Die Jarls-Initiation am Górmánaðr (letzte Änderung 16.11.2018)

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Mitspieler:

Karinja von Sturmfels ( Nicole)
Sighvard Brendboe (Björn S)
Aask Halfjardson  ( Nils )
Maer Hjálmarrsdotir (Ann-Christin)
Hafnar Frennjason (Peter)
Boris der Knüppel (Peter)
Bruder Lammfromm (Rene2)

Dorfbevölkerung( wer auch immer möchte)

Vorgeschichte: 

Die Familie Plagens hatte, nach einem mehr oder weniger fairen Wettstreit, Karinja von Sturmfels für würdig befunden und zur neuen Jarlin von Westflachgrund ernannt. Die Initiation der neuen Jarlin wird am Górmánaðr, dem Tag der Nebelung, vollzogen.

Zu diesem Anlass haben sich alle Oberhäupter einer jeden Familie Westflachgrunds in Rentsgard einzufinden und als Zeichen der Ehrerbietung und der Treue ihr Haupt zu beugen und den Treueeid abzulegen.

Am Górmánaðr in Rentsgart:

Der Tag neigt sich dem Ende entgegen, die Sonnenscheibe versinkt über den Weiten des Meeres und die ersten Nebelschwaden kriechen aus der Erde empor.

Das Dorf Rentsgard, erhellt von dutzenden Feuern,  befindet sich in ausgelassener Feierlaune.

Wie es Brauch ist, dauerten die Feierlichkeiten zur Ernennung der neuen Jarlin drei Tage und würden heute Nacht ihren Höhepunkt finden.

Fett gemästete Schweine drehen sich über den Feuern und Karren mit Bier waren eilig herangeschafft worden.  Im Langhaus des Dorfes sitzt Karinja, neben sich einen großen Krug Bier, auf ihrem erhöhten Stuhl, bereit für einen weiteren der vielen Bräuche. Die Entgegennahme der Treueschwüre und wenn denn nötig die erste Schlichtungssitzung.

Die junge Maer war eben erst aus Delerna auf dem Fest angekommen, hatte sie sich daheim doch noch um ihren Vater kümmern müssen. Er als Oberhaupt müsste eigentlich nun hier sein und vortreten, doch er war zu krank und zu schwach und hatte sie statt seiner nach Rentsgard schicken müssen.

Mit ihrer Laute auf dem Rücken und dem Schwert an der Seite schaut sie sich das Geschehen erst einmal vom Rand aus an und sucht in der Menge der feiernden Nordleute nach Gesichtern, die ihr bekannt vorkommen.

Es war ein weiter Weg für Karinja gewesen, auf diesem Stuhl zu sitzen. Noch vor einiger Zeit hätte sie sich niemals vorstellen können, einmal Jarlin von Westflachgrund zu sein. Solche Aufgaben hatte sie lieber Terkol, ihrem Mann, überlassen. Er war der Karl von Rentsgard. Doch nun war er fort, auf der Suche nach dem Kelch und damit nach der Unsterblichkeit. Sie hatte die führende Rolle im Dorf übernommen, aber es wurden immer mehr Stimmen nach einer neuen Karlswahl laut.

In einem Kampf wäre Karinja den anderen Anwärtern unterlegen gewesen. Deshalb musste sie alles daran setzen, ihre Macht anderweitig zu festigen. Jarlin zu werden, war daher ihre beste Option gewesen. Bei dieser Wahl kam es nicht allein auf Stärke an. Es ging darum, die Plagens auf ihre Seite zu ziehen und klug zu handeln.

Im Gegensatz zu ihr selbst, hatten die meisten Anwesenden in dieser Halle, nie einen Fuß aus Westflachgrund herausgesetzt. Sie hatten keine Ahnung, was außerhalb ihrer Dorfgemeinschaft passierte. Sie würde dafür sorgen, dass sich das änderte. Es gab soviel mehr Beute zu machen, als auf den Wegen, die direkt hier vorbei führten. Und Karinja beabsichtigte, davon einen guten Teil ab zu bekommen. Aber für die Umsetzung ihrer Pläne brauchte sie Männer und Frauen, die ihr folgten. Deshalb musste sie jetzt Stärke beweisen. Ihre erste Aufgabe würde es sein Delerna wieder hinter sich zu bringen.

Der Karl von Delerna war nicht würdig, Jarl von Westflachgrund zu sein. Er hatte davor zurückgeschreckt, alle notwendigen Mittel einzusetzen um Jarl zu werden. Seine verqueren moralischen Vorstellungen bezüglich der weißen Schlange hatten ihn den Sieg gekostet. Und bisher war er noch nicht erschienen, um seinen Treueeid zu leisten. Es würde sich zeigen, ob er so unvernünftig sein sollte, sich zu verweigern.

Von der Seite des Langhauses tritt ein großer Nordmann in die Mitte ans Feuer.  Das Murmeln der Anwesenden verstummt. Eine braune Lederkappe mit schwarzem Stirnreif schmückt sein Haupt und ein Umhang aus wild zusammengesetzten Fellen seine Schultern. Der Große Bierkrug in seiner Hand scheint leer denn er schwenkt Ihn ausgiebig hin und her während er laut zu sprechen beginnt.
Ich bin Sighvardh Brendboe. Für alle mich noch nicht kennen, ich bin der Bootsbauer!
Und heute möchte ich ….. nach einjähriger Abwesenheit aus unserem Dorfe, was mir unendlich leid tut meine liebe
Karinja   ….   kundtun  …    das ob der in der Vergangenheit bestandenen gemeinsamen Abenteuer  ….   die Familie Brendboe und alle inzwischen aus Theotmalli zurückgekehrten Mitglieder dieser Familie   …   wieder fest an der Seite derer von Sturmfels stehen egal ob Mann oder Frau.
Der große Nordmann, offenbar leicht angetrunken, fällt auf ein Knie hinunter, zieht ein kurzes Schwert und bietet es der Jarlin dar.

Karinja mustert den Bootsbauer eindringlich. Einige Reisen hat sie bereits mit diesem Mann unternommen, in zahlreichen Kämpfen standen sie Seite an Seite.

„Sighvardh, was verschlägt dich wieder zurück in die Heimat? Ich hatte angenommen, du und die deinen hätten uns den Rücken gekehrt?!  Erkläre mir, warum du nun hier kniest? Woher soll ich wissen, dass du bei der nächsten Gelegenheit Rentsgart nicht wieder verlassen wirst? Auch Terkol, deinem Karl, hattest du dich verpflichtet.“

Ein Raunen geht durch die Menge, hier und da hört man einige Bemerkungen heraus:  Der Bootsbauer…. er ist wieder da…. Hört euch unsere Jarlin an, Recht hat sie..

Der große Nordmann steht leicht wankend mit einem Ruck auf und steckt sein Schwert wieder an die Seite.
Nun … Terkol ist fortgegangen nach den Angriff vor beinahe zwei Jahren  …..  Ich habe mit Vater entschieden, dass …. 
Er schaute fest in Karinijas Richtung und wirft den Krug auf den Boden. Tonscherben fliegen umher.  Wenn es so ist, dann ist das wohl so.   Sighvardh dreht sich um um und geht geradeweges auf die große Doppeltür der Halle zu, durchquert Sie, um in der Dunkelheit zu verschwinden.
Die Menge betrachtet den Rentgarder Bootsbauer und schwieg.

Bevor Sighvard das Tor durchqueren kann, versperren einige Männer ihm auf Karinjas Zeichen hin den Weg.

„Stolz wie ein Baum, aus dem er seine Boote baut, sturr wie der Eber unseres Wappens und immer durstig.“ ruft Karinja lachend aus und erhebt sich von ihrem Stuhl. Sie greift einen neuen Krug für Sighvard und hält ihm diesen hin. „Es ist schön zu sehen, dass du noch immer der Alte bist, mein Freund. Wir haben zusammen gekämpft und getrunken und gemeinsam viel erlebt. Lass uns dieses Band erneuern. Dickköpfige Narren wie dich braucht deine Jarlin, wenn es auf Beutefahrt geht. Deinen Treueschwur habe ich gehört und deine Entschuldigung nehme ich an, Sighvard, aus dem Hause Brendboe. Leere einen Becher mit mir, um unseren Bund zu besiegeln. Und dann lass uns über die Zukunft sprechen.“

Wärend Sighvard im Torbogen stehen bleibt, geht ein Mann mit roter Mütze und einem toten Ziegenbock über den Schulter an ihm vorbei. Er nickt ihm kurz zu und ein Grinsen ist in seinem Gesicht zu sehen. Die neue Karlin spricht ihre Worte, als er vor ihr zum stehen kommt. Er wirft ihr den Bock vor die Füße und kniet sich hin. „Meine Karlin. Dieser Bock ist mein Geschenk an euch und eure Regentschaft. Möge Sie genau so erfolgreich wie die eueres Mannes.“

Während all den Reden und der Aufregung schleicht sich ein Mann in das Langhaus und geht in eine der dunkleren Ecken, um dem ganzen Geschehen zu lauschen. „Dann wollen wir mal sehen, wen wir alles noch auf unsere Seite bringen können und müssen“, sammelt er sich in seine Gedanken.

Maer ihrerseits hatte in der Menge kaum jemanden Bekanntes gefunden. Delerna scheint nicht vollzählig erscheinen zu sein. Sie zuckt die Schultern und geht langsam in die Richtung des Feuers, wo die neue Jarlin auf den mitgebrachten Ziegenbock schaut. Den Mann, der ihn mitgebracht hatte erkennt Maer als Hafnar, der recht bekannt in dieser Gegend ist. Sie würde noch kurz warten, bis sein Schwur angenommen ist, um diesen schließlich selbst zu leisten.

Sighvardh zögerte kurz als Hafnar vortrat doch nun geht er grinsend auf die neue Jarlin zu und nimmt den Becher aus Ihrer Hand. Während er den Becher hebt um ihr zuzuprosten legt er seine linke Hand auf Hafnars roter Mütze ab um sich abzustützen.
„Wie der Baum und der Eberkopf. Das war sehr klug von dir. Und unser Hafnar is auch dabei wie ich sehe.  Dann lass uns wieder igemeinsam Beute machen gehen.“
Sighvard trinkt den Becher halb aus und breitet dann die Arme mit einem Ruck aus um Karinija in den Arm zu schließen. Das die Umstehenden in der zweiten Hälfe Bier des Bechers duschen bekommt Sighvardh gar nicht mehr mit.
Die Menge in der Halle klatscht, jubelt und trinkt.
Nach einer ausgibigen Umarmung zweier alter Freunde geht der Bootsbauer zu einem der nahen Tische und lässt sich auf einer Bank nieder.

Hehe„, sagt Hafnar ,“das wird ein Spaß!!“. Steht auf und geht Sigvard hinter her.

Im Zuge sämtlicher Bekundungen tritt ein Mann in robuster Kleidung an die Karlin und überreicht ihr einen Brief.

Wärendessen erblickt Boris Maer, die ihm etwas verloren ausschaut und winkt leicht zu ihr rüber.

Die junge Frau, die sich nicht so recht traut, zwischen all diesen Männern mit großen Namen auf die Jarlin zuzugehen sieht den fremden Mann ihr zuwinken. Unentschlossen schaut sie nochmal zur Jarlin, die nun mit einem Brief in der Hand weiterhin beschäftigt scheint und verlässt schließlich doch noch einmal den Lichtkreis des großen Feuers um zu dem Mann in den Schatten zu treten. „Hilsen, Fremder. Seid Ihr auch hier, um der neuen Jarlin Eure Treue zu verprechen?“

Hallo, meine Kleine,“ sagt der Mann. Er ist in Wolle gehüllt und irgendetwas Merkwürdiges geht von ihm aus. „Es kommt drauf an, wer noch so alles erscheint. Ich lasse mir noch etwas Zeit.“. Bei den letzten Worten grinst er schief. „Und aus welchem Teil von Hardemunt kommt Ihr?“

Maer zieht eine Augenbraue hoch und schaut sich den Mann genau an. Kam er ihr bekannt vor? Sie war sich nicht sicher, aber ihre Haare stellten sich im Nacken auf. „Ich bin Maer und für meinen Vater aus Delerna hier. Darüber muss ich mit der Jarlin noch sprechen, wenn ich ihr mein Schwert versprochen habe,“ sagt sie mit einem Seitenblick zurück zu Feuer, wo die Jarlin noch immer mit dem Brief beschäftigt scheint. „Wer seid ihr?“ fragt sie, während sie seine Kleidung studiert und nach Abzeichen sucht. „Und auf wen wartet ihr noch?“

Froh, Sighvard und Hafnar auf ihrer Seite zu wissen, sieht Karinja nun stirnrunzelnd auf den Brief, den sie gerade erhalten hat. Was mögen diese Leute nun von ihr wollen? Beide Seiten hatten bei der Jarls-Wahl ihren Handel erfüllt. Sie wirft einen kurzen Blick hinein, beschließt dann aber diesen später zu lesen, wenn nicht so viele Augen auf ihr ruhen. Es warten noch zu viele Menschen darauf, bei ihr vorsprechen zu können. Sie steckt den Brief in ihre Tasche und lässt ihren Krug nachfüllen, bevor sie sich wieder den Wartenden zuwendet.

Ein Mann, gekleidet in grobe Wolle und Fell tritt in den Kreis und lässt sich mit laut knackenden Gelenken auf ein Knie nieder.

„Meine Jarlin. Die Familie Halfjardson sorgt seit Generationen für frisches Fleisch in diesem Dorf. Mein Vater und sein Vater vor ihm folgten den Karls in den Kampf. So will auch ich es halten. Meine Axt gehört euch,und die unseres Sohnes wird euch ebenfalls folgen, sobald er das Mannesalter erreicht hat“.

„Ich danke Dir und der Familie Halfjardson für Ihre Treue. Ich versichere Dir, unter meiner Führung soll es euch gut ergehen. Wenn dein Sohn vom gleichen Schlag ist, wie sein Vater, wird er ein prächtiger Kerl werden! Und nun erhebe dich und stoß mit mir auf unser Bündnis an!“ Karinja hebt ihren Krug und stößt mit Ask an. „Nun geh weiter feiern. Wir werden sicher später noch die Gelegenheit haben zu reden.“