Siebenhöfener Mauerinnenhof

Taurons TurM

Eine Fortsetzungsgeschichte

Kapitel 1. Aufbruch aus Siebenhöfen (01/2021)

Es regnete in Strömen. Im kleinen Hof an der Mauer Siebenhöfens waren 30 zerlumpte Gestalten angetreten und alle waren pitschnass. Vor ihnen stand Tauron und schritt Ihre Reihe ab. Jedes Gesicht wurde genau angeschaut. Sie waren Verbrecher, Diebe und Betrüger. Einige Gesichter kannte Tauron aus der Blutgrube. Sie waren Abschaum den der Baron von Siebenhöfen als freiwillige Siedler oder Schiedswehren benannt und mit Tauron abgeschoben hatte.

“Also gut hört mir zu. Dies ist eure Chance. Wir gehen gemeinsam nach Eschenbruch. Der dortige Ritter wurde vor einigen Jahren von einem der Wölfe Soodens gefressen. Unsere Aufgabe soll es sein den Wachturm neu zu besetzten und die Bauern in der Umgebung zu schützen. Wir werden Mauern, Palisaden und Zäune bauen. Als Lohn gehört mir alles was wir dort herstellen. Wir werden es verkaufen und ein jeder von Euch wird seinen gerechten Anteil bekommen. Wenn Ihr flieht seid Ihr vogelfrei. Dann werde ich euch jagen. Flieht Ihr nur in den Soodener Wald wartet der Tod mit scharfen Zähnen auf euch. Bleibt Ihr aber bei mir und leistet den Dienst werdet Ihr dafür belohnt und könnt noch etwas aus eurem schändlichen, restlichen Leben machen. Und jetzt beginnt es.“

Kapitel 2. Die Reise nach Eschenbruch (02/2021)
Durch den Matsch bestiegen Sie Wagen die von Pferden gezogen wurden. Einige liefen zu Fuß. Der Zug verließ den Hof und kam auf die große Straße, die über die Südbrücke an Sewenhof vorbei, die Baronie Siebenhöfen verließ. Die Straße in Richtung Osten war glücklicher Weise gut ausgebaut und so kam die Gruppe schnell voran. Als sie die Grenze zur Baronie Furtenau überschritten wurde das Wetter besser. Tauron sah das als gutes Zeichen und ließ keine Pause zu. Sie schliefen abwechselnd auf den Wagen und liefen immer weiter. Die ganze Nacht hindurch. Sie verließen die Straße in der Nähe einer größeren Stadt die Leodia genannt wurde und liefen weiter. Es ging langsamer voran aber als die Sonne aufging, kam das Ziel in Sicht. Zum ersten schälte sich die Ruine einer Scheune aus dem zähen Nebel, die wohl in den letzten Jahren nicht mehr genutzt und zerfallen war. Eschenbruch selbst war eine kleine Ansammlung von Höfen und Feldern. Hier lebten wohl eine Handvoll Bauern mit ihren Familien.

3. Ankunft im Dorf (05/2021)
Die Gruppe hielt auf dem kleinen zentralen Platz an und viele die den letzten Weg gelaufen waren setzten sich an die nahen Bäume und schliefen sofort ein. Die Bauern kamen näher. Tauron stieg vom ersten Wagen ab und ging zu Ihnen. “Hört mich an ihr Leute. Im Namen des Baron Ludwige Brekeller von Furtenau und dem Herrn in Siebenhöfen soll ich ab heute euer Herr und Vogt sein. Ihr werdet den Leute die mit mir kamen Essen und Unterkunft stellen. Im Gegenzug sollen Sie euch auf dem Felde helfen und gegen den Soodenwolf verteidigen. Wir werden die Grenzanlagen instand setzten und neue Gebäude errichten.“ Die Bauernschaft nahm diese Neuerung ohne viel Murren zur Kenntnis und begann den Neuankömmlingen eine Unterkunft zuzuweisen. Tauron jedoch machte zuerst einen Rundgang durch das Dorf Eschenbruch. Es machte einen leicht heruntergekommenen Eindruck. Hier fehlte eine Mühle, ein Bäcker, eine Holzsäge, eine Schmiede, ein Speicher und das Werkzeug und Baumaterial. Also Alles.

Wie gut das der Baron Ihm einige Goldstücke Startkapital mitgegeben hatte. Gemeinsam mit seinem eigenen Hab und Gut würde es reichen etwas aufzubauen. Morgen würde Tauron die ersten Posten vergeben. Er wollte die Männer nach Ihrem Handwerk fragen und entsprechend einteilen. Er setzte sich in eine Stube, bekam einen Teller Suppe und begann nebenbei auf ein Stück Papier zu schreiben. Die Kinder des Bauern schauten staunend zu. Tauron ergänzte auf seinem Zettel ganz unten das Wort Lehrer und das Wort Waffen und Schilde.

4. Die Arbeiten beginnen (08/2021)
Es vergingen drei ganze Monate. Eine kleine offene Sägerei, eine offene Schmiede und zwei kleine Häuser für Arbeiter waren am Rand von Eschenbruch entstanden. Tauron hatte eine alte Scheune enteignet und als Speicher für das ganze Dorf umgenutzt.
Zehn Männer waren abgestellt und fällten Bäume, sägten Bretter und bauten stabile Palisadenzäune auf. Der neue Schmied produzierte inzwischen ganz passable Nägel und Werkzeuge und im Wald rauchte ein Köhlerhaufen. Ein jeder Mann im Dorf hatte ein drei Schritt langen Holzspieß bekommen und einmal in der Woche ließ Tauron damit üben. Der nächste Soodenwolf sollte es schwer haben.