonische Monsterschabe. Ihr werden zahlreiche Gemeinheiten zugeschrieben. Herausstechendes Merkmal ihres Wirkens sind besondere Niedertracht und Widerwärtigkeit.
- El Polo Diablo, das Monsterhühnchen: Rächer des Gefülgels. Es wird angenommen, dass er in dichten Wäldern haustund dorthin Menschen verschleppt und sie tötet, wenn sich herausstellt, dass sie seine kleineren Verwandten gefressen haben: „El Pollo Diablo, das riesige Dämonenhuhn! Groß wie ein Mann und doppelt so mächtig. Niemand hat das Biest gesehen, aber zum Vorabend des Vollmonds hört man aus jeder Ecke des Waldes sein blutunterlaufendes Quaken, und in der Dunkelheit der Nacht bleibt er geduldig stehen und schaut zu und wartet. Er durchstreift die Insel und übt schreckliche Rache an denen, die seine kleineren Brüder gefangen nehmen und essen.“
- El Polo de Hoppel, das Monsterkaninchen, Erzfeind wandernder Mönche und Nonnen.
- Ghirahim: Ein Dämonenfürst, der Stürme entfachen kann.
- Lamăstu: Der Dämon frisst kleine Kinder und ist oft die letzte Rettung geplagter Eltern.
- Lilli T: Eine Succubus-Dämonin, welche auf Türschwellen wohnt und vorbeikommende Kinder oder sich kindisch benehmende Erwachsene erschlägt oder erwürgt.
- Lippenstiftgesichtsdämon (auch Der rote Dämon): Ein bösartiger, unbesiegbarer Dämon, welcher in Verstecken auf Dachböden haust.
- Loki: Nordischer Feuergott, der sich wie ein Dämon benimmt. Unter seinen Späßen und Streichen haben viele Nordleute zu leiden.
- Maruk-Methai: Ein Diener des Namenlosen, der in seinen Beschwörer einfährt und ihm übermenschliche Kräfte verleiht.
- Pazuzu: Winddämon und Ursache dafür, dass Ignisgeweihte manchmal kein Feuer anzuzünden schaffen.
- Pyramidenkopfmann: Monsterhafter Riese mit einem Pyramidenkopf. Richter und Vollstrecker über jegliche Sünder bestraft er nicht nur Menschen für ihre Gräueltaten.
- Šebettu: Die Dämonin ist verantwortlich für die Mondfinsternis.
- Sensenschorschl: Unfalldämon und Erzfeind des Kleinknechtklauslers
- Urglefloggah: Pförtner der Niederhöllen.
- Urrr: Fürst der Finsternis und Widersacher der Lichtwelt. Als Personifikation für alles Böse (Lüge, Rebellion und Tod) stellt er den negativen Gegenpol zum Prinzip der Sonne dar. Er war maßgeblich an der Erschaffung der dunklen Welten beteiligt und bevölkerte sie mit dämonischen Wesenheiten.
- Zenobiten: Dämonen, die ihre Vorstellung von Lust an den eigenen grausig verstümmelten Körpern sichtbar gemacht haben. Sie bescheren den Menschen unaussprechliche Wonnen, untrennbar verbunden mit schrecklichsten Qualen, bis schließlich nichts übrig bleibt als zerfetztes Gewebe und Blut.