Trum Taverne 14.07.18

Endlich waren wir wieder auf dem Boden von Trum. Anka, Freya, Henna, Ekarius, der leicht verrückte Wurschtl und ich hatten es geschafft, von Westfora wieder zurückzukommen. Vielleicht würden endlich die Träume von Hauptmann Marder aufhören, in denen er mich tötete. Ein Schaudern lief über meinen Rücken, doch ein Ruf lenkte mich ab. Anka winkte, ich nickte ihr zu und macht mich mit den anderen vom Schiff herunter. Unten wartete ein Bote der Mauerwache und lud uns ein, zu der offiziellen Tavernen Eröffnung in Dale von James zu kommen. Sein Herr Ritter von Bärhegen hatte ihm gestattet, dort sesshaft zu werden.
Nun ja, warum nicht? Eine Taverne war etwas schönes, und da wir in Siebenhöfen angelegt hatten, war unser Weg auch nicht weit. Frohen Mutes machten wir uns auf zur Taverne und trafen bald ein. Sollten die anderen ruhig glauben, dass alles in Ordnung war, sollte Ekarius ruhig glauben, ich hätte alles gut weggesteckt. „Du bist nutzlos wenn“ „Halt den Mund!“ murmelte ich erbost, verdammt es war ein wunderschöner Sommertag. Anka schaute mich irritiert an, ich lächelte jedoch nur und bedeutet ihr weiter zu gehen. Schließlich konnte ich schon die Taverne zur Silbernen Distel oben auf dem Hügel sehen.
Dort wurden wir tatsächlich von dem Herrn Ritter und seiner Gemahlin höchstselbst begrüßt, während James eifrig und emsig durch seine Taverne, seinen ganzen Stolz, wuselte. Ein Steuereintreiber des Ritters musterte uns und mahnte mich, zu knicksen, was ich mit dem Hinweis auf ein verletztes Knie umgehen konnte. Selbst wenn nicht, ich neige den Kopf, aber ich knickse nicht.
Nun, wie auch immer, wir ließen uns nieder und bestellten ein kühles Getränk, als ich es klappern und scheppern hörte. Vor Schreck hätte ich fast meinen Humpen fallen lassen, war es doch die Fuchsbrigade, die dort hereinspazierte. Hauptmann Marder mit seiner Gemahlin, dazu Hase und Dachs. Ihnen folgte, lässig bummelnd ein Seefahrer. Schnell wandte ich mich ab, trank hastig einen Schluck und beobachtete die Brigade nur aus den Augenwinkeln. Sie hatten auch die Botenläuferin Hannah dabei, die uns die Informationen über Aucuparia zukommen lassen hatte.
Mit ihr wollte ich unbedingt sprechen, sie sollte Aucuparia übermitteln, das zumindest ich nicht böse auf sie war, sondern ich Verständnis für ihre Situation hatte. Als wir uns setzten platzierte ich mich absichtlich so, das ich die Brigade gut sehen konnten aber viel Raum zwischen uns war. Während ich mit ihr sprach und ihr erzählte, was mit dem Stück der Pflanze geschehen war, das Aucuparia mir gegeben hatten, duckte ich mich immer wieder, wenn der Hauptmann zufällig in meine Richtung sah. Verdammt, das wurde ja lächerlich. Ich wusste es doch…Verdammter Krieg!
Hannah bemerkte mein Benehmen und fragte, was denn los sei, und so erzählte ich ihr, abseits von allen anderen, von meinem Traum, in dem Hauptmann Marder mich tötet. Natürlich ist das Unsinn und sie meinte, ich solle mit ihm sprechen, damit ich vielleicht den Traum loswerde. Doch dazu konnte ich mich nicht überwinden.
Just nachdem ich die Geschichte beendet hatte, kam der Diener der edlen Dame zu mir, ihro Gnaden wolle mich sprechen. Schnell noch einen Blick zur Brigade werfend, machte ich mich umgehend auf in das Zelt der Edeldame. Sie übergab mir eine Notiz, die mir sorgen machte. Das gelbe Strichfiber war ausgebrochen, im Gegensatz zum normalen Strichfieber lässt es sich viel schlechter behandeln. Es brauchte etwas Besonderes und so bat ich den Ritter um die Hilfe seine Bauern, den Wald und den Steinbruch zu durchforsten. Schnell fanden wir nicht nur eine rote Blume, auch eine hölzerne Blume mit einer bösen Ausstrahlung wurde gefunden. Dummerweise musste ich jedes Mal, wenn es die Böschung hinauf oder hinunter ging, an der Brigade vorbei, und was soll ich sagen, ich war wohl nicht so gut im ausweichen, wie ich dachte. Denn während ich eine Blume bei der Edeldame in Sicherheit brachte, hörte ich hinter mir ein „Entschuldige Elder?“ Ich drehte mich um und wurde blass, da standen alle Füchse, mir gegenüber der Hauptmann. Lächelnd sprach mich die Hauptfrau an, und fragte was los war. Nach Worten ringend suchte ich einen Ausweg, doch wenn die Fuchsbrigade mit einem sprechen will, wissen sie zu verhindern, dass man verschwindet.
Eine Abordnung der Weißen Schlange, die plötzlich auftauchte und die hölzerner Blume forderte, war meine Rettung. Schnell machte ich mich aus dem Staub, während die Brigade, zusammen mit anderen Streitern, die zwischenzeitlich angekommen waren, darunter Ashrak und Thorrik, sich der Schlange stellten.
Meinen Koffer nehmend machte ich mich bereit, Verletzungen zu versorgen, immer hoffend, dass es nicht so viele Schwerverletzte geben würde, denn ich hatte nicht mehr viele Schmerzmittel und auch die Tränke gingen zur Neige.
Ein Scharmützel entbrannte, die Schlange wurde erfolgreich zurückgetrieben.
Es gab einige leichtere Verletzungen, die Schlange hatte offensichtlich nicht mit so wehrhaften Tavernen Besuchern gerechnet. Kaum war ich fertig, stand die Fuchsbrigade wieder hinter mir und forderte Aufklärung über mein Verhalten. Stockend und verlegen erzählte ich schließlich meinen Traum, was zu kopfschütteln und lachen führte. Genau das hatte ich befürchtet. Für einen gerüsteten Krieger ist es leicht zu lachen über solche Träume. Doch als sie sahen, wie ernst es mir war, hörten sie auf zu lachen und versicherten mir, dass sie mir nichts tun würden, es gäbe keinen Grund dafür. Und wenn Marder einen Heiler für Wiesels Tod richten würde, wäre es Finna Dachs. Ihr eigener Heiler. Tatsächlich sprachen sie mir ihr Vertrauen aus, das ich der Heiler wäre, dem sie am meisten vertrauen nach ihrer eigenen Heilerin. Dadurch fühlte ich mich geehrt und das offene ehrliche Lachen der beiden Hauptleute trug ein Übriges dazu bei, den Traum zumindest für den restlichen Tag verschwinden zu lassen.
Im Laufe der Tages wurden mehr Blumen gesucht, meine Knie Verletzung erlaubte mir jedoch nicht, aktiv daran teilzunehmen.  Die hölzerne Blume öffnete sich, eine schwarze Perle befand sich darin. Es gab ein Scharmützel in dem die Hauptfrau der Füchse schwer verletzt wurde. Sie besitzen keinen Knochenheiltrank, doch ich hatte noch etwas und so konnte sie eine halbe Stunde später wieder sitzen und laufen.
Das war auch gut so, denn die Schlange erschien ein zweites Mal. Sie forderten sie die Herausgabe der Blume und der Ritter raunte mir zu, man solle sie doch zur Blume lassen, die Perle wäre längst fort und ausgetauscht.  Diesmal war die Schlange gewitzter und schickte Spione als Gäste voraus, die sich die Edeldame griffen und mit einem Dolch bedrohten. Sofort wollte sich der Ritter als Geisel anbieten, die Kämpfer versuchten die Schlange einzukreisen, dennoch gelang es den Unholden mit der Edeldame, der sie zwischenzeitlich in den Hals schnitten, aus der Taverne zu verschwinden, wo sie die Perle bekamen. Als sie jedoch merkten, dass sie getäuscht worden waren, kam es erneut zu einem Gefecht.
Auch diesmal behielten die Verteidiger der Taverne die Oberhand.
Irgendwann wurde es ruhiger, ich bekam Gelegenheit etwas zu essen, und war gerade fertig, als ein heulender Mann auf uns zu stolperte, er hielt sich seine Wange. Eine besorgte Frau, sein Eheweib, rief, der Mann habe fürchterliche Zahnschmerzen. Das freute mich ungemein. Nicht falsch verstehen, nicht wegen seiner Schmerzen, aber ich hatte gerade erst über die Kunst des Zahnbrechens gelesen und war begierig, damit jemandem zu helfen.
Doch sein Geheule ging Ashrak so auf die Nerven, das er schon aufstand, also schlug ich den Mann schnell bewusstlos mit einem Knüppel. Ist auch besser so, ich wollte ja nicht gebissen werden.
Der Mundgeruch war bestialisch, kein Wunder, dass er Zahnschmerzen hatte. Es war ein Backenzahn, der ihn leiden ließ. Im dritten Anlauf gelang es mir, den Zahn zu packen und zu brechen, was den Mann ruckartig hochschießen und den Zahn im hohen Bogen meterweit spucken ließ.
Auch Blut spuckte er reichlich, doch das würde aufhören, nur vernünftig essen wird im eine Weile schwer fallen.
Als es ruhiger wurde, setzte ich mich mit Finna Dachs hin, und braute den Trank gegen das gelbe Strichfieber aus den gesammelten Blumen, bei deren Auffindung sich Anka und Freya wieder einmal als unersetzlich erwiesen.
Einige dubiose Gestalten tauchten auf, einige Bettler sollten für das Stehlen von Brot bestraft werden. Ja, die Strafe für Stehlen ist das Abschlagen der Hand, doch ich beschwor den Ritter, Gnade vor Recht ergehen zu lassen. Selbst die hartgesottenen Söldner der Fuchsbrigade machten den Eindruck, als würden sie ein tatsächliches Hand abschlagen nicht hinnehmen, nicht für ein Brot. Doch der Ritter zwinkerte mir zu und ich beruhigte mit einigen Worten die Füchse, während der Ritter mit großer Schau das Handabschlagen vorbereitete.
Doch er berührte die Hand der Frau nur mit der Hellebarde. Als ich nach ihr sehen wollte, geiferte sie jedoch nur, wir währen keine Menschen und sie würde uns verfluchen, ich glaube, es fehlte nicht viel und sie hätte gespuckt. Als ihrem Gefährten das gleiche, nicht wirkliche, Schicksal ereilen sollte, griff sie sogar den Ritter an!
Sie wurden mit Tritten aus der Taverne gejagt. Als Musik erklang, bewies die Fuchsbrigade, dass sie mit ihren Rüstungen auch gut im Takt klappern können, was recht lustig war.

Spät am Abend saßen wir noch mit der Fuchsbrigade zusammen und spielten ein Trinkspiel. Der Hauptmann hatte Interesse an der kleinen Freya, ich glaube, er möchte sie in die Fuchsbrigade aufnehmen. Wenigstens hat er ihr einige Tricks gezeigt wie sie besser mit ihrem Schwert umgehen kann. So klang der Abend mit Gesprächen über verschiedene Rezepte und Heilmittel aus

Böse Träume

“Er ist Tod, unwiederbringlich gegangen, es tut mir leid“ noch während ich diese Wörter spreche, läuft mir der kalte Schweiß herunter. Ich weiß, was als nächstes geschehen wird, es passiert nicht zum ersten Mal. Der Mann mir gegenüber funkelt mich wütend an „Du musst ihm helfen, du hilfst sonst doch auch jedem“ doch ich kann nur den Kopf schütteln „Nein, er ist Tod“ Böse Träume weiterlesen

Kuriose Gesetze in Furtenau

Aus den Aufzeichnungen des Dianosias, Schreiber aus Furtenau in der Baronie Furtenau

“Furtenau ist an der Grenze zu Soodemundt gelegen. Dadurch war es in früheren wilderen Zeiten, als die einzelnen Fürsten noch gegeneinander Krieg führten und sich gegenseitig um Land betrogen und jedes Reich seine eigene Gesetzsprechung hatte, oft den Aggressionen der Soodemundter ausgeliefert. Kuriose Gesetze in Furtenau weiterlesen

Larp, Larper, Trum