Die Holk „Ularich“ hatte ihre Handelsreise von Trum nach Surabad über Morkan wieder zurück verbracht und wie immer gar seltsame Wundersachen aus dem Wüstenland hergeholt. Die ceridische Kirche hatte keinen Einspruch erhoben, da sie es nicht wusste.
Nachdem letztes Jahr der Einkauf von fliegenden Teppichen fehlschlug – der Teppich sprang nicht an und Spezialteppichklopfer waren nicht mitgeliefert – lag die Hoffnung des reichen Sammlers Guido Willauch nun auf einem ganz neuen Stück. Dazu hatte er sich insgeheim mit Unterhändlern in einer Stadtrandgasse getroffen. Einer der Unterhändler war ein Seemann aus Gergonsmund mit einigen Handlangern, der andere kam wohl aus Surabad und trug einen Turban.
„Salam aleikum!“ grüßte dieser auch sogleich. Guido grüßte knapp zurück. „So wollen wir gleich zum geschäftlichen kommen. Ich hörte, Ihr verkauft magische Wundertüren?“
„So ist es Habibi!“ Bedeutungssschwanger hob er die Hand, worauf die Handlanger ein Möbel an eine Felswand trugen, eine Tür.
„Dies ist eine Sonderanfertigung aus meiner Heimat. Eine Zaubertür. Sie wurde in einer limitierten Sonderedition von nur 1001 Stück angefertigt. Diese Türen öffnen sich auf Zuruf ganz von selbst. Man braucht weder Schlüssel noch Diener.“
„Wirklich? Das wäre eintausendundeinmalig. Könnt Ihr es demonstrieren?“
„Natürlich, Habibi. Die Tür öffnet sich, wenn Ihr folgende Worte sprecht …“ Der Fremde flüsterte Guido etwas ins Ohr.
„Dann auf, ich will es versuchen! Sesam öffne dich!“
Nichts geschah. Der Fremde kratzte sich am Turban. „Manchmal hakt die Tür wegen lokaler Dialekte.“
