Meine Mutter sagte
Einst wäre mein / mein!
Ein Boot mit guten Segeln
und ich führ damit fort
Dann stünd ich auf dem Bug
und lenkt das edle Schiff /Schiff
Kurs zu neuen Ländern
Nimm dir, was du willst
Nimm dir, was du willst
Meine Mutter sagte
Einst wäre mein / mein!
Ein Boot mit guten Segeln
und ich führ damit fort
Dann stünd ich auf dem Bug
und lenkt das edle Schiff /Schiff
Kurs zu neuen Ländern
Nimm dir, was du willst
Nimm dir, was du willst
Es wollt‘ ein Mägdlein tanzen gehn,
sucht Rosen auf der Heide.
Was fand sie da am Wege stehn?
Ein Hasel, die war grüne.
„Grüß dich, grüß dich, Frau Haselin!
Von was bist du so grüne?
Grüß dich, grüß dich, feins Mägdelein,
von was bist du so schöne?“
„Von was, daß ich so schöne bin,
das kann ich dir wohl sagen:
Ich ess‘ weiß‘ Brot, trink‘ kühlen Wein,
davon bin ich so schöne.“
„Ißt du weiß‘ Brot, trinkst kühlen Wein
und bist davon so schöne:
So fällt auf mich der kühle Tau,
davon bin ich so grüne.
Und wenn ein feins gut Mägdelein
ihr Kränzlein will behalten,
darf sie nicht gehn auf Narrentanz,
zu Hause muß sie bleiben.“
„Hüt‘ dich, hüt‘ dich, Frau Haselin,
und tu‘ dich wohl umschauen!
Ich hab‘ der stolzen Brüder zwei,
die wollen dich abhauen.“
„Und hau’n sie mich im Winter ab,
im Sommer grün‘ ich wieder:
Verliert ein Mägdlein ihren Kranz,
den findt sie nimmer wieder!“
Herr Hadubrand lebt ohne Sorg‘, er lebt auf seiner Ritterborg.
Er war ein schrecklicher Barbur und konnte saufen wie einer nur.
: Ein Barbur, ein Barbur – Die Geschichte ist ganz wuhr :
Er liebte einst ein Mägdelein und ging mit ihr Verlöbnis ein.
Der Ritter war ein finst’rer Mann, den niemand richtig leiden kann.
: Mägdelein sei nicht dump – Lass ihn laufen diesen Lump :
Der Ritter hat in einer Nacht ihr ganz Vermögen durchgebracht.
Trotzdem verließ er sie sofort, obwohl er Treue ihr geschwort.
: Er ging fort, er ging fort – Obwohl er Treue ihr geschwort :
Das Mägdelein das weinte sehr, so sehr weint heut kein Mägdlein mehr.
Sie stieg herab vom hohen Schloss, da floss vorbei ein tiefer Floss.
: In den Floss, in den Floss – Sich das arme Mädchen schmoss :
Der Ritter schlief in seiner Kammer, er schlief da grad‘ den süßen Schlammer.
Doch als die Glocke schlug zwölf Uhr, da trat ein Schreckgespenst hervur.
: Ein Gespenst riesengroß – Es war das Fräulein aus dem Schloß :
Der Ritter zittert und es grinst ihn an das schreckliche Gespinst.
Schnell zieht er über Kopf und Wanst die Bettdeck‘ vor dem Schreckgespanst
: Das Gespanst, das Gespunst – Tritt ans Bett heran und grunzt :
Das Mägdlein kam nun jede Nacht, hat an dem Ritter sich geracht.
Jedoch, es half ihm keine Kunst, stets kam und heulte das Gespunst.
: „Hadubrand, Hadubrand – Pfuideifel“ und verschwand :
Solch Geisterspuk, oh welch ein Graus hält selbst ein Rittersmann nicht aus.
Und eines Tags in aller Fruh fand man ihn tot am Kanapuu.
: Und so war kaum vollbracht – Furchtbarlich die Tat geracht :
Einst ein edler Kaufmann auf ein Mädel traf
Direkt vor den Toren von Dummdidadeldei.
Er fragte sie, woher sie stammt, ein Weib so hold und brav
Und wie es sie hierher verschlug, nach Dummdidadeldei.
Sie antwortete ihm gleich mit ihrer engelsgleicher Stimm´:
„Ich komme doch sehr wohl von hier aus Dummdidadeldei
Doch darf ich fragen, wer da spricht, gehüllt in edlen Zwirn?“
Der Kaufmann küsste ihr die Hand: „Man nennt mich Dideldei“
Und sie gingen in die Taverne
Und sie tranken edlen Met
Und sie träumten von der Ferne
Und sie sangen dieses Lied:
Dummdidadeldudeldadeldummdidadeldei
Dummdidadeldudeldadeldudeldadeldei
Das engelsgleiche Madl hauchte ihm ganz sanft ins Ohr:
„Wusstest du denn gar nicht, dass ich Dummdidudel heiß?“
Den eselsgleichen Kaufmann, oh, den liebestollen Tor
Übermannt in seinem Rausch der Drang nach Dummdidadeldei.
Es dauerte nicht lang, da waren sie ein Liebespaar
Die Nächte waren lang und Dideldummdidudeldei.
Das klingt heut´ vielleicht komisch,
doch schon nach nur ein paar Jahr´n
In Dummdidudeldei hatten sie 13 Kinderlein.
Und sie gingen…
Sie standen vor dem Traualtar, die Englein sangen laut
Dummdidadeldudeldadeldudeldadeldei
„Fortan sollst du mein Ritter sein und ich bin deine Braut.“
Sprach die schöne Dummdidudel zu ihrem liebsten Dideldei
Doch das schöne Mägdelein war weit für ihre Zeit:
Sie behielt den Mädchennamen Dummdidudel, wirklich wahr!
Dem Kaufmann Dideldei war´s gleich und er stimmte ein
Und fortan waren sie bekannt als Dummdidudeldideldei
Und sie gingen…
(statt Musikanten kann man auch gut Landsknechte o.ä. nehmen)
Leute, nehmt eure Wäsche weg
Schließt die Gartentür zu – Musikanten sind in der Stadt
Bringt die Katz‘ ins Versteck
Die Wäscheleine dazu – Musikanten sind in der Stadt
Und was da nicht ganz niet- und nagelfest ist
Und was keinen Riegel vor hat
Das wird sofort geklaut und bleibt ewig vermisst
Musikanten sind in der Stadt
Erbarmen, Musikanten sind in der Stadt
Wirte macht den Bierhahn dicht
Sichert dreifach das Tor – Musikanten sind in der Stadt
Löscht im Fenster das Licht
Und Nagelt Balken davor – Musikanten sind in der Stadt
Die schreien und krakeel’n, bis der Morgen anbricht
Die würfeln und fressen sich satt
Die saufen und raufen und zahlen dann nicht
Musikanten…
An den Gasthof schreibt: Ruhetag
Alle Betten belegt – Musikanten sind in der Stadt
Bevor es wie ein Schicksalsschlag
Durch die Herberge fegt – Musikanten sind in der Stadt
Die kneifen eure Mägde mit frevelnder Hand
Verwüsten die Stuben euch glatt
Wer Lieder singt, steckt auch die Herberg‘ in Brand
Musikanten…
Krämer, holt eure Habe rein
Die Butiken schließt ab – Musikanten sind in der Stadt
Zählt die Flaschen mit Bier und Wein
Lasst die Gitter herab – Musikanten sind in der Stadt
Die plündern den Keller, das Lager zerfällt
Die feilschen und fordern Rabatt
Und zu guter Letzt, samt der Kasse das Geld
Musikanten …
Bürger, bringt euch in Sicherheit
Legt die Schrotflinten an – Musikanten sind in der Stadt
Stellt Schwefel und Pech bereit
Und dann rette sich wer kann – Musikanten sind in der Stadt
Die schänden eu’re Frauen und Töchter alsbald
Doch nicht nur, was Röcke an hat
Die machen auch vor Greis und Haustier nicht halt
Musikanten…
Oh, Heiliger Barnabas
Schutzpatron dieser Stadt – Musikanten sind vor dem Tor
Zerschlag Geige und Kontrabass
Die Trompeten walz platt – Musikanten sind vor dem Tor
Oh, schütz uns vor Sturmesflut, Feuer und Wind
Vor Pest und vor Epidemien
Und vor Musikanten, die auf Reisen sind
Oder lass mich mit ihnen zieh’n
Erbarmen, oder lass mich mit ihnen zieh’n!