Feierabendbier bei den Strindbergs (letzte Änderung 09.10.18)

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Ekarius
Henna

Auf der Dachterrasse bei Familie Stridberg,

Nach einem langen Arbeitstag Hat Henna seinen Weibel Ekarius zu sich nach Hause eingeladen, bei ein Paar Bierchen und Schnäpse philosophieren die Beiden vor sich hin und lassen den Tag ausklingen…

Ach Ekarius, so langsam verzweifel ich in der Schreibstube, ich brauch mal wieder etwas Abwechslung. Die ganzen Händler gehen mir echt auf die Nerven, mit ihren Formularen und Paragraphen. Ab und zu kommt ja auch ein paar bekannte Gesichter vorbei, wie Elder,Anka oder Bruder Decius und erlösen mich für kurze Zeit von diesen Papierbergen.jammerte Henna und versank in seinem Sessel.

Ekarius schaut Henna eine Weile an und hört zu. Zwischendurch nippt er immer wieder am Bier.
Ach Henna, wenigstens verbringst du deine Abende dadurch in einem warmen Bett und nicht in irgendwelchen staubigen Feldlagern.
Aber ich muss gestehen, du gehörst ins Feld und nicht hinter einen wackeligen Schreibtisch!

Ekarius nimmt einen grossen Schluck Bier und schaut gedankenverloren in die untergehende Sonne.
Weißt du, ich glaube nicht, dass der Baron dich da lange verschimmelt lassen wird. Er weiß um deine Fähigkeiten. Aber deswegen bräuchte er dich auch dort. Ich glaube und hoffe, dass wenn unser Plan mit der Tyra Lorena aufgegangen ist, wirst du wieder zurück versetzt.
Sein Blick nimmt einen Hoffnungsschimmer auf und er hält seinen Krug Henna zum Anstoßen entgegen.

Ich kann mich an diese Verhältnisse echt gewöhnen, morgens gemütlich aufstehen, bis zum Feierabend in einem festen Arbeitssitz sein, der nicht vom Wetter gequält wird und Abends durch die Marktgassen schländern.
Henna lehnt sich zurück und athmet tief aus.
Das ruhige an diesem Leben muss man halt auch mal genießen, doch ich muss wieder aus der Stadt raus.
Henna schaut auch Richtung, stößt seinen Krug gegen den von Ekarius und nimmt einen Schluck.
Etwas ganz Anderes…
Henna dreht den Kopf zu Ekarius und fragt mit leiser Stimme…
Letztens in der Taverne “ Zum humpelnden Ochsen“ hörte ich so ein merkwürdiges Lied über einen Mann, der in Dale verunglückte. Ich wollte den Spielmann nicht weiter ausfragen woher er diese Geschichte kennt, doch es lässt mich doch hell hörig werden, da wir keine Zeugen hatten außer Anka und den Ritter?

Ekarius stellt seinen Krug ab und mustert Henna einen Augenblick.
Ich hörte schon davon. Ich glaube aber nicht, dass es einen weiteren Zeugen gibt. Herr von Bährhegen hat dermaßen dem Bier gefröhnt, dass er bestätigte das es sich um einen Mord aus Eifersucht handelte, den die Witwe im Steinbruch beging. Wir wollten ihn mit der Wahrheit ja nicht behelligen, in seinem Zustand zu erfahren, dass sich ein Spion aus Champa offensichtlich und mit Schärpe frei in seinem Dorf bewegte, ich male mir die Konsequenzen für seine Büttel und für ihn lieber nicht aus, vor allem nicht wenn der Herr Baron davon erfahren hätte. Nicht in der derzeitig angespannten Situation mit Champa.
Er nimmt den Krug wieder auf und leert den Rest mit einem Zug. Dann schaut er einen Moment nachdenklich bevor er weiter spricht.
Was Anka betrifft, nun sie hat die Schärpe auch gesehen die der Tote bei sich trug.
Plötzlich fängt Ekarius laut an zu lachen.
Es ist schon bezeichnend das Barden es nie schaffen über glorreiche Taten der Mauerwache auf den Schlachtfeldern Verse zu verfassen sondern sich eigene Geschichten ausdenken müssen. Wie bezeichnend diese Feigheit doch ist.

Vielleicht sollten wir den Ritter doch noch einmal aufsuchen, wir haben ja mitbekommen das eine Lieferung aus Dale verschwunden ist. In diesen Zeiten weiß man nie wer sich in der Gegend rum treibt.
Henna nimmt seinen Becher und leert ihn auch.
Die meisten  Barden und Spielleute, die uns über den Weg laufen, sind ja nie dabei gewesen und wenn sie versuchen etwas zu schreiben glaubt ihnen ja keiner.
Henna schüttelt ungläubig den Kopf, und geht zu einem Schrank hinter ihnen.
Willst du auch noch was trinken? Ich hätte auch noch ein paar stärkere Tropfen hier, die genau richtig sind um diese Gedanke zu Vergessen.

Ekarius denkt einen Moment über Hennas Aussage nach.
Ich glaube da ist was wahres drann.
Er muss leicht grinsen, bevor er leise fortfährt, mehr gemmurmelt als gesprochen, aber für Henna noch hörbar.
Vielleicht ist das die Lösung, Warheit… Wenn ich nicht Recht entsinne war ein Barde an dem Abend zugegen… Wobei jeder Barde der dies Lied spielt seinen Zweck zur Quelle auch erfüllen würde…
Dann schaut er Henna an und nickt ihm zu.
Ja ich nehme gern noch einen, gern auch einen der die Schatten aus dem Kopf und von der Seele vertreibt.
Einen Augenblick ist er wie abwesend bevor er fortfährt.
Wir benötigen einen oder zwei Wahrheitstränke, allerdings sollte der Kauf nicht auf uns zurück zu führen sein. Ich denke in dem richtigen Getränk sollte sich der Urheber des Liedes herausfinden lassen.
Was mich aber eigentlich mehr als ein möglicher Zeuge beunruhigt ist der Name der in dem Lied erwähnt wird. Hier sollten wir herausfinden, ob es wirklich ein Mitglied dieser, sagen wir bekannten, Familie war. Aber ich denke dies sollten wir alsbald durch die Zeitung erfahren.

Wenn das so ist.
Henna schiebt ein paar Flaschen im Schrank beiseite und kommt mit einem kleinen Fässchen, zwei sauberen Bechern und den gefüllten Krügen zurück.
Wenn dieser edle Tropfen meines Vaters nicht dafür reicht die Schatten zu vertreiben, sollte er zumindest ausreichen, um den Nebel der Erinnerung noch dicker werden zu lassen. lächelte er und begann mit dem einschenken.
Dieser Antonio, oder wie er auch hieß, ich kann mit ihm nichts anfangen, aber wir sollten erst einmal abwarten und trinken.
In diesem Sinne…
stimmt Henna an…
Schnaps und Weiber sind auf Erden aller Weisen Hochgenuss, denn sie lassen selig werden, ohne dass man sterben muss. und hebt den Becher.