Der Glaube

Bisher wird das Ceridentum als der weit verbreiteste Glauben auf Trum bespielt.
In jedem Fürstentum finden sich in den Dörfern und Städten zumindest ein kleiner Schrein, eine Kapelle oder sogar eine Kirche. Eine Ausnahme bildet das Fürstentum Werant. Hier sind viele Religionen gleichwertig gemischt.

Weiter Glaubensbilder:

– Fürstentum Werant, Baronie Champa
Sonnenglauben (Sonnenorden, Sonnenorden, Gebetsbuch)
— Mondkult

– Hardemunt, Sognefjord
— Anhänger der alten Götter und der weißen Schlange

– Hardemunt, Sognefjord
Bewahrer der Neuen Eiche
Beschützer der alten Eiche

– Hardemunt, Sirske
Stuffo der Gott der Trunkenheit und Schützer der Betrunkenen (eine Taverne  in Sirske)

– Hardemunt, Rentsgart
Der große Eber

– Soodemunt
Die Gefolgschaft der Stellariten

Der Adel

Gegenwart:
Nach der Zeit des Krieges sind nur noch 4 Fürsten auf Ihren Stühlen geblieben.
– Fürst Aribert Hengst von Wilgau mit Frau Tete von Wilgau im Sewenland
– Fürst Ingmar Stemmler von Wiedenau Frau Elfgard von Wiedenau in Wieden
– Fürst Hatto Knott von Greb und Frau Wunna Knott von Greb auf Towen
– Fürst Tilmann Göttel von Riederbrack und Frau Volkhilde Göttel von Riederbrack auf Werant
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Vergangenheit:
Damals zu Zeiten des Königs wurde das ganze Land unter 7 Fürsten aufgeteilt. Diese herrschten mitsamt Familien, Schwägern und allem was dazu gehört über Dörfer, Felder, Wälder und Seen.
Damals waren es:
– Fürst Aribert Hengst von Wilgau mit Frau Tete von Wilgau im Sewenland
– Fürst Ingmar Stemmler von Wiedenau Frau Elfgard von Wiedenau in Wieden
– Fürst Hatto Knott von Greb und Frau Wunna Knott von Greb auf Towen
– Fürst Tilmann Göttel von Riederbrack und Frau Volkhilde Göttel von Riederbrack auf Werant
– Fürst Enderß Mahn mit Frau Erngart Mahn in Gergonsmund (Kaufmannsland)
– Fürst Reiner Trost mit Frau Berblein Trost im Fürstentum Harden (heutiges Hardemunt)
– Fürst Heimo Reich mit Frau Godelief Reich im Fürstentum Soden (heutiges Soodemunt)
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Geschichten und Begebenheiten aus dem Adelsspiel:

Ein warmer Wind strich über die grüne Ebene vor der Stadt Rigemaro, umspielte die Stadtmauer, die Häuser und Türme, verschwand schließlich auf See und blies dort in die Segel der Weranter Handelsflotte. Baron Sygmund Pahlke saß mittig mit seiner Frau Greth auf der extra erbauten Tribüne vor den Toren der Stadt. Es war Frühling und das erste von vielen Ritterlichen Turnieren auf Werant würde gleich eröffnet. Baron Pahlke liebte diese Turniere. Sie boten ihm alljährlich die Möglichkeit seine ihm treu ergebenen Ritter zu ehren und zu belohnen und die nicht so treuen durch einen geschickten Unfall oder verdorbenen Wein loszuwerden. So in Gedanken versunken schweifte sein Blick über die gesamte Umgebung. Im Hintergrund waren einige Männer damit beschäftigt eine Schafherde vom Turnierfeld fernzuhalten, um das eigentliche Turnierfeld war eine große Menge des Volkes aus Rigemaro versammelt, abseits des Platzes bei den Zelten machten sich die Recken mit ihren Pferden bereit.
Baron Pahlke verscheuchte den Knaben der ihm gerade Wein nachschenken wollte und stand auf. Den Schatten zu verlassen und in der Sonne zum Volk zu sprechen war gerade nicht das was er tun wollte aber wer konnte schon ahnen, dass das Leben als Adeliger so schwer sein konnte?

Der König

Der alte König und der junge König:
Kalt war es nun schon seit mehreren Wochen. Der Wachdienst an den Stadttoren wurde nun durch das Los bestimmt, denn es bestand sicher in jeder dieser Eisnächte die Möglichkeit im Stehen zu erfrieren. Friedhelm Wehrbrecht war froh, dass er diese Nacht nicht raus musste. Er schlief auf seinem Lager in der Stadtwachenkaserne tief und fest bis die Glocke läutete. Alle mussten raus. Der Kommandant selbst war anwesend. Innerhalb weniger Minuten marschierten die Stadtwache in voller Anzahl hinauf zur Königsburg. Die Wachen flüsterten auf dem Weg miteinander. Der alte König war krank und verließ auch schon lang nicht mehr die Burg. Sollte es nun mit ihm zuende sein? Im Burghof schließlich waren die Stadtwache und die Königswache zusammen angetreten. Einer der Berater des Königs kam durch die Tür der Großen Halle und blieb auf der Treppe vor den versammelten Wachen stehen. „Es ist vorbei“ rief er gegen den eisigen Wind. „Der alte König ist tot. Lasst uns nun die Boten zu den Fürsten….  Der Hauptmann der Königswache war vorgetreten, zog sein Schwert und enthauptete den Betrater mit einem Schlag. „Ein Baron aus dem Fürstentum West Sewenland ist soeben auf den Königsthron gewählt worden. Der Alte König hat Ihn zu seinem Nachfolger bestimmt. Die Boten sind schon unterwegs.“ In den Reihen der Stadtwachen kam Gemurmel auf. Der Hauptmann der Stadtwache trat vor und rief: „Wie kann das sein? Warum sind wir nicht davon unterrichtet worden?“ Er folgte dem Berater des alten Königs nur einen Herzschlag später als der Dolch einer Königswache seinen Hals durchbohrte. Die Königswachen zogen Ihre Schwerter und wanten sich gegen die Stadtwache. „Ihr werdet leben wenn ihr die Wahl des jungen Königs unterstützt. Kehrt auf eure Posten zurück und haltet weiter Wache. Morgen früh bekommt Ihr einen neuen Hauptmann.“ Keiner der Stadtwachen wollte noch für den alten König sterben. Sie verließen die Königsburg und kehrten auf die Stadtmauer zurück. Niemand sprach über diese Nacht. Am morgen kam ein neuer Hauptmann aus der Königsburg zur Stadtwache. Alles lief weiter wie immer. Auch Friedhelm beschwerte sich nicht. Einige Tage später schon kam der junge König auf der Königsburg an.Es gab viele Feiern zu diesem Anlass und das Volk war glücklich. Der junge König dachte allerdings auch nach diesen Fest nur noch an weitere Feste und so verging ein ganzes Jahr bis er Vertreter aller Fürstentümer nach Gergonsmund einlud.

Die Königsburg:
Es war ein schöner Sommerabend und die Wache der Königsburg wurde durch die Stadtwache verstärkt, da der junge König aus dem West Sewenland seinen ersten Empfang gab und die Königsburg in Gergonsmund bis auf den letzten Platz gefüllt war. Friedhelm Wehrbrecht stand an der großen Doppelfügeltür die in die große Halle führte in der die Kaminfeuer brannten, die Kerzen leuchteten und die Anwesenden schwatzten und tanzten. Alles in allem ein schöner Abend. Bis der Schrei ertönte. Eine Frau hatte geschrien. Friedhelm rannte durch den Türbogen in den Saal. Er sah von weitem die schreiende Frau. Ihr Blick war auf den jungen König gerichtet der knapp neben Ihr stand. In der Verlängerung eines Hemdärmels ragte aus einer behandschuhten Hand ein langes dünnes Messer das ein Loch ins Herz des jungen Königs gestoßen hatte. Tiefrotes Herzblut lief in Strömen aus der Wunde. Der Mann zog das Messer heraus, wante sich um und rannte davon. Niemand sagte etwas. Alle schauten sich um. Hier waren adelige Leute aus allen Fürstentümer Trums anwesend. Jeder verstand sofort das der Thron wieder frei war. Nach einigen Augenblicken zog jemand eine Waffe. Wieder Schreie, klirren, ein großes durcheinander. Friedhelm wusste nicht zu wem er nun gehörte und beschloß zu fliehen. Die Ritter der Fürsten begannen in der Burg einen erbitterten Kampf. Irgendwo brach ein Feuer aus. Friedhelm erreichte ein Tor und brachte seinen Waffenbrüdern die Nachricht vom Tod des jungen Königs aus dem West Sewenland. Alles was Beine hatte floh in dieser Nacht aus der Königsburg. Viele Ritter fanden den Tod doch alle Fürsten entkamen aus Gergonsmund in ihre jeweilige Heimat. Am Morgen stand Friedhelm Wehrbrecht auf einem Schiff das Gergonsmund verließ. Die Königburg auf dem Hügel in der Stadt brannte lichterloh. Sie sollte noch 5 Tage lang brennen und nur ihre Grundmauern und ein Turm sollten an das letzte Königreich erinnern. Friedhelm verließ mit dem Schiff die Hauptstadt, seine Stadtwachenuniform in einem Sack und sein Schwert an seiner Seite.

Geschichte

Die Entstehung
Jonathan Hafenwehr, Bibliothekar zu Gergonsmund sagt hierzu: „Man kann von den Alten im Land eine Geschichte hören, das vor langer, langer Zeit die Inseln von Trum aus den Wolken gefallen sein sollen. Ursprünglich waren es noch drei große Inseln mehr. Doch diese sollen beim Aufprall auf die Welt zerbrochen sein. Übrig sind nur kleine Stücke, die heute die Inseln um die beiden großen sind. Nun das erzählen die Alten… Ach, glaubt doch was Ihr wollt…“

Das letzte Königreich
Friedhelm Wehrbrecht, Ehemaliger Oberkommandierender der Stadtwache von Gergonsmund erinnert sich: „Als ich noch ein Junge war, waren die Zeiten viel besser. Ich wohnte mit der Familie in der Stadt und wir besuchten täglich den Markt. An den letzten Tagen der Woche gab der alte König immer ein ritterliches Gastspiel, zu dem wir in unseren besten Kleidern gingen. Dann kam die Zeit in der ein kalter Ostwind jahrelang durch unsere Stadt blies und schlussendlich das Leben unseres alten Königs mit sich fort trug. Damals war ich bereits der Hauptmann der Stadtwache. Doch die, die nach unserem König kamen, hatte nie wirklich eine Chance auf eine lange Herrschaft. Zu klein, zu schwach und zu sehr in Knaben verliebt war der, der nun den Thron Trums bestieg. Wessen Dolch dann die Zeit der Kriege einleitete, wurde nie bekannt und ist nun auch schon lange her.“

Der alte Friedhelm blickt aus seinem Bett durch das Fenster vor dem ein Vogel in Richtung der untergehenden Sonne fliegt und tut einen letzten tiefen Seufzer.

 

Die kleinen Kriege
Es war eine kleine Kammer irgendwo in der Stadt Siebenhöfen. Baal Odersieg saß am Fenster des Raumes uns sah hinaus. Sollte nun alles Enden und der Friede wieder einkehren? Diese Frage stellten sich so viele in diesen Tagen. Denn es waren die Tage des Konvents der Mächtigen.

Der großgewachsene Recke aus dem Fürstentum Werant sank mit dem Kopf auf die Fensterbank. Die Erinnerung an die Kriege überkamen ihn wider. Er war damals schon als Leibwache von Fürst Tilmann Göttel von Riederbrack an dessen Seite. Damals als die Nachricht vom Tod des Alten Königs kam. Als die West Sewenländer einen König auf den Thron setzten und er im Auftrag seines Fürsten aufbrach, nur mit einem Messer bewaffnet …aber heute sollte all dies hoffentlich enden.

Der feige Überfall der Sewenländer im Fürstentum Harden. Die Wölfe Sooden in seiner Heimat Werant. Die Towener Flotte brennend vor Gergonsmund. Die Schlacht an den Quellen von Tegomunds Fluss, die den Fluss tagelang rot färbte. Alle Fürsten wollten nach dem Tod des West Sewenländer Königs ihre Einflußgebiete möglichst ausweiten, um selbst den Thron Trums zu besteigen. Doch viele nahmen sich zu viel vor. Enderes Mahn war der nachfolgende Fürst im West Sewenland. Er hatte zu wenig Zeit, um seinen Einfluß zu festigen und er wurde vom Geldadel seines eigenen Landes erledigt. In Harden beging Rainer Trost den Fehler, West Sewenland, Sewenland und Towen gleichzeitig anzugreifen. Er fiel inmitten seiner Ritter auf den Schlachtfed Bergensgrund im Sewenland. Auf seinen Tod folgte ein sehr strenger Winter in Harden und kein Fürst wollte dort regieren. Von Heimo Reich, dem Fürst von Sooden, erzählt man sich, dass er aus einer siegreichen Schlacht gegen das fünfte Wiedener Reiterregiment zurückkehrte, bei der wohl über tausend seiner eigenen Leute verloren hat. Die Bauer sagen, er wäre zur Schlucht der tausend Tränen geritten und hätte sich mit einem Pferd in den Wasserfall gestürzt. Das war auch die Zeit, in der alle gegen die Piraten losschlugen und so manchen von ihnen versenkten. Die Piraten schlossen sich vor kurzem erst unter einem Anführer zu einer großen Allianz der Freibeuter zusammen. Sie waren maßgeblich an der Aufnahme der Friedensverhandlungen beteiligt. In vier Fürstentümern stellte der Adel große Söldnertruppen auf und befestigte seinen Einflussbereich. Diese vier gibt es noch heute. Hier und da entstanden Türme in der Landschaft, die daraufhin in Angst von den Menschen gemieden wurde. Nur wenige Dörfer widerstanden durch Zusammenschluss dem Einfluss der mächtigen Parteien in der Nähe und wurden selbstständig. Alles in allem wurde viel und überall gekämpft. Baal Odersieg hatte noch vor kurzem einen reisenden Gaukler sagen hören: „An den Stellen, an denen damals die höchsten Leichenberge nach einer Schlacht aufgestapelt wurden, kann man noch heute die Schreie der Sterbenden hören.“
Ein Glocke tönte hell aus dem benachbarten Saal. Baal stand auf und seine Hand zitterte leicht als er die Türklinke berührte. Was würde er im Sitzungssaal Siebenhöfen zu sehen bekommen?

 

Die Aufsplitterung
Auf die Rückseite des ersten Blattes schrieb er vorsichtig seinen Namen: Gerwin Waldmann. Es war das letzte was in dem kleinen Buch noch fehlte an dem er die letzten vier Jahre seines Lebens gearbeitet hatte. Es trug den Titel: Auf dem Konvent der Mächtigen – Die Neuordnung Trums

Seine Hände zitterten Leicht als er es zuschlug. Das Tintenfass schraubte er zu und räumte den Platz auf, an dem er so lange gesessen hatte. Noch einmal erinnerte er sich an die Zeilen, Artikel und Verse die er aufgeschrieben hatte.

Nach den Jahren des Krieges waren es einige Freie Stadtobmänner, der Fürst vom Sewenland und nicht zuletzt die inzwischen hungernden Piraten, die alle anderen dazu brachten die Kampfhandlungen einzustellen und jeweils einen Abgesandten nach Siebenhöfen zu senden.
Es war ein strenger Winter in dem die Abgesandten die Tore der Stadt erreichten und von den Piraten misstrauisch beäugt wurden. Es waren lange Tage und Nächte die die Vertreter der Gebiete im Großen Saale Trums verbrachten und das Konzil dauerte nahezu 40 Tage. Im Grunde genommen blieben bis heute alle Provinzen aus dem letzten Königreich erhalten, auch wenn West Sewenland, Sooden und Harden ihre Fürsten auf den Schlachtfeldern der letzten Jahren verloren hatten. West Sewenland wurde von den reichsten, ansässigen Kaufleuten und deren Söldnern übernommen während sich in Harden und Sooden Dorfgemeinschaften zusammenschlossen und das Land beanspruchten. Auch erklärten die größeren Städte, die während der Kriege ihre Verteidigung ohne Fürsten durchstehen mussten, nun ihre Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. So zerfiel das einstige Königreich Trum zu einem Land aus vielen Parteien. die sich nun regelmäßig in der Stadt Siebenhöfen treffen um wichtige Entscheidungen gemeinsam zu treffen.

Stolz erfüllte Gerwin als er sein Buch hielt. All die Jahre hatten sich gelohnt. Er würde sofort zur großen Bibliothek in Gergonsmund aufbrechen und sein Buch mit der Bitte um Vervielfältigung einreichen. Wenn die Bibliothekare sein Buch annähmen, würde er seine Familie auf die nächsten 10 Jahre versorgt wissen.

Dreizehn Tage später erreichte Gerwin die ehemalige Reichshauptstadt Gergonsmund in den Kaufmannslanden. Sechs weitere Tage später hatte er sein Buch erfolgreich den Bibliothekaren vorgestellt und diese boten an, ihn in den Rang eines Magisters der Bibliothek Gergonsmund zu erheben und sein Buch durch die Schreiber vervielfältigen zu lassen. Gerwin willigte sofort ein und sandte per Taube eine Nachricht an seine Familie ihm in die Hauptstadt zu folgen.