Ein Nächtliches Treffen

Es regnete in dieser Winternacht. Die Sonne war schon lange hinter den Bergen verschwunden und das bisschen Rest an Licht reichte gerade mal aus, um den sich nähernden Tross zu bemerken. Dort kam ein Wagen mit Dach und ein offener Pritschenwagen. Gezogen von jeweils vier Pferden und flankiert von einer geringen Anzahl von Männern unter Waffen.

Sighvardh, der Karl von Rentsgard, fror ein wenig obwohl er natürlich damit gerechnet hatte, dass der Zauberer einige Helfer dabeihaben würde. Aber Söldner? Damit hatte Sighvardh nicht gerechnet. Er schaute hinter sich und zählte die seinen durch. Da waren sein Bruder Reglas Brendboe der wie er selbst ein Bootsbauer war. Degon sein Sklave trug einen Bogen, dazu die zwei Schmiede und drei Holzfäller aus Rentsgard. Sie zählten also 8 tüchtige Recken, wenn es hart auf hart kommen sollte. Dahinter auf dem nackten Felsboden saßen frierend einige Menschen die Sighvardh nicht kannte, um die es aber bei diesem nächtlichen Treffen auch gehen sollte.

Sighvardh Brendboe aus Rentsgard erfüllt seine vertraglichen Verpflichtungen gegenüber einem Zauberer aus der Akademie bei Thortmanne.

Der Tross der beiden Wagen kam zum stehen als die Menschengruppe erreicht war. Einer der Bewaffneten gab leise Befehle und es kam Bewegung in die Waffenträger. Zwei von denen verschwanden hinter den Wagen, einer kam auf Sighvardh zu. “Der Herr Zauberer wünscht euch zu sprechen“ sagte er und deute auf den Wagen mit der Plane. Sighvardh nickt dem Mann zu, der einen grün braunen Wappenrock trug und ging auf den Wagen zu. Als er ankam nahm er die lose Plane zur Seite und sah, das Herr Borantel direkt am Rand des Wagens im Trockenen saß und ihn ansah. 

Der Zauberer fragte sofort: “Ihr seid nur mit den Euren und allein gekommen?“  “Ja “ erwiderte Sighvardh kurz und fügte hinzu: “und mit der Ware“. “Wie viele sind es?“ wollte Friedbold Borantel nun wissen. “Es sind genau sechs, wie wir es in der Taverne zum Tanzenden Hecht abgesprochen hatten“ sagte Sighvardh leise.

Der Zauberer machte eine kurze Handbewegung und blies Luft in den Wagen. Eine kleine Kerze in einem Glas entflammte und warf warmes Licht in den Planwagen auf dessen Dach der Regen klopfte. Er öffnete eine Kiste und warf Sighvardh einen Beutel zu “Hier ist eure Belohnung, auch wenn dies nicht genau abgesprochen war, halte ich Sie für großzügig.“ Herr Borantel grinste Sighvardh an.

Dieser jedoch öffnete den Beutel und kippte die Hälfte an Münzen, darunter so einige mit silbernem Schein auf die Sitzbank neben den Zauberer. “Ich will etwas Anderes“ sagt Sighvardh sehr bestimmt. Herr Borantel machte ein etwas verwirrtes Gesicht. Dann sprach Sighvardh weiter: “Ihr werdet in eurer Taverne den „Funkenfreien Feeferstreuer“ gehen und dort am Aushang ein Gesuch für eine Reisegesellschaft für das Ende des vierten Mondes in diesem Jahr finden. Meldet euch dort an. Ihr werdet für eine kurze Zeit mit mir kommen. Ich werde einen Gefallen benötigen“.

Mit diesem Worten ließ Sighvardh den Zauberer in seinem Wagen sitzen. Er ging zu den Seinen und verschwand mit Ihnen im nahen Wald.

Die Söldner holten sich die Menschen und brachten Sie auf den Pritschenwagen. Die Pferde drehten die Wagen und gingen hinein in die Dunkelheit. In der Ferne waren Lichter in einigen hohen Türmen zu sehen.

Ein Gedanke zu „Ein Nächtliches Treffen“

  1. Gedanken eines Zauberers im Planwagen:

    Vermaledeite Hardemunter, immer für Überraschungen gut. Acht Männer unter Waffen, mit den Soldknechten zur Not machbar. Hatte der alte Knauser wohl Recht.
    ….
    Was Anderes? Seine Augen fressen die Münzen indes geradezu. Einer von hinter den Bergen, der freiwillig auf Silber verzichtet? Wie interessant. Ungesehen, ungehört. Spuck’s schon aus Unhold!

    Taverne? Ach diese Kaschemme voller Subjekte im Akademiehof.

    Ein Aushang, soso.

    Warum nur spuckt er so beim Sprechen?

    Eine Reise! Ich hasse reisen. Und dann in diesem Ton. Am besten ich erledige ihn gle

    Gefallen. Mhh. Was er wohl will, was er wohl vorhat? Sehr spannend. Was plant dieser Tunichtgut?

    Aber dieser Ton! Er hat Übles verdient. Aber vielleicht nehmen die Freiwilligen schaden? Sei’s drum, Ärger hier stört nur meine Studien.

    Ein Reise, eine widerwärtige Reise und ein Gefallen. In der Tat sehr spannend. Gut drei Monate, die sechs werden sich sehr anstrengen müssen.

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