Institut für Heiligenforschung

Das Institut für Heiligenforschung hat seinen Geschäftssitz innerhalb der klerikalen Kommission von Gergondsmund. Einzelne Außenstellen ziehen sich über ganz Trum, insbesondere zu finden in Klöstern. Das Institut ist konfessionell nicht festgelegt, sondern prüft die Wahrheit kirchenunabhängig und stellt entsprechende Gutachten und objektive Heiligenbeglaubigungen aus.

Nur das akribische Absuchen des Himmels im Heiligenokulatorium kann beweiskräftige Heiligenaufstiege über fernen Ländern feststellen. Auf Hörensagen allein kann die zeitgemäße Heiligenforschung nicht vertrauen. Sie muss es selbst am Himmel sehen und selbst in Büchern lesen.

Dort wird das Wissen der Heiligen von Trum, der Mittellande und aller Welten darübüber hinaus archiviert. Zwei wichtige Außenstellen sind die Sternwarten, von wo aus der Auf- und Abstieg von Heiligen beobachtet wird. Eine steht in der Baronie Champa und gehört zur Sonnenkirche, eine ceridische befindet sich im Kloster Himmelswacht in Wieden. Werden Heilige entdeckt, ziehen Verifikationsexpeditionen in die Fremde. Denn Kontrolle ist besser als Glauben.

Und schon wieder ein Heiligenaufstieg. Ohne akribische Kategorisierung würden zahlreiche Heilige umsonst aufsteigen und in Vergessenheit geraten.

Nicht nur Geistliche gehören zum Institut, auch Kartographen, Historiker, Naturforscher, Bibliothekare, Rechtsgelehrte und so fort, denn nichts ist dem Instutut wissenschaftlich genug, um die letzte Beweisführung der Heiligen zu führen. Ein ganz neues Forschungsfeld sind mathematische Berechnungen von Heiligenflugbahnen.

Dieser mechanische Rechenapparat im Kloster Himmelswacht berechnet die Auftrittswahrscheinlichkeit von Heiligen mit einer aus Datenschutzgründen nicht veröffentlichten Präzision.