Die Heilige Alisea

Alisea ist eine gemeinsame Heilige des Sonnenordens zu Champa und des Ignisordens von Escadon, worüber sich auch deren beider Partnerschaft erklärt. Es handelt sich um eine alte Überlieferung aus einem längst vergangenem Krieg, in welchem das Land von wilden Horden bedroht wurde. In Trum glaubt man, dass es sich dabei um das Land Trum handelte, in Escadon, es sei Escadon gewesen. Auf der XXXIVI ökumenischen Glaubenskongregation beschlossen die Ordensführer, dass sie ihre Wunder in beiden Ländern ausübte und sich jene Geschichte nacheinander auf beiden Staatsgebieten zutrug.

Am Vorabend der Entscheidungsschlacht war die Position für die Verteidiger unter anderem deshalb schlecht, weil sie am Morgen gegen die blendende Sonne vom Gegner mit Pfeilhageln zugedeckt werden würden.

Da trat die tiefgläubige Sonnenanbeterin Alisea mit der Verkündung eines Wunders vor die verzweifelten Krieger. Sie hätte von der Fackel des Himmels eine Vision erhalten und die Streiter mögen fest bleiben im Glauben. Und siehe da, am nächsten Morgen soll die Sonne für sie unüblich im Westen aufgegangen sein. Geblendet und etwas überrascht, unterlagen die Horden und kehrten nie wieder zurück.

Seltsam, aber so wird es berichtet.

Anmerkung: Einige Astronomen nahmen an, dass sich die Verteidiger mangels profunder Kenntnisse der Gestirne lediglich in der Himmelsrichtung geirrt hatten. Inzwischen vertritt diese Position aber niemand mehr, auch da all jene als Ketzer verbrannt wurden.

Ein Relief im Innenhof der Ordensburg zeigt die Heilige Alisea, wie sie glaubensstabil gegnerischen Horden mit der aufgehenden Westsonne entgegentritt.

Besonderes In der Dorfgemeinschaft

Besonderes in Sognefjord:

—Die schwarzen Drachenboote
.    Gebaut von Dargen Mutbrecht zu  Kriegszwecken.

—Die Vier Holzwälle
.    Hohe und stabil gebaute Wälle die das Zentrum
.    Sognefjords schützen.

Die Politik der Weißen Schlange

Nach derzeitigem Wissensstand ist der Älteste und mächtigste Mensch des Bundes der weißen Schlange: Ratger (Der Schamane in Sognefjord) – Er beeinflusst Dargen Mutbrecht, da der Primgal ebenfalls an die Götter des Nordens glaubt. Auch er dürfte derzeit Kantos zu gefallen versuchen und verbreitet daher Krieg und Unheil im Norden Hardemunts. Dennoch tritt Dargen losgelöst von der Weißen Schlange auf. Sein Egoismus ist doch noch etwas größer als der Glaube selbst.

Gargan ist einer der vielen Söhne Ratgers. Versucht allerdings mehr als so manch ein anderer Nachfahre seinem Vater zu gefallen und ist demnach mehr als andere Anhänger der Weißen Schlange hinter den Getreuen der Eiche her. Wo auch immer er Zwietracht und Erfolge für seine Sache säen kann, dort wird er es tun.

Die vielen Söhne Ratgers nehmen überwiegend Führungspositionen ein. Sie treten offen als Anhänger der Weißen Schlange auf und versuchen mehr und mehr Zuwachs für den Bund der weißen Schlange zu gewinnen. Manchmal ist da jedes Mittel recht!!!

 

1. Ein Anhänger der weißen Schlange versucht seinem nahestehenden Gott zu gefallen.
2. Ein Anhänger der weißen Schlange begehrt weder Dingliches noch Leibliches eines anderen Anhängers. (Kurz gesagt: Anhänger bestehlen sich nicht untereinander und begehren nicht eines anderen Anhängers Weib)
3. Freie und Fremde, die nicht im Bund mit der weißen Schlange stehen sind von niederem Wert. Sie können behandelt werden wie Sandkörner oder Käfer.
4. Die Getreuen der neuen Eiche sind bis auf den Letzten zu VERNICHTEN!!!
5. Menschenfleisch ist nicht zu verschmähen, wenn Alternativen nicht absehbar sind.
6. Es gefällt den Göttern neue Seelen für die weiße Schlange zu finden. Anhänger zu werben!

Die Lieder der Sonne

Die Texte gehören zu den ältesten Schriften der Sonnenreligion. Eine Melodie ist nicht überliefert, sie werden üblicherweise als Psalmen gelesen.

Das erste Lied der Sonne

Ich bin die Flamme des Lebens.
Ich bin das Feuer der Welt.
Mein Schwert trennt Gutes vom Bösen.
Mein Odem trägt Licht in die Nacht.

Wo Finsternis deiner Seele trachtet,
Ruf mich an! Und sie wird werden wie Staub.

Wo dunkle Pfade hin zum Zweifel laufen.
Ruf mich an! Und heller Schein weist dich zum Sieg.

Und fallen die Freunde auch zu deinen Seiten,
Halte Stand den Blick zu mir und Ruf mich an!
Denn dich will ich geleiten.
Dass du vollbringst dein Werk.

{Es ist theologisch umstritten, ob am Ende „dein Werk“ oder „mein Werk“ steht. Die Auslegung „dein Werk“ überlässt den Gläubigen mehr Entscheidungsspielraum. Dieser Passus ist klerikalen Würdenträgern eigentlich unpässlich, da er diesen viel Deutungsspielraum über den Willen abnimmt und in einer personalen Gottesvorstellung wäre die Sachlage schnell geklärt. Jedoch lag diese Deutung der weltlichen Herrschaft gelegen und wurde kirchlich ertragen, da der Orden maßgeblich zur weltlichen Gebietschaftssicherung gegründet wurde. Je mehr Zeit zum Ende des Krieges hin verrint, dürfte die Wahrscheinlichkeit steigen, dass der diskurs neu entflammt. } 

Das zweite Lied der Sonne

Noch harre aus!
Noch ist Nacht.
Siehst du die Sterne, den Mond?
Dies sei dir Trost.
Denn ich bin auch hier – wie du!

Noch harre aus!
Noch ist nicht Tag.
Hörst du die Ferne, die Zeit?
Dies sei dir Trost.
Denn dort werde ich sein – wie du!

Noch harre aus!
Noch ist alles grau.
Fühlst du dein Herz, das Feuer der Brust?
Dies sei dir Trost.
Denn dort bin ich am Leben – wie du!